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Val Ganan
 



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Steiles und kurzes Seitental des Val Calanca. Im oberen Teil traversiert der "Sentiero Alpino" hindurch. Bei P.2375 befindet sich das winzige Rifugio Ganan.

Bei der grossen Antenne am oberen Dorfrand von Rossa setzt der mit sporadischen weissen Strichen markierte Talweg ins Val Ganan an. Nach wenigen Metern passiert man die Abzweigung nach La Piotela, welche weiter ins Val de l'Ör führt. Etwas später folgt die Abzweigung nach links über den Rià di Ri nach Ri Dedent. Kurz darauf erreicht man die Gebäude von Ri Defora, wo der eher gute Talweg ins das eigentliche Tal hinein zu führen beginnt. Ab P.1560 bieten sich zwei verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten an:

Man kann dem überwachsenen Pfad weiter folgen, er führt nun sehr steil in genau östlicher Richtung den Hang hinauf, eine Jägerhütte links liegen lassend, bis unter die begrenzende Felswand. Dort beginnt die steigende Traversierung zu den Ruinen der Alpe de Ganan. Bei hoher Vegetation ist diese Route nicht einfach zu finden. Von der Alpe de Ganan steigt man weglos, aber ohne Probleme entweder zum Cascinel de Ciar oder zum Piz de Ganan hinauf. An beiden Örtlichkeiten trifft man auf den Sentiero Alpino. Der Piz de Ganan bildet den Übergang ins Val de l'Ör.

Blick ins Val Ganan
Blick ins Val Ganan, 18.Februar 2004
Foto: Manuel Haas

Von P.1560 kann man auch ins Bachbett des Rià di Ri hinabsteigen, um am nördlichen Ufer auf Pfadfragmenten bis vor einen Wasserfall des Talbaches weiterzugehen. Der Wasserfall versperrt jeden weiteren Durchgang. Ungefähr 50m vor dem Hindernis steigt man in nördlicher Richtung einen steilen Grashang (T5) bis unter eine überhängende Felswand hinauf. Ein unerwartetes und kühnes Felsband mit den Überresten der einstigen Weganlage überwindet in westlicher Richtung die überhängende Felsstufe (T6-). Man gelangt so auf eine steile Wiese; im darüberliegenden Nadelwald hält man sich auf Wegspuren steil halbrechts aufwärts, und erreicht in Kürze die Ruine der Alpe del Sentiero. Eine nicht einfach aufzufindende Route traversiert von hier über ein weiteres kühnes Band (siehe Foto) zur Alp de Ganan. Es ist indessen ratsamer, direkt nach Cascinel de Ciar weiterzugehen: Am oberen Ende der Wiese der Alpe del Sentiero findet sich eine gute, aber sehr steile Pfadspur mit roten Markierungen. Sie überwindet neben der Erlen- und Legföhrenflur auch verschiedene Felsbänder und gelangt schliesslich in freies Gelände südwestlich des Cascinel de Ciar. Von dort steigt man ohne weitere Hindernisse weglos zum Sentiero Alpino hinauf.

Alpe del Sentiero
Passage zwischen der Alpe del Sentiero und der Alp de Ganan, 21.August 2004
Foto: Manuel Haas

Von der Alpe del Sentiero ist es im übrigen auch möglich, durch viel Vegetation über den Piz del Romonton zum Fil de Ciar am Sentiero Alpino zu gelangen. Der Fil de Ciar bildet zusammen mit der anschliessenden Bocchetta de Büscenel, über welche der Sentiero Alpino führt, den Übergang ins benachbarte Val del Largé. Über den Pass de Ganan gelangt man problemlos in die Region der Alp de Pindeira in der Mesolcina.

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