 |
Val Verzasca |
|
alpi-ticinesi.ch > ticino > valli > verzasca
Langes
Haupttal zum Lago Maggiore. Im Sommer - hauptsächlich im Talgrund - sehr
stark besucht. Die Seitentäler Val della Porta,
Val Carecchio, Val
Pincascia, Val d'Agro, Val Mött, Val
d'Efra, Val Vegornèss, Val Redòrta, Val d'Osura,
Valle del Cansgell, Val
d'Orgnana, Val di Corippo, Valle di Mergoscia und Val
Resa sind separat beschrieben.
Oberhalb San Bartolomeo befinden sich eine Reihe noch genutzter Monti. Die Landeskarte
liefert nur eine erste Übersicht über das bestehende Wegenetz. Von
Gana existiert ein guter Pfad nach Cortoi. Er mündet bei 1130m in den von
Cortoi
nach
Alpe Viciüm führenden Weg, wo auch die Reste einer direkten Weganlage
von Cornöv (LK: Corte Nuovo) einmünden.
Von
Collo
und
Cöll
führten
einst
Pfade nach Ör und
weiter nach Rancone. Von Collo und Gana ebensolche nach Corte da Cane. Sie werden
nur noch schwach frequentiert,
werden aber noch gepflegt: Von Cöll oder Collo geht man - weitgehend weglos
-
in
die Zone Tronscia, wo man unter den senkrechten Felsfluchten das nach
Ör und Rancone führende Weglein entdeckt. Von Gana geht man auf den
Weg nach Collo, bis er zu fallen beginnt, und setzt die waagrechte Traverse auf
zumeist
ausgeprägtem Pfad fort, passiert den Ruinenplatz Paradis (oder Bedeglia
genannt)
und
gelangt
schliesslich
nach
Corte
da Cane. Noch vor Paradis münden zwei direkte Varianten von Collo ein. Von
der
Costapiana
führte
einst ein direkter Pfad durch
das
Valle del Molino nach
Odro: Bei der Kehre ca 940m des Wanderweges Vogorno - Bardughè geht man
zunächst
waagrecht nach Osten in den Wald hinein, und trifft auf einen teilweise recht
augeprägten Pfad der auf die Kuppe ca 1000m führt, hinter welcher sich
das Valle
del
Molino befindet. Etwas höher beginnt das ausgeprägte, nur teilweise
ausgeastete Wegtrassee, das schwach ansteigend einen Ruinenplatz im Valle del
Molino erreicht,
ca 1060m.
Schnittspuren führen von hier westlich des Riale del Molino bis auf die
freien
Flächen östlich Pioda. Über ein Bändersystem kann man - nicht
ganz einfach -
zum Riale hinabsteigen und ihn unter dem unteren von zwei Heuseilen überqueren.
Jenseits über Treppenreste hinauf, um in Kürze die Weidekuppe
ca
1290m
oberhalb des Agriturismo
von
Odro zu erreichen. Der
von
der
Costapiana
unterhalb
P.853
ins
Valle
del Molino führende Pfad setzt sich bis Stavello fort. Er ist nicht einfach
zu begehen: Auf etwa 800m tritt man mit Hilfe von Mauern, Tacche und einigen
Kletterschritten
(III-) in den Talgrund des Valle del Molino. Die nächste Stufe wird ganz
links
im
Bachbett
überwunden (II/III, je nach Wasserstand). Danach verlässt man das Bachbett
sofort und steigt am südlichen Rand der nach Osten hinaufführenden
Rinne (in
der LK gut erkennbar) entlang, bis man auf einen Pfad trifft, der über ein
schmales
Band die südliche Begrenzungsrippe erklimmt. Man folgt ihr bis man in einfaches
Gelände gelangt, und traversiert auf schwachen Wegresten nach Stavello hinauf.
(Costapiana - Stavello, 1:30, T5+/III).
Die östlich des Hauptweges nach Odro beschriebenen
Pfade sind beim Val
della
Porta erwähnt.
Von Sambugaro führen recht gute Pfad hinauf in die beiden noch genutzten Monti
Vesügn
und
Dügn, die auch durch einen Verbindungspfad via Costa miteinander verbunden
sind. Früher gab es auch einen Pfad von Sambugaro via Orto delle Vacche nach
Dügn, Details fehlen. Von Dügn setzt sich der Pfad in bescheidener Qualität über
P.1181 zum Rücken vor dem Pru di Pisciora fort (ca 1230m, alter Heubock). Etwas
weiter oben weist ein Steinmann auf den Beginn des einstigen Verbindungspfades
nach Valdell hin. Aufgrund der Vegetation und von Lawinenschäden ist seine Begehung
jedoch nur noch sehr bedingt ratsam. Stattdessen kann man - ebenfalls mit einigen
erlenbedingten Mühen verbunden - gegen P.1357 steigen, wo man in die Medee di
Föpia gelangt.

Dügn, 18.Oktober 2009
Revöira wird auf zwei verschiedenen, in der Landeskarte verezeichneten Pfaden
von Sambugaro erreicht, die sich beide im guten Zustand befinden. Der Zugang
von Aquina via Scanduraschia ist ebenfalls noch vorhanden, aber weniger ausgeprägt.
Von Revöira führt ein guter Pfad hinüber nach Casa di Dentro, wo sich interessante
Gebäude befinden, und schliesslich hinab nach Motta. In der Zone Piantagione
dei Valdell existiert ein ganzes Wegenetz, das heute nicht mehr gepflegt wird
und allmählich verfällt. Es wurde einst zur Wiederaufforstung angelegt. Vom
einstigen Verbindungspfad nach Mondina existieren nur wenige Reste. Von Revöira
geht man auf gutem Pfad, an der Abzweigung zum TV-Masten (P.1121) vorbei, nach
Valdell (P.1245). Über mehrheitlich offenes Gelände erreicht man P.1357, wo
sich der Einstieg in die Medee di Föpia befindet. Diese Wildheuerflanke wurde
in früherer Zeit bis unter den Gipfel der Föpia hinauf intensiv genutzt. Man
findet daher an diversen Stellen Spuren menschlichen Wirkens (Heuseile, Heuböcke). Die
einfachste Route führt durch das auffällige Couