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Valle
del Cansgell |
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Wenig
besuchtes Seitental des Val
Verzasca.
Der neue Talweg beginnt im Bosco della Motta, gegenüber von Motta zwischen
Lavertezzo
und
Brione. Er führt in guter bis akzeptabler Qualität durch abschnittsweise
wildes
Gelände bis auf die Alpe Cansgell. Er ist inoffiziell weiss-rot-weiss markiert.
Zur
Überwindung
einer
etwa
70m hohen Felsstufe bei 1100m sind viele Drahtseile installiert, deren Verankerung
stets zu prüfen ist. Die Schwierigkeiten auf diesem Pfad bewegen sich um T4+.
Indessen gibt es auch einen alten Zugang von Piano: Man folgt dem markierten
Wanderweg Richtung
Val
d'Orgnana bis auf eine Höhe von ca 940m. An nicht sehr offensichticher
Stelle
verlässt man den Wanderweg und folgt den Resten eines alten Wegtrassees,
das
in Kürze den wilden Valegg d'Orgnana überquert und die Ruinen von Rovasch
erreicht. Bei
der obersten Ruine trifft man auf die zunächst ausgeprägte Wegfortsetzung.
Man
quert aufwärts bis man auf ca 1000m eine erste Rinne (in der Landeskarte
eingezeichnet)
mit
einigen
Schwierigkeiten durchquert. Man steigt nicht weiter auf, sondern traversiert,
auch mit etwas
Abstieg, bis zu einer zweiten Rinne, die ebenfalls in der Landeskarte verzeichnet
ist. Man befindet sich hier nun nahe beim Valegg da Cansgell, der sich hier ohne
besondere Probleme überqueren lässt. Überquert man ihn, trifft
man
wenig
darüber
auf
den
neuen Talweg (orografisch links). Der restliche Abschnitt des alten Pfades ist
nicht
bekannt;
gemäss alten Karten steigt er zu P.1226 und quert dann in den Talgrund.

Conca di Cansgell von Alpe Cansgell, 10. Mai 2007
Foto: Christine Becker
Von der Alpe Cansgell kann man zum Valegg hinabgehen und trifft jenseits eines
Steges auf den Beginn des Jägerpfades, der bis zu den Ruinen von Zòtt (P.1842)
führt.
Dieser Pfad ist in ganz akzeptablem Zustand, und wer ihn mit offenen Augen begeht,
sollte ihn auch nicht verlieren. Er verläuft im wesentlichen auf dem Rücken
unmittelbar
nördlich der Rinne, die sich in der Landeskarte auffällig von Zòtt
(P.1842)
nach
Nordwesten absenkt. Auch von oben kommend lässt sich der Pfad einigermassen
gut
ausmachen. Sporadische Reste eines Wegtrassees führen weiter nach P.1976,
wo
die Verbindung mit dem Val d'Orgnana hergestellt wird.
Von den Hütten der Alpe Cansgell holt man etwas nach Westen aus, und steigt auf
die über den Hütten stehende Anhöhe mit zwei markanten aufgeschichteten Steintürmen.
Hier beginnt der nur mässig ausgeprägte Pfad nach Alpe di Sgióf. Auf
der Anhöhe östlich der Gebäude trifft man sodann auf den offiziell markierten
Wanderweg von Ganne über Piano del Vald - Sgióf - Motarüch - Corte di Starlaresc
zum Passo Deva. Der in der Landeskarte verzeichnete direktere Pfad von den Gebäuden
in Sgióf über P.1816 gegen Motarüch ist nur noch spoaradisch vorhanden, weist
aber
verblasste
weiss-rot-weisse Markierungen auf. Weitere Informationen zur Zone um Corte di
Starlaresc findet man beim Val Verzasca. Geht
man
von
den
Hütten
in
Sgióf
nach
Westen
gegen
P.1845,
so wird der aufmerksame Berggänger auf die Reste des Wegtrassees aufmerksam,
das sich - mit alten verblassten Markierungen versehen - über Zott und die Hütte
in Fornee zum Pass da Nimi zieht, wo der Übergang ins Vallemaggia möglich
wird.

Alpe di Sgióf von Zòtt (P.1842), 10. Mai 2007
Foto: Christine Becker