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Val
Malvaglia |
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Sehr
langes und häufig besuchtes Seitental des Valle
di Blenio. Fahrstrassen
führen bis Cusiè (Foppa, ca 1710m) und Fontanè (Fahrverbot ab Dandrio).
Eine Seilbahn
führt nach Dagro, wo man im kaum empfehlenswerten Ostello auch Unterkunft findet.
In Dandrio befindet sich ein kleines empfehlenswertes Gasthaus, das indessen
keine
Unterkunft
bietet (2010 wegen Renovierung geschlossen).

Val Malvaglia von Muncréch, 12.September 2010
Die Talflanke nördlich und westlich des Orino ist ausgesprochen sanft
und von vielen Monti geprägt. Die Landeskarte liefert ein genaues
Abbild des vorhandenen dichten Wegenetzes. Schwierigkieten findet man
keine vor. Auf der Alpe
di Prou steht ein Rifugio.
Anders ist die Situation auf der gegenüberliegenden Talseite: Folgt man
der Talstrasse, so trifft man in Canè auf eine erste Abzweigung nach
rechts: Ein guter und interessanter Pfad führt hier nach Muncrèch
hinauf, von wo über Solgone auch ins Val
Pontirone weitergegangen werden kann. In Rasóira an der
Strasse im
Tal führt eine Abzweigung direkt zum südlichen Ende der Staumauer
hinauf. Durch einen Tunnel erreicht man den Eingang des separat
beschriebenen Val
Combra.
In Madra zweigt
das ebenfalls separat beschriebene Val Madra
ab.

Val Malvaglia, Becken der Alpe Giumello, vom Passo di Giumello, 11. Juli 2006
In Fontanè ob Dandrio führt ein mehrheitlich guter abzweigender Pfad in das Tal
der
Alpe
di Giumello hinauf. Er
führt über Soregn, wo eine Verbindung nach Piano di Pena besteht, auf
die schöne Alpe Piotta und von hier in einer Querung über hohen Abgründen mit
verschiedenen Wasserfällen zur
Alpe
di
Giumello.
Der
Weg auf der orografisch rechten Flanke setzt in Campéi an, um über
Piano di Pena ebenfalls bis auf die Alpe di Giumello zu führen. Von Piano di
Pena führt ein weiterer Pfad nach Passètt, er setzt sich in bescheidenerer Qualität
bis auf die Alpe Piotta fort. Von
der Alpe di Giumello kann man anfänglich einem verfallenen Wegtrassee folgen
um
später
weglos bis auf den
Passo
di
Giumello, der die Verbindung mit dem
Hintergrund des Val Calanca herstellt, zu gelangen.
Vom Strassenende in Foppa zweigt ein Alternativweg zum gewöhnlichen
Alp- und Hüttenweg zur Alpe
di Quarnéi nach rechts ab und führt in guter Qualität über Alpe delle Bolla
und
Alpe di Prato Rotondo nach Ürbell. Hier führen zwei verschiedene Pfade
zur Alpe Cardedo hinüber: Beide sind in rechtem guten Zustand. Eine
markierte Trittspur führt weiter zum Laghetto di Cardedo. Ein anderer
Pfad endet in Ör del Pizzo Nass.
Der Pfad zum Passo del Laghetto ist durchgehend in gutem Zustand. Ab dem
Spätherbst ist wegen Vereisung mit Schwierigkieten zu rechnen. Der Pass
vermittelt den Übergang ins benachbarte Val Soi
und ins Val
di Carassino.
Von der Passhöhe führt die blau markierte Via Malvaglia ohne Gletscherberührung
in gut zwei Stunden auf
den
Gipfel
der
Adula (T5+/III).
Von
Quarnéi
nach Westen führt eine markierte Trittspur bis auf den Gipfel der Cima
di Gana Bianca

Alta Val Malvaglia von Pianezza (Val Madra), 13.September 2010