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Val de la Molera |
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Steiles,
kurzes, sehr selten besuchtes Seitental der
Mesolcina. Eine
mit
Fahrverbot belegte Strasse führt von Santa Maria nach Scep.

Blick vom gleichnamigen Gipfel ins sehr steile Val de la Molera
Foto: Manuel Haas
Die Alp de Gimagn kennt zwei Zugänge: Der eine führt von Verdabbio via Fogolà,
die Senda (ein interessantes, ausgesetzes Band zwischen senkrechten Felsen
mit guter Weganlage)
und Mont Alt in durchweg guter Qualität bis zur Jägerhütte auf der Alp de Gimagn.
Diese Hütte steht nicht bei der in der Landeskarte verzeichneten Ruine,
sondern etwa 200 Meter weiter nordnordöstlich, ungefähr auf der Gemeindegrenze
Santa Maria/Verdabbio. Es ist nicht verständich, warum die Landeskarte die
gute Weganlage und die Jägerhütte nicht wiedergibt.
Ein weiterer Zugang, der insgesamt von bescheidenerer Qualität ist, hat
seinen Ausgangspunkt am Ende der Fahrstrasse bei Scep ob Santa Maria. Auf gutem
Pfad
gelangt man ins aussichtsreiche Cauriagn. Bei der oberen Hütte beginnt
eine gute Pfadspur, welche sich in kühner Routenführung durch die
Felswände des
Sasc Bgianch windet. Nach diesem Abschnitt folgt eine leicht fallende Traverse,
an deren Ende, bei ca 1560m, man auf eine Verzweigung trifft: Geradeaus geht
es mutmasslich nach Alp Cardinel und über die Bocca d'Vegeina ins Val Calanca. Rechts folgt ein steiler Abstieg bis etwas
oberhalb der Ruine P.1349, welche im Wald verborgen und vom Pfad nicht
sichtbar ist. In fallender Traverse erreicht man die vielen Ruinen der Alp
de Gimagn und kurz darauf die oben erwähnte Jägerhütte auf ca
1250m. In diesem Abschnitt vorhandenen Markierungen in Form von gelben Plastikbändern
ist zu misstrauen, sie weisen gelegentlich auf wenig ratsame Varianten.
Von der Jägerhütte führt ein zunächst guter Pfad gegen den Talhintergrund:
Nach Überquerung der dritten Rinne (vgl. Landeskarte) nimmt seine Qualität
ab und man trifft auf eine eher schlecht sichtbare Verzweigung: Rechts geht
es in kurzer absteigender Querung zu einem Sprügh. Nach dessen Passage verlieren
sich die Wegspuren und nur noch vereinzelte Schnittspuren leiten gegen
P.1120 am Ria de la Molera. Möglicherweise besteht von hier eine Verbindung
mit der Ruine von Arbea (ca
910m), welche einst auf einem Pfad von Sorte aus erreicht wurde.
Zurück zur Verzweigung nach der dritten Rinne: Links führt ein passabler Pfad
durch Blockgewirr und eine Mulde auf die felsige Rippe, welche vom Fil di Tensa
herabkommt und hinter welcher sich der Graben des Ria de la Molera befindet.
Der Pfad führt über die Rippe weiter bergauf, bis er bei ca 1320m gegen den
Ria de la Molera abgedrängt wird, wo sich erneut eine Verzweigung befindet:
Rechts führt eine drahtseilgesicherte Querung in wenigen Minuten zu P.1355,
wo kein Weiterkommen möglich erscheint. Links geht es über Treppenreste weiter
bergan. Die Pfadqualität wird bescheidener und man muss sich nun vermehrt an
den Schnittspuren an der Vegetation orientieren. Auf ca 1500m hilft ein neues
Drahtseil
um einen exponierten Vorsprung und man steht überraschend vor den weiten, aber
steilen Wiesen des oberen Val de la Molera. Für den Rückweg sollte man sich
diese Stelle gut einprägen. Über die Wiesen weiter aufsteigend, gelangt
man gegen P.2021 unter der senkrechten Südwand des Piz de Groven oder zu einem
Sattel am oberen Rand der eindrücklichen Felsfluchten des Val de Drenola.

Talschluss Val de la Molera (bei P.2021), mit Piz
de Groven, 16.März 2007
Das extrem wilde Val Drenola kannte einst einen Pfad von Drenola
durch den Bosch de Dosseda bis in den mittleren, etwas weniger steilen
Talteil (ca 1050m). Von hier ist ein Jägerpfad nach Bec del Mut bekannt.
Details fehlen bis anhin.