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Valle d'Osogna
 



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Langes, wenig besuchtes, im vorderen Teil von einer eindrücklichen Schlucht geprägtes Seitental der Riviera.

Man erreicht Pönt auf den in der Landeskarte eingezeichneten Pfaden. Hier gibt es eine relativ gute Abzweigung nach Monte Alto, von wo man auf verfallenem Pfad zur Alpe di Salosa d'Osogna (P.1737) oder entlang einer orangen Markierung auf die Cima Cioltro gelangen kann. Von Pönt durchschreitet man unter anderem auf langen Steintreppen die Schlucht der Nala und erreicht Scign, an dessen oberen Rand das nur mit Schlüssel zugängliche Rifugio Al Faggetto steht. Hier befindet sich eine Abzweigung über Monlòst nach Alpe Piancra, die von mir bisher noch nicht rekognosziert wurde. Von Alpe Piancra bestehen die kaum mehr vorhandenen Reste eines Pfades zur Alpe di Salosa d'Osogna (P.1737) und zum Sattel zwischen Stegnone und Mottone; das Gelände ist mühsam. Auch kann der Stegnone auf komplizierter, nicht ganz leichter Pfadspur überschritten werden. Vom genannten Sattel kann - wie auch vom Sattel bei der Alpe di Salosa d'Osogna - ins Valle di Cresciano abgestiegen werden. Die Querung von Piancra nach der Alpe Mottale ist kompliziert: Man versucht vom obersten Rand der Wiese von Piancra sich auf gleicher Höhe zwischen Felsbändern und Erlenfluren hindurchzuwinden (an einer bestimmten Stelle muss man etwa 50m aufsteigen, vgl. Landeskarte Blatt 276 von 1951), bis man allmählich auf den rasch besser werdenden Pfad stösst, der nach Mottale leitet. Steht man im Sattel südlich der Alpe Piancra (der seinerseits auf einem anderen Pfad von Piancra erreicht wird) steigt man wegen eines Tobels entweder zuerst etwa 15 Meter den Rücken des Mottale hinauf, um anschliessend in die Osogna-Flanke abzusteigen, oder man sucht etwas tiefer die alte Steintreppe, die einen Durchschlupf erlaubt.

Alpe Piviciou
Alpe Piviciou, 16.Oktober 2004
Foto: Moritz Vögeli

Auf dem Talweg wird Merisciolo erreicht. Dort befindet sich eine Abzweigung nach links: Jenseits der eindrücklichen Bogenbrücke über die Nala führt ein guter Pfad zur Alpe di Stabbiello hinauf und weiter über ein Felsband zur Alpe di Basso. Die Weiterwege aus dieser Zone Richtung Monti di Biasca sind beim Valle Santa Petronilla beschrieben. Kurz vor der Alpe di Stabiello zweigt ein guter Weg zur Alpe d'Otri ab, wo er sich einst verzweigte: Der auf alten Karten verzeichnete untere Pfad (Details fehlen) führte einst direkt zur Alpe di Tenc. Heute geht man auch mit dem Ziel Tenc über den oberen Pfad, der sich in akzeptabler Qualität - an den Ruinen von Larecc vorbei - zur Alpe di Pianvèdri und als verwachsene Spur weiter zur Alpe di Pivicióu fortsetzt. Von hier gelangt man auf dem sichtbaren Trassee des alten Pfades hinüber zur Alpe della Motta.

Am unteren Rand der Wiese von Alpe di Pianvèdri beginnt ein gepflegter Pfad, der zunächst rund 130 Meter steil absteigt, um dann über eine kühne Weganlage durch eine senkrechte Felswand hindurch die Alpe di Tenc zu erreichen. Ein zumeist guter Pfad setzt sich als Höhenweg bis auf die Alpe di Casnéd fort.

Talweg im Valle d'Osogna
Treppe am Talweg des Valle d'Osogna
Foto: Manuel Haas

Am Talweg zweigt in Piano di Mottale der neu hergerichtete steile Pfad zur Alpe di Mottale ab. Er setzt sich in sehr bescheidener Qualität bis zum Sattel P.2089 fort, von wo man ins Valle di Cresciano gelangt. Im Talgrund wird über die Alpe di Vóisc die Abzweigung des sehr guten Pfades zur Alpe di Casnéd erreicht. Man kann von dort auf eher gutem Pfad über die Alpe della Motta bis zum Passo del Mauro weitergehen, der den Übergang zur Capanna Cava und ins Val Pontirone erlaubt. Im Talgrund setzt sich der nun bescheidenere, aber noch erkennbare Weg über die Alpe Gösro bis auf die eindrückliche Alpe d'Örz fort. Dort bestehen vier Möglichkeiten: Links hinüber führt ein guter markierter Pfad zur Alpe della Motta. Geradeaus, auf Terrassen südlich des vorhandenen tiefen Tobels, gelangt man - nicht einfach - in die Bocchetta Alta. Diese vermittelt, wie die benachbarte Bocchetta di Pianca Geneura, in die eine gute und markierte Trittspur führt, den Übergang ins Val Calanca. Eine letzte Möglichkeit führt auf nur noch sporadisch vorhandenen Wegfragmenten, aber in leichtem Gelände, über Fornone zur Alpe Campedell (zwischen P.2414 und P.2506), wo man ins Valle di Cresciano eintritt. Von Fornone kann man auch - weitgehend weglos - in die Alpe di Baroce gelangen und zwischen Erlen hindurch zum Sattel P.2131 traversieren. Es ist anzunehmen, dass die Alpe di Baroce einst auch auf direktem Pfad vom Talgrund aus erreicht werden konnte, das Gelände ist aber heute stark verbuscht.

Brücke in Merisciolo
Brücke über die Nala in Merisciolo, 16.Oktober 2004
Foto: Moritz Vögeli
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