 |
Val
Gamba |
|
alpi-ticinesi.ch > ticino > valli > gamba
Wenig
besuchter Oberlauf des separat beschriebenen Val
de Montogn, das
seinerseits ein Seitental der Mesolcina darstellt.
Es wird hier gemeinsam mit dem Val de Campel beschrieben. Eine 16km lange Fahrstrasse
führt von Cabbiolo bis zur Alp de Montogn.
Sie ist mit einem Fahrverbot belegt. Auf telefonische Anfrage erteilt
jedoch die Gemeindeverwaltung Lostallo eine Durchfahrtserlaubnis.

Val Gamba vom Piz de Campel, 18.August 2007
Von der Alp de Montogn führt der gute Pfad hinunter zur Brücke, wo der
Talweg des Val de Campel abzweigt. Der Weg des Val Gamba führt weiter
zur Brücke P.1325, wo rechts ein Alternativpfad von der Alp de Montogn
einmündet. Der Pfad im Talgrund setzt sich, nicht immer gut
ersichtlich, über Gamba in Fora nach Gamba
in Dent fort. Auf halber
Strecke zwischen den beiden letztgenannten kann man zum Tobel, das bei
P.1537 ausmündet, hinaufsteigen. Am Nordrand desselben findet sich ein Pfad,
der
wenig ins das Tobel eindringt, dieses quert, und über den Rücken mit
P.1537 zur Hütte der Alp de Setag (bei P.1867) ansteigt.
Der Talweg setzt sich indessen in bescheidener Qualität nach Bondro
fort, wo man geradeaus auf Pfadfragmenten in die Bocchetta d'Egion
gelangt, wo sich weiter südöstlich auf 2200m der Übergang ins Val
d'Arbola befindet. Links gelangt man auf sichtbarem Pfad
durch
einige Erlen hindurch an die Stelle, wo die lange Querung des Pfades
hinüber zur Alp de Setag ansetzt. Von hier kann man weglos zum Rifugio auf der Alp
de Setaggiè gehen
und auf Pfadresten in die Forcola de Strem gelangen. Letztere war einst auch
durch eine Weganlage mit der Bocchetta
d'Egion verbunden, von der kaum mehr etwas übrig ist.

Alp de Setag, Alp de Setaggiè von der Bocchetta d'Egion, 2.Juli 2010
Zum Talweg des Val de Campel: Wenig bevor man den Ri di Campel überschreitet,
passiert man die noch sichtbare Abzweigung des einstigen
Pfades zur früheren Alp Stabiuch (ca 1600m). Auf dem guten Talweg
erreicht man die Alp di Campel Bass. Dort wird er deutlich schlechter,
führt aber bis auf die Alp di Campel
Alt weiter. Auch auf der orografisch rechten
Seite des Ri di Campel ist eine Route bekannt; man findet dort noch einige Wegfragmente
und Schnittspuren. Diese Variante dient insbesondere bei Schneelage als Ausweichstrecke.
Der
Pass di Campel Alt gewährt einen sporadisch markierten
Übergang ins Val
de la
Forcola. Ein anderer
unterbrochener Pfad (der nicht identisch mit dem auf der Landeskarte
eingezeichneten Pfad zu P.2015 ist) führt von Campel Alt zur Senda de
Padion und über diese hinweg auf die Alpe Padion. Die Details der
Routenführung, besonders auch in Gegenrichtung, entnimmt man dem SAC-Clubführer.
Panorama vom Piz de Campel

Campel Alt, 5.Dezember 2003
Foto: Manuel Haas
Es ist möglich von Padion nach Setag zu traversieren. Die Route ist
jedoch lang, kompliziert und heikel: Zunächst muss das Tobel nördlich
von P.2213 auf 1870m Höhe durchquert werden. Jenseits hilft ein langes
geknotetes Drahtseil über eine 15m hohe Plattenwand hinauf. Danach
betritt man die grosse auf der Landeskarte gut erkennbare Rampe
nordwestlich von P.2213. Über diese steigt man auf gutem Gamspfad bis auf 2170m
hinauf, um dann eine ansteigende Traverse bis auf knapp 2300m auf den
Nordwestsporn von P.2481 auszuführen. Über den Sporn, später südlich
davon, erreicht man absteigend die Hütte von Setag bei P.1867.
Von den Pässen und Bergen im Grenzgrat zu Italien fällt der überaus
markante Pizzo Cavregasco auf, der vollständig
auf italienischem Boden steht.