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Val Lavizzara
 



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Es handelt sich um den bewohnten Oberlauf des Vallemaggia von Cavergno bis Fusio. Das Tal wird häufig besucht. Die folgenden Seitentäler sind separat beschrieben: Val Serenello, Val Cocco, Val Tomè, Val di Prato, Valle di Pertüs und Valle di Peccia. Ebenfalls separat beschrieben ist der als Val Sambuco bezeichnete Oberlauf des Tals. Von Broglio führt eine Fahrstrasse auf die Monti di Rima. Sie setzt sich, mit Fahrverbot belegt, bis auf die Alpe di Brünesc fort. Von Fontanalba führt eine andere, sehr schmale Strasse auf die Alpe Zaria. Sie ist ab Colla in schlechtem Zustand. Es empfiehlt sich, spätestens in der Kehre P.1751 zu parkieren.

Val Lavizzara
Val Lavizzara von Piano del Monte (di Sornico, P.1575), 19.Juli 2010

Die orografisch linke Talflanke von Cavergno bis Prato ist mit den Seitentälern behandelt. Von Prato ist eine Route durch den Bosco di Casa zu P.1787 und weiter auf den Pizzo Rüscada bekannt, Details fehlen. Von Sornico führt ein kaum mehr unterhaltener und allmählicher überwachsender Pfad nach Agrei di Fuori. Er weist allerdings interessante Kunstbauten auf und war einst offiziell markiert. Im oberen Drittel hält er sich nicht an die in der LK verzeichnete Linienführung (die aufgegeben wurde und zwischenzeitlich völlig verbuscht ist), sondern traversiert rund 60m tiefer entlang der Felsabbrüche von Partiera und mündet bei der aufgegebenen Seilbahnstation am unteren Rand der Wiese von Agrei di Fuori. Ein anderer Pfad, ebenfalls in eher bescheidenem Zustand, führt vom Friedhof in Sornico (P.759) über Bosco degli Agrei nach Agrei di Fuori: Auch hier stimmt die LK nicht mit den Realitäten überein. Der Pfad beginnt zwischen den zwei Gebäuden, die hinter dem Friedhof stehen. Anfänglich - bis zum einem Wasserreservoir in der Zone Passetto - ist er blau markiert, danach führt er wenig ausgeprägt auch durch eindrückliche Terrassen im Bosco degli Agrei und mündet schliesslich oberhalb von Pian Mosello in den von Peccia heraufkommenden, noch genutzten und gepflegten Pfad. Er führt zu einer Verzweigung auf ca 1150m, wo ein Holzwegweiser mit der Aufschrift "Agrello" rechts nach Agrei di Fuori weist. Links geht es zur eindrücklichen überwachsenen Ruinensiedlung von Agrei di Dentro, wo der Pfad sich erneut verzweigt: Links gelangt man auf vorzüglichem Pfad nach Piano del Monte (di Peccia, P.1321), das auch auf einem Pfad von Corsgell erreicht werden kann. Rechts führt der alte, stark verbuschte, aber mit verblassten offiziellen Markierungen versehene Pfad nach Agrei di Fuori. Links oberhalb des obersten Gebäudes in Agrei di Fuori findet man den Beginn des noch teilweise erhaltenen Pfades nach Piano del Monte (di Sornico, P.1575): Er führt stets über den Rücken und überwindet die verschiedenen Felsstufen in interessanter Routenführung. Man achte auf die vorhandenen Schnittspuren.

Agrei di Dentro
Agrei di Dentro, 19.Juli 2010

Die Alpe d'Arena wird heutzutage von Camblee auf offiziellem Wanderweg erreicht. Einst führte auch ein Pfad von Corsgell herauf, Details unbekannt. Auch von Piano del Monte (di Peccia, P.1321) führt eine Route nach Arena: Über den Rücken oberhalb Piano del Monte führt eine ausgeastete Spur; auf ca 1420m biegt sie gegen den Piano d'Arena ab. Man achte gut darauf die Schnittspuren im mühsamen Wald nicht zu verlieren. Nach P.1472 bessert die Spur allmählich zu einem guten Pfad, der nach Arena absteigt. In Arena führt der markierte Wanderweg weiter über Alpe Rüscada, Fornale di Rüscada zum Lago di Mognòla. Die Alpe Rüscada wurde früher auch auf einem direkten Pfad von Mogno durch die Costa di Rüscada erreicht, Details unbekannt. Der einstige Pfad von Rüscada zum Corte dello Zucchero ist noch teilweise vorhanden und ausgeastet, aber schwierig aufzufinden. Man ziehe ein historisches Exemplar der LK zurate.

Nördlich des Corte dello Zucchero sind die Alpen noch bewirtschaftet und die Pfade zumeist intakt oder zumindest erkennbar. Man orientiere sich an der LK. Über den Passo Campolungo gelangt man in die Leventina.

