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Val d'Osura (Val d'Osola)
 



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Langes, recht häufig besuchtes rechtes Seitental des Val Verzasca. Lokal als Val d'Osola bezeichnet. Eine mit Fahrverbot versehene Fahrstrasse führt bis auf Höhe Daghéi di Là.

  Val d'Osura
  Val d'Osura von In Cima ai Sassi, 11.November 2010
Die Strasse und der Talweg sind offensichtlich, sie werden hier nicht beschrieben. Von Brione gelangt man auf einem Pfad mit einigen auf der Landeskarte eingezeichneten Varianten nach Tenc di fuori. Wenig vor Tenc passiert man die gute Abzweigung zur grossen Ruine von Corona (P.1532), eindrücklich über den hohen Wänden des Valegg di Costa Lunga gelegen.

Gasg wurde einst vom Wasserreservoir ob Brione via P.1132 erreicht, die Route bis P.1132 ist heutzutage stark überwachsen, besser geht man von Sasselli: Beim Gebäude P.1105 findet man ein erhaltenes Wegtrassee, welches sich kurz vor den Ruinen ca 1100m (LK: Gebäudesignatur) teilt, der untere Weg führt zu den Ruinen, der obere zu P.1132. Absteigend erreicht man den Grund des Tobels, welches von P.1537 herabkommt, und nach Brione hinunterstürzt, am Fuss einer hohen Felswand. Man steigt das Tobel etwa 20 Meter hinauf und findet so den gut erhaltenen Pfad, der durch einen steilen Buchenwald auf den Rücken von Gasg leitet. (Im Abstieg schwierig zu finden; Beginn des Pfades unterhalb der Heuseilverankerung, die sich unterhalb der Ruinen auf einem grossen Block befindet.) Von Gasg kann man über den Rücken nach Tenc di fuori weitergehen, dabei passiert man eine Eisenleiter und ein aussergewöhnliches, sehr exponiertes Band das im Wald unterhalb von Tenc di fuori mündet, ca 1490m, östlich P.1537. (Brione - Gasg - Tenc 3:00, T5)

Gasg  
Gasg, 27.Oktober 2010
 
 
In Tenc di fuori lässt sich ohne Probleme über den Rücken zu P.1858 weitergehen (Wegreste), um nach Piee del Rosso zu gelangen, das früher direkt von Gerra erreicht wurde: Verschiedene gute Pfade führen auch heute noch nach Pian di Mott und weiter bis Pianca. Oberhalb des obersten Gebäudes findet man im Buchenwald eine rote Markierung, die durch abschüssiges Gelände auf einen allmählich besser werdenden Pfad nach Vald di Balitt leitet (die Ruinen sind weit unterhalb, am einstigen direkten Zugang von Costa, Details fehlen). Von hier ist eine alte Verbindung nach Mött bekannt, Details fehlen ebenfalls. Der Pfad holt, wie in der Landeskarte vermerkt nach Norden aus, und erreicht durch überraschend steiles und felsiges Gelände hindurch die Höhenkurve 1500m, wo sich das Gelände etwas zurücklegt, aber der alte Pfad sehr undeutlich wird. Zunächst links (südlich) haltend, dann unter die Felswand auf 1600m hinauf, erreicht man eine kühne Treppenanlage, die durch die fast senkrechte Felsstufe durchlotst. Danach gelangt man in flacheres Gelände mit vielen unübersichtlichen Terrassen, die durch einzelne Felsstufen unterbrochen sind. Die grösste davon wird südlich (Treppe) umgangen und man erreicht Piee del Rosso. In der Gegenrichtung sehr schwierig zu finden.

Zurück nach Tenc di fuori: Der Hauptpfad führt nach Tenc di dentro weiter, wo sich eine Verzweigung befindet: Ein oberer Pfad verliert sich bei den Weiden um P.1645. Ein mittlerer führt anspruchsvoll durch abweisendes Gelände nach Darài (P.1776) und weiter durch die Pianca bis Pianello; er ist nicht überall offensichtlich und muss mit Vorsicht begangen werden (Tenc di fuori - Darài - Pianello 2:30, T6-). Der untere Pfad führt von Tenc di dentro nach Pian Löngh hinab, das auch von Bolastro weit nach Westen ausholend auf nicht überall deutlichem, aber in der aktuellen LK verzeichneten Pfad erreicht wird. Um zur bemerkenswerten Ruinensiedlung Costa di Löngh zu gelangen, wo sich einst viele Heuseile kreuzten, benutzt man einen anderen, sehr kühnen, mit vielen Kunstbauten versehenen Pfad, der auf dem Rücken mit dem Buchstaben "t" des Namens Bolastro ansetzt, anfänglich ausgesetzt einer Wasserleitung folgt, dann sich aber nach links durch die Felsen hinaufmüht (Bolastro - Costa di Löngh 1:00, T4+). Von der Costa di Löngh gelangt man schliesslich in Kürze waagrecht über ein altes Trassee zum in der LK verzeichneten Pfad (oder steigt steil direkt zu den Ruinen von Pian Löngh hinauf). Auch Pian Löngh und Darài waren einst durch einen Pfad verbunden, Details fehlen, vgl. jedoch SAC-Führer.

