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Val di Prato |
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Langes,
häufig besuchtes Seitental des Val Lavizzara.
Eine mit Fahrverbot belegte Strasse führt von Prato über die Monti di
Predee bis zur Brücke P.1162 in Schièd. Das Seitental Valle
di Pertüs ist zusammen mit dem Tal des Ri di Larecc separat
beschrieben.

Val di Prato: Pizzo Barone, Pizzo di Scinghign, 24.Juli 2010
Die Talstrasse und der anschliessende Pfad zur Capanna
Sovèltra sind offensichtlich.
Hier werden nur die Nebenrouten beschrieben: Entweder bei der ersten oder bei
der letzten Häusergruppe von Faèd
zweigen
Pfadspuren ab, die sich auf 1050m wieder vereinigen. Danach dringt die hier
recht ausgeprägte Spur
in ein Tobel ein, wo das Wasser für Faèd gefasst wird. Anschliessend
wird sie
mangels Begehung markant schlechter und verliert sich schliesslich völlig.
Umfangreiche Reste von Kunstbauten (Treppen) helfen bei der Wegsuche, insbesondere
am Anfang
und erneut oberhalb von 1300m. Schliesslich erreicht man die verstreuten
Ruinen von Chiepi, wo beim noch teilweise intakten Stall die Reste des noch leidlich
gepflegten
Pfades
von
Corsgell
einmünden.
Ebenfalls rechts dieses Stalles beginnt die ausgeastete, aber wenig evidente
Spur zu den oberen Ruinen von Chiepi (P.1528).

Der Stall von Chiepi, 24.Juli 2010
Am
Ende
der
Talstrasse
führt
ein guter Pfad über Öir bis zum grossen Rustico auf ca 1240m. Undeutlich setzt
er sich ins überwachsene Corsgell fort,
das
früher
auch
direkt
von
der
Brücke
P.1001 in Monti di Predee erreicht wurde. Dieser direkte Pfad ist aber offensichtlich
nicht
mehr vorhanden. In Corsgell besteht zwar auch heute noch eine Wegfortsetzung
nach Chiepi, doch ist diese nur schwach ausgeprägt und ohne Ortskenntnis
sehr schwierig aufzufinden: Beim obersten verfallenden Gebäude von Corsgell,
ca 1310m, traversiert man schwach aufsteigend links über alte Terrassen. Die
Richtung ungefähr beibehaltend, ab ca 1340m nicht weiter aufsteigend, erreicht
man eine
schwache Spur mit einzelnen Schnittspuren, im Sommer unter hohem Gras und Farn
verborgen,
die anfänglich etwas absteigend, dann waagrecht in das Tobel des Ri della Lüinascia
hineintraversiert (Drahtseil). Jenseits steigt man auf ausgeasteter Route durch
die Erlenvegetation an, um ein allmählich etwas deutlich werdendes Trassee zu
erreichen, das - auch mit kurzen Gegenabstiegen - zum Stall von Chiepi leitet.
Hilfreich bei dieser Route sind - nebst den Schnittspuren - an den Bäumen
angebrachte diskrete Markierungen in Form von Einkerbungen.
Bei der obersten Hütte von Corsgell, ca 1310m, erblickt das geübte
Auge an einer
wenig höher stehenden Birke eine verblasste rosarote Markierung. Es handelt
sich dabei um den Beginn der Route über Spalüü nach
Campèia (P.1777).
Im
Sommer erschwert die hier intensiv spriessende Vegetation (Farn, Erlen, Haselnüsse)
ein effizientes Fortkommen. Man muss sich - so gut es geht
- irgendwie bis zum ehemaligen Stall von Spalüü, ca 1420m, hindurchschlagen;
dabei
vermittelt
das
nur
sporadisch
noch
vorhandene
Wegtrassee jedoch nicht immer den besten Durchschlupf. Beim Stall trifft man
erstmals
auf
alte
Schnittspuren und verblasste weisse und blaue Markierungen, die in nordwestlicher
Richtung
auf den über dem Stall stehenden Rücken leiten, wo das Gelände
deutlich offener
wird. Ab hier bis nach Campéia ist
die Route überraschenderweise gepflegt und
rosarot markiert, was den Verdacht stützt, dass die Jäger möglicherweise
von
Schièd
über das Rustico P.1227 aufsteigen. (Wer die Route im Abstieg begeht, der
suche den Beginn der Route südlich der Hütte von Campéia; sie
verläuft über die
auf der LK gut sichtbare rampenartige Rinne und weist anfangs nur sehr wenige
Markierungen und Schnittspuren auf.) Man verlässt Campéia über
einen Treppenrest
oberhalb durch mässig steiles Gelände und folgt dem Geländerücken
bis auf 1940m,
wo
man
auf
das eher deutliche Wegtrassee
trifft, das unterhalb der geschlossenen Jägerhütte P.1997 hindurch,
bis zum Corte
Grande der Alpe di Fontana führt.

Madàs, Corona di Redòrta von Chiepi, 24.Juli 2010
Wenig nach der Kapelle vor der Schlucht Le Scalate zweigt rechts ein
guter Pfad ab, der auf die Alpe Campala und nach Cascina Nuova führt,
das auch auf gutem Weg von der Capanna Sovèltra erreicht wird. In
Cascina Nuova zweigt der äusserst bescheidene, von vielen Alpenrosen
überwucherte, einstige Pfad zur Ruine von Pianconi ab. Dort kann man
nach Larecc weitergehen, was beim Valle di
Pertüs beschrieben ist. Von Cascina Nuova erreicht man auf gutem
und markierten Pfad die Ruinen von Pianca Vecchia (P.1827), wo erneut
eine mühsame Verbindung mit Pianconi möglich ist. Links hinauf kommt
man auf guten Pfadspuren zur interessanten Steintreppe, welche den
Durchgang nach Scinghino erlaubt. Markierungen und schwache Pfadspuren
setzen sich bis auf die Bocchetta della Campala fort, die den Übergang
ins Val
Vegornèss
erlaubt.
Bei der Brücke P.1458 über den Ri della Valle di Prato leitet ein eher
guter Pfad nach Corte di Fondo, wo der markierte Wanderweg von der Capanna
Sovèltra einmündet, bis nach Corte Grande der Alpe di Fontana. Gute markierte
Pfadspuren setzen sich über Piatto bis
auf den Passo Fornale fort, wo
der Übergang ins obere Val
Lavizzara möglich wird. Beim Corte Grande mündet von links die weiter oben
beschriebene Route über Campéia (P.1777) ein.
Nach der Capanna Sovèltra führen links Pfadspuren zu den verschiedenen
Hütten in Piano sopra, Fracce, Sasso Rosso, Corte Tencia und Cima la
Motta hinauf. Mühsam und weglos lässt sich von dort die Bocchetta di
Croslina gewinnen, die den Übergang ins Val
Piumogna vermittelt. Ein anderer Pfad führt von der Capanna über
Sovèltra (P.1618), Corte Nuovo (P.1789) und an Cort
Mezz (ca 1890m)
vorbei nach Pradòi, von wo sich eine markierte Trittspur in die Gann da
Pioda Rossa fortsetzt. Die Markierung führt bis auf den Gipfel des
Pizzo Campo Tencia, man kann aber auch den Passo Sovèltra Nord (P.2874)
überschreiten, um ins Val Chironico zu
gelangen.
Ferner kann Corte Nuovo auch auf einem
Alternativpfad östlich des Ri della Valle di Prato erreicht werden.