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Valle
di Blenio |
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Langes,
bewohntes Haupttal zur Riviera.
Die folgenden Seitentäler sind
separat beschrieben: Val
Pontirone, Val Malvaglia,
Val Soi,
Val
Carassino, Val Luzzone, Val Camadra,
Val di Campo
(Blenio) und Valle
Santa Maria. Die orografisch rechte Talflanke ist sehr sanft, die Landeskarte
liefert ein vollständiges Bild dieser Zone. Trotzdem sind die Pfade oft
von Vegetation überwuchert, dies insbesonders nördlich von Marolta. In der
Flanke befinden sich die Hütten Pian
d'Alpe, Piandios und
Gorda. Über verschiedene Übergänge lässt sich mehrheitlich einfach in
die Leventina
wechseln.
Anders ist die Situation auf der orografisch linken Flanke, wo die Pfade nicht
immer in gutem
Zustand sind.
Die Wege von Dongio und Motto Richtung Stabbio sind
markiert und in tadellosem Zustand. Bei einer Kapelle des erstgenannten Aufstiegs
befindet
sich
die
Abzweigung Richtung Roréd. Dieser Pfad ist stellenweise undeutlich, aber
insgesamt
gut begehbar.
Bis Pordé ist der Pfad gut zu erkennen,
da meist im Wald. Das Gleiche gilt für die Fortsetzung, wo der Pfad zum
Teil
auf eindrücklichen Bändern verläuft. Auf etwa 1700m, wo sich der
Wald etwas lichtet, ist die Pfadspur undeutlich. Es scheint von hier auch einen
Pfad zu
geben, der sich Richtung Primasté absenkt (Schnittspuren). Die Fortsetzung
zur
Querung nach Doisgia findet man anhand der Landeskarte gut.
Von der Verzweigung oberhalb Doisgia führt ein guter Pfad leicht absteigend
über
den Bach, er steigt an einer Ruine vorbei ins Val Cöll und führt noch
weiter
bis
auf die Gratkante des Simano bei P.2195. Von hier weglos ohne Probleme auf den
Gipfel des Simano (Route jeweils sehr früh ausgeapert). In Lavill befindet
sich neuerdings ein Rifugio.
Der Pfad von Lottigna bis Ronco ist in bestem Zustand und erstaunlich breit
angelegt. Genau auf der Höhe der Hütte (anfangs zwei Markierungen) beginnt die
Querung nach Pordé. Dieser Pfad führt durch abschüssiges Gelände, er ist aber
in gutem Zustand. Auch in Pordé ist der Beginn des Pfades wiederum mit einem
rot-weiss bemalten Pfosten markiert, ebenso die Fortsetzung Richtung Stabbio.
Auch dieser Pfad ist durchgehend vorhanden und in gutem Zustand. Der Weg von
Stabbio über Ghiringhello nach Dagro ist sehr interessant. Kurz vor Dagro ist
der Hang mit dem Pfad etwas abgerutscht; diese Stelle ist besonders
bei Nässe etwas unangenehm. Beim Ausstieg in Dagro weist ein Schild darauf hin,
dass es sich um einen alpinen und gefährlichen Pfad handle. Insgesamt bietet
die Route von Lottigna her einen interessanten und aussichtsreichen Zugang nach
Dagro.

Valle di Blenio vom Pizzo di Cassimoi, 3129m, 25.April 2004
Foto: Manuel Haas