  Piee del Rosso
  Piee del Rosso, 19.Oktober 2009
Am Kreuz beim Strassenende in Daghéi di Là zweigt ein Pfad über Pianasc di fuori und Pianello zu den interessanten Ruinen der einstigen Alpe Lasca (nicht in der LK verzeichnet, ca 1540m) ab: Bis Pianello ist er offensichtlich und wird regelmässig benutzt. Auf dem Rücken oberhalb Pianello, ca 1400m, findet man das anfänglich gut erhaltene, später undeutlicher werdende Wegtrassee nach Lasca. In Lasca findet man diverse interessante Ruinen: Nebst dem an eine Felswand angebauten Alpgebäude, der in einer natürlichen Felsspalte befindliche Stall und der einstige Käsekeller unter einem grossen Block (heute primitives Rifugio). (Daghéi - Pianello - Lasca 1:30, T4-) In Pianello zweigt ferner der sehr schlechte Verbindungspfad nach Cortesell ab (siehe aktuelle LK) sowie der teilweise noch erhaltene Pfad durch die Pianca nach Darài (Beginn ebenfalls auf dem Rücken oberhalb Pianello, vgl. auch oben). Schliesslich existiert ein waagrechtes Wegtrassee zu den nicht verzeichneten Ruinen von Froda. Pianello wird aber auch direkt von Daghéi di dentro über einen gepflegten Pfad erreicht, der bei der Kehre ca 1270m in die Hauptvariante via Pianasc di fuori einmündet. Zurück in den Talgrund: Nach der Brücke beim Strassenende zweigt ein anderer eher guter Pfad ab, der via Cortesell auf die Alpe Montaresc leitet. In Cortesell zweigt der zunächst gut sichtbare Pfad Richtung Pianello ab: Nach Passage der von P.2152 herabkommenden Rinne und der anschliessenden interessanten Treppe findet man eine Verzweigung: Links aufwärts geht es - recht gut erhalten - nach Lasca, geradeaus in sehr schlechter Qualität und undeutlich nach Pianello. (Daghéi - Cortesell - Lasca 1:30, T4-) Der Alpweg Montaresc verzweigt sich bei der Ruine von Corte dei Barbüi, die sich - entgegen der LK - auf ca 1930m befindet. Links geht es nach Corte der Cola (2069m, in der LK irrtümlich als Corte dei Barbüi bezeichnet), rechts nach Corte di Gemogna, und auf Trittspuren in die Ciòssa, die den Übergang ins Val Redòrta erlaubt, oder entlang von Markierungen auf den Gipfel der Rasiva. Schliesslich befinden sich im Graben des Valegg dal Pianasc, bei der Kote 1624m, die Ruinen von Corte di Froda, Details dazu fehlen bisher.

Tenc  
Tenc von Darài, 13.November 2011
 
 
Im Talgrund bei der Brücke vor Vald kann man auf den alten orografisch linken Pfad einbiegen, der bei Medéi den Talboden verlässt und Corte Montaresc (P.1627) erreicht. Ein guter Pfad führt von hier nach P.1671 hinüber, von wo man ohne störende Vegetation problemlos zur Ruine von Corte dei Barbüi (ca 1930m) aufsteigen kann. Von Corte der Cola (P.2069) führen die Reste eines alten Weges zu P.2196 und - kaum mehr sichtbar - zum Corte del Sambuco, wo sich bei P.1895 das Rifugio Sambuco befindet. Die darüberliegende Bocchetta di Mügàia ist auf Pfadspuren erreichbar, und erlaubt den Wechsel ins Val Redòrta. Ein kürzerer, wegloser, aber leichter Übergang ("Bocchetta del Crestòm", 698.860/132.850), näher an der Rasiva gelegen, ist indessen bekannt.

Um ins Val Tomè zu gelangen, muss man die Bocchetta di Tomè (P.2368) überschreiten, was nicht gerade einfach ist. Alternativ kann man den Monte Zucchero überschreiten. Details können dem SAC-Clubführer entnommen werden. Der wieder neu hergerichtete, aber nur mit alten verblassten Markierungen versehene Pfad über den Passo del Cocco, erlaubt einen raschen Übergang ins Val Cocco. Die Westflanke des Pizzo del Cocco lässt sich bei der Höhenkurve 2100m relativ problemlos traversieren, und stellt so eine Verbindung des Rifugio Sambuco mit der Bocchetta Canòva dar, die den Übergang ins Valle di Giumaglio vermittelt. Nicht viel einfacher ist es, von der Capanna Osola einem neu hergerichteten Pfad zu folgen, der beim Zusammenfluss der beiden von Canòva herabfliessenden Bäche beginnt, und nach Corte del Fornée ansteigt. Im weiteren Verlauf muss dann weglos durch mühsame Alpenrosen aufgestiegen werden. Auch waren scheinbar Corte del Fornée und Corte di Canòva einst durch einen Pfad verbunden, von dem indessen kaum mehr etwas übrig ist.

  Lasca
  Lasca, 29.Oktober 2010
Am Talweg, dort wo der Bach vom Pizzo Muretto herabkommt, zweigt ein verfallener Pfad nach links ab, der nach Cort di Starlarisc führt, das in ausgedehnten Erlenfluren liegt. Der Pfad hat eine Fortsetzung in die Flanke von Varaditt, nähere Details fehlen bisher. Von der Brücke in Bolastro kann man zu den westlichsten Ruinen von Resòra gehen, wo die Reste eines Pfades über die Ruine von Foschèll (verzeichnet) zur Alpe Fontana (ex-P.1227, trotz intaktem Stall seit Jahren nicht mehr verzeichnet) ansetzen. Über die Verbindung nach Cröis (P.1238, in der LK irrtümlich Fontana genannt) fehlen Details, immerhin ist der Weganfang auf einen Rücken hinauf noch vorhanden. Vom Stall in Fontana gelangt man faktisch weglos zum Ruinenplatz der Alpe Fornaa (P.1424), wo nur noch einige Grundmauern stehen. Es ist möglich von hier via ein grosses Sprügh, genannt Camana, ca 1900m, auf den Poncione Piancascia zu steigen, Details fehlen.

In Piee, Fraktion von Brione, zweigt eine kurze Fahrstrasse von der Verzasca-Strasse ab, die südlich der Osura bis Sgerbi führt. Dort schwenkt man auf einen eher guten Pfad ein, der in gleichbleibender Qualität bis auf die Alpe Scimarmòta (P.1837) führt. Im weiteren Verlauf wird er etwas undeutlich, und man erreicht die eindrücklich zwischen den Felsen angelegten Hütten von Scimarmòta di sopra (P.2064). Eine schwache Pfadspur führt von hier über die Wasserscheide zur Alpe Masnee, die bereits im Val Brusada - einem Quelltal des Valle del Salto - liegt. Es ist indessen auch möglich den Grat zwischen P.2182 und P.2137 zu überschreiten und jenseits ohne grössere Probleme ins Val di Foo - dem anderen Quelltal des Valle del Salto - zu gelangen. Auf halber Strecke zwischen Sgerbi und Sparvé zweigt ferner ein Pfad ab, der über Vald dei Togni und Vald dei Bionda zum schon erwähnten Cröis (LK irrtümlich Fontana) führt. Er scheint in akzeptablem Zustand zu sein. Einst gab es auch einen direkten Verbindungspfad von Vald dei Togni nach Alpe Scimarmòta, Details fehlen bisher.

Südlich von Brione, gegen die Zone Sciüpa hin, existiert ein dichtes, grossteils heute noch erhaltenes Wegenetz. Die meisten Wege sind mit allmählich verblassenden gelben Markierungen versehen. Im Detail: Von Piee gelangt man über Vald dei Bisi und Sciüpada in zwei verschiedenen Varianten nach Sparvé. (Der Wegbeginn ist allerdings auf der Fahrstrasse Piee - Sgerbi rund 200m weiter westlich, als auf der Landeskarte angegeben und nicht identisch mit dem Zugang nach Pianèsc.) Von Vald dei Bisi führt ein guter Weg direkt zu P.891 hinauf und weiter nach Vald dei Marzorini oder Sparvé. Von der Kehre südlich oberhalb Sparvé (ca 1070m) führt ein guter Pfad direkt nach Vald dei Marzorini. Wenig vor dem Ziel teilt er sich in zwei verschiedene Äste auf, die zu den oberen (P.1129) und unteren (ca 1080m) Hütten führen. Beim Weidemäuerchen am Waldrand oberhalb P.1129 beginnt ein gut erhaltener Pfad nach Secia, das auch auf einem anderen Pfad direkt vom unteren Stafel, ca 1020m, erreichbar ist. Der letztgenannte Pfad ist in deutlich schlechterem Zustand, und führt zum Schluss über eine abgerutschte Stelle mit morscher "Brücke" (T5-). Es ist wahrscheinlich, dass es von Secia einst eine Fortsetzung in die Madee mit den P.1456 und 1659 gab, Details fehlen bisher.

Tenc  
Poncione della Marcia von Tenc di Dentro, 19.Oktober 2009
 
 
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