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Val
Cramosino |
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Wenig
besuchtes, landschaftlich sehr beeindruckendes Seitental der Leventina.

Val Cramosino (von Sobrio), 26.September 2010
Der interessante Talweg führt von Giornico an Catto vorbei in recht guter Qualität
die orografisch linke Flanke des Tales
bis Cagnago hinauf. Bei der Wegkehre ca 950m zweigt der alte Pfad zur Ruine von
Cavalóch, ca 1120m, ab. Er ist in schlechtem Zustand und die Querung des Rinnensystems,
das von Afata herabkommt nicht ganz trivial. Hat man die letzte Rinne auf nunmehr
gut sichtbarem Weg überschritten, steigt man durch einfachen Laubwald direkt
weglos zur Ruine auf ca 1120m hinauf. Früher setzte sich der Pfad zu den Ruinen
von Laresc fort, er ist heute verschwunden: Man steigt über den Rücken mit der
Ruine von Cavalóch bis auf 1170m hinauf und beginnt dann eine stark ansteigende Traverse
gegen
das trennende Tobel. Die Höhenkurve 1280m erreicht, hält man die Traverse
sehr viel flacher und gelangt über eine abweisend aussehende Rampe zu einer
Abfolge von abschüssigen Grasbändern, die den Durchschlupf ins Tobel ermöglichen. Jenseits
erreicht man deutlich einfacheres Gelände und steigt zur grossen Weidemauer und
den etwas höher gelegenen Ruinen von Laresc hinauf. Der Weiterweg von Laresc
nach Gualdo am Hüttenweg von Afata ist einfach, Details siehe beim Val
Fòuda.
(Sentiero
Cramosino ca 950m - Cavaloch
- Laresc - Gualdo, 2:30, T5+)
Zurück zum Talweg:
Kurz
vor
Cagnago
zweigt
-
bei
den
Ruinen
von
P.1205
- nach rechts der abschnittsweise exponierte und nicht überall sichtbare Pfad
ab,
der
zur
Capanna
d'Afata führt, und den Übergang ins Val Fòuda vermittelt.
Man sollte ihn aufmerksam begehen, um keine Kehre zu verpassen. In Cagnago zweigt
ein mässig guter Pfad nach links ab, überquert
auf eindrücklicher Brücke die Cramosina und gelangt nach Pozzöu,
von wo man nach Faidàl oder auf neu hergerichtetem Pfad zur Alpe Fòpp weitergehen
kann.
Der Talweg wird nach Cagnago etwas schlechter, ist aber weiterhin gut
erkennbar. Man erreicht Pian Tigiasc, wo ein Pfad nach Sprüch abzweigt.
Der von Sprüch nach Alpe Fòpp führende Pfad wird von den örtlichen Jägern
offen gehalten, ist jedoch nur in Richtung Fòpp - Sprüch offensichtlich und gut
begehbar. In der Gegenrichtung stösst man auf Orientierungsschwierigkeiten, diese
Problematik
verschärft sich durch verschiedene Gassen mit Schnittspuren, die allesamt in
den
unübersichtlichen Erlenzonen von Mött di Giopp und Cröusa enden. Man konsultiere
vor einer Begehung daher unbedingt die neueste Ausgabe der LK, wo die Route als
unterbrochene Pfadspur wieder eingetragen ist und begehe sie mit viel Aufmerksamkeit.
In
Sprüch
zweigt
ferner
ein
altes
Wegtrassee
ab, welches in Kehren gegen P.1975 führt, hierzu fehlen Informationen.

Zone Cröusa mit Sentiero Sprüch - Alpe Fòpp, 26.September 2010
Von Pian Tigiasc folgt man dem schlechten, von viel Vegetation überwucherten
Pfad nach Bosco d'Aüt. Dort existiert eine Abzweigung zu
den Cascine d'Afata im Val Fòuda. Sie ist
jedoch schwierig aufzuspüren, die Pfadspur in bescheidenem
Zustand und führt abschnittsweise durch Erlenfluren, allerdings wurde die Route
2010 etwas gesäubert.
Von
der
Ruine
in
Bosco
d'Aüt
geht man auf kaum mehr sichtbaren
Pfad durch hohe Vegetation weiter über Piano della Chiesa zu den Ruinen
von Miligòrn, die in sehr eindrücklicher Lage unter den Wänden der
Madom Gröss und des Pizzo Cramosino liegen.
Von Miligòrn gelangt man einfach und auf offensichtlicher Route in die
Bassa di Partüs (P.2411), die einen bequemen Übergang ins Val Nèdro bietet; indessen ist die Orientierung für
Begehungen
in der Gegenrichtung nicht ganz einfach.
Auch
ist
es
scheinbar
möglich
auf alten Pfadspuren von Miligòrn über den Sasso della Campagna in den
Sattel zwischen Fòpp und P.2309 zu gelangen. Von dort senkt sich auf
der Südseite des Fòpp ein recht guter Pfad zu P.1988 ab, von wo
wiederum die Alpe Fòpp oder Pescim im Val Nèdro
erreicht werden kann.
Ferner kann man vom Piano della Chiesa ohne Probleme auf den Pizzo di
Mezzodì steigen, der den Übergang zur Capanna
Cognora und ins Val Vegornèss
vermittelt.

Talschluss Val Cramosino, Pizzo Cramosino, Madom Gröss, von Mött di Giopp, 26.September
2010