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Valle di Corippo



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Wenig besuchtes Seitental des Val Verzasca. Eine Fahrstrasse führt bis ins Dorf Corippo.

Valle di Corippo
Valle di Corippo, 11.Oktober 2009


Von Corippo führt ein guter Pfad über Ruöra nach Monte del Corgell. In Ruöra gab es einst eine Abzweigung nach Croir, Details dazu fehlen bisher. Von Monte del Corgell existiert ein guter, nicht in der Landeskarte verzeichneter Zickzackpfad nach Piano di Cursgell und weiter gegen die Zone Piatta, wo man auf den nicht immer guten Pfad trifft, der von Garnasca zum Übergang P.1924 nahe der Mara führt, wo man ins Val d'Orgnana überwechseln kann.

Garnasca wird seinerseits üblicherweise von Ruöra via P.909 oder via Costa erreicht. Die Wege sind grossteils in eher gutem Zustand. Dies gilt auch für verschiedene in der Landeskarte eingetragene Verbindungspfade. P.855 von Costa, wo ein grosses aufgelassenes Rustico steht, bei dem offenbar in früheren Zeiten kein Besuch erwünscht war, wird auf dem verzeichneten Pfad erreicht, der sich allerdings in teilweise überwuchertem Zustand befindet. Die ebenfalls existierende Verbindung zu den Gebäuden ca 940m von Costa ist vegetationsfreier begehbar.

Costa
Costa, 11.Oktober 2009

Am letztgenannten Ort beginnt der gut erhaltene Pfad nach Rovasco, eine überraschend grosse und interessante Siedlung, die praktisch vollständig in Ruinen liegt. Der Pfad setzt sich zu den oberen Ruinen, ca 1090m, fort. Hier beginnt die alte, auf grossen Abschnitten noch erhaltene Verbindung nach Chignö: Während die ersten Meter im hohen Gras schwierig erkennbar sind, wird der Pfad bald besser und führt bis an den Rand des Tobels unmittelbar nördlich von Chignö, wo das weitere Wegtrassee von einem Erdrutsch verschüttet und keine Fortsetzung sichtbar ist. Man steigt weglos in den Grund des Tobels hinab, wobei man überraschend viel an Höhe preisgeben muss, um jenseits in eine auf der Landeskarte angedeutete Einbuchtung einzudringen. In ihr gewinnt man wiederum an Höhe, um vor der abschliessenden Wand nach links auf das nunmehr wieder vorhandene Wegtrassee einzuschwenken, das über eine Rampe die Ruinen von Chignö gewinnnt. Von hier führen Reste einer Weganlage mindestens 100 Höhenmeter über die gegen den Pizzo di Corbella führende Rippe hinauf. Über Ziel und weiteren Wegverlauf dieses Weges liegen bislang keine Informationen vor.

Rovasco
Rovasco, 11.Oktober 2009

Zur orografisch rechten Talflanke: Der viel begangene Wanderweg Corippo - Mergoscia streift den Talausgang. Von ihm zweigt in Liano ein Pfad nach Piano ab. Details dazu fehlen, doch setzte er sich früher bis zur Ruine ca 840m östlich von Orzino fort. Eine Verbindung bis Orzino selbst ist wahrscheinlich, aber nicht bestätigt. Ebenfalls wahrscheinlich, aber unbestätigt, ist eine Verbindung von Piano nach Motto del Laghetto, das heute meist von Bolla via Pianescio erreicht wird. Der Weiterweg vom Motto del Laghetto nach Porchesio im Valle di Mergoscia ist teilweise von der Vegetation bedrängt, er ist oft kaum ausgeprägt, aber mit orangen Markierungen versehen.

Von P.747 in Costa führt ein Pfad auf die andere Talseite nach Orzino hinüber. Auch von hier aus kann man auf Resten eines alten Pfades nach Porchesio gelangen: Man geht dazu waagrecht auf einem recht gut erhaltenen Pfad bis zur Wasserfassung im ersten Tobel und überquert den dortigen Bach, was nicht ganz einfach ist (II). Jenseits findet man wenige Wegreste, aber viele Markierungen in diversen Farben vor, die über den unschwierigen mit Buchen bestandenen Rücken ansteigen, welcher auf ca 1320m an die Pfadspur Motto del Laghetto - Porchesio anstösst.

Von Orzino führt ein nicht immer ausgeprägter, aber noch erkennbarer Pfad zu den Ruinen von Bosco, in einem dunklen Buchenwald gelegen. Er führt von hier - nun deutlicher erkennbar - zur Verzweigung bei ca 1090m weiter: Beide Pfade führten einst nach Chignö. Der südliche via P.1147 und Sprüch, wozu keine Details bekannt sind. Der andere absteigend ins Tobel hinab und durch das jenseits einmündende andere Tobel weglos wieder hinauf, bis rechts eine schöne Treppe aus ihm herausleitet. Danach existierten offenbar einst zwei Varianten; beide sind heute nicht mehr gut erkennbar, doch bietet der nicht besonders steile Buchenwald ohnehin kaum Schwierigkeiten, um auf beliebiger Route nach Chignö zu gelangen.

Mara
Mara mit Monte del Corgell, von Borzasca di sopra, 24.Oktober 2009

Es ist anzunehmen, dass im gesamten Tal noch weitere Wege existierten, insbesondere Möglichkeiten um zum Passo del Lupo oder zur Bocchetta d'Orgnana und damit ins Val Grande zu gelangen. Informationen dazu fehlen komplett, es ist jedenfalls damit zu rechnen, dass die Vegetation auf diesen potentiellen Routen erhebliche Widerstände leisten wird. Indessen ist bekannt, dass schon auf schwieriger Route via P.1707 zu P.2036 der Mara aufgestiegen wurde.

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