Wenden wir uns der orografisch rechten Flanke zu: Von Brontallo führt ein eher guter Weg über Tanèda nach Monte di Fuori, wo man ins Val Bavona gelangt. Von Brontallo wie auch von Menzonio leiten gute Pfade nach Scinghiöra. Hier gibt es eine bescheidene Fortsetzung durch den Bosco di Chiöll bis zum Rifugio Spulüi (P.1827). Man kann weglos nach Piètt hinaufsteigen, um die Alpe Paràula zu gewinnen, oder einer Pfadspur bis nach Cantone (P.2086) folgen.

Vallemaggia von Cantone
Vallemaggia von Cantone, 12.Oktober 2003
Foto: Manuel Haas

Zwischen Menzonio, den Monti di Rima und der Alpe di Brünesc findet sich ein recht ausgedehntes Wegenetz. Details sind der Landeskarte zu entnehmen. Die Pfade sind nicht überall in gutem Zustand.

Von Sornico führt ein akzeptabler Pfad über Cortaccio nach Verzetto, wo man der Fahrstrasse ein Stück weit folgt, und dann nach der Alpe di Brünesc (Corte Grande) abschwenkt. Von hier führt eine schwache, aber markierte Pfadspur bis auf die Bocchetta di Fiorasca, wo man das Val Bavona gewinnt. Campagna lässt sich problemlos weglos von Piatto erreichen. Von Campagna ist eine alte Verbindung über P.1946 mit der Alpe Sonadella (ca 1820m) im Valle di Peccia bekannt. Von Piano (di Sornico) oder auch von Teción existierten einst gute Pfad ins überraschend grosse Pianasc, das heutzutage einem Ruinendorf gleicht. Alle Pfade sind verfallen und zugewachsen. Der Weiterweg von Pianasc zum Pfad Baite - Cortino ist problemlos möglich (vereinzelt Schnittspuren). Von Peccia führen zwei verschiedene Pfade nach Monte dell'Ovi, wo es eine vorzügliche Fortsetzung über Baite nach Cortino gibt, und man somit die Alpe di Brünesc gewinnt. Weitere Hinweise zu dieser Zone finden sich beim Valle di Peccia.

Oberhalb Camblee finden sich in kühner Lage die Ruinen von P.1420 (früher: Corte di Fondo), von Corte Vecchio (früher: Corte di Mezzo) und P.1940 (Kote aufgegeben, ca 200m nordwestlich von P.1872; früher: Corte di Cima). Alte Karten verzeichnen Pfade von Corte del Piatto nach Corte di Cima und von Corte di Casa Nuova nach Corte Vecchio (Corte di Mezzo). Verbindungen aus dem Talgrund und ein Weiterweg nach Badolesc im Valle di Peccia sind bekannt, doch bedarf die gesamte Zone noch einer Detailrekognoszierung.

Zone Corte Vecchio
Die Zone von Corte Vecchio (vom Corte dello Zucchero), 19.Juli 2010

Von Mogno führen zwei verschiedene Pfadvarianten nach Röd, die südliche davon verfällt zusehends, der Anfang der nördlichen ist im Umfeld von Cròisa schwierig aufzufinden. Die einst offizielle Markierung Mogno Röd - Fusio ist aufgegeben. Bis zur Wasserfassung in Corte Aschièd wird die nördliche Variante jedoch von den Kraftwerken unterhalten. Kurz vor Röd stösst man auf den recht guten Pfad von Fusio. Erneut auf zwei nun bescheidenen Pfadvarianten gelangt man entweder via Piatto oder via I Valett nach Valetta (P.2178). Die südliche Variante ist die bessere. Über die Bocchetta Pisone kann man von Piatto weglos ins Valle di Peccia gelangen. - Im Bosco di Casa Nuovo zweigt vom Talweg ein recht guter Pfad ab, der nach Corte di Casa Nuova führt. Die Weiterwege nach Corte d'Alpigia oder nach Corte del Piatto sind in bescheidenem Zustand und müssen gesucht werden. Vom Corte del Piatto geht man weglos auf die Alpe d'Arpigia (P.2148) und zum Sentiero dei Vanisc weiter, wo man ins Valle di Peccia gelangt.

Von Fusio führt ein sehr guter Weg bis zu den Lawinenverbauungen in Schüisgian, von wo man weglos durch Vegetation zum Corte delle Zotte weitergehen kann. Hierher gelangt man auch auf einem akzeptablen Pfad von der Staumauer des Lago del Sambuco über Piatto (P.1817). Eine Verbindung mit dem Tal der Alpe di Röd ist bekannt, Details fehlen jedoch. Pfadspuren scheinen noch vorhanden zu sein.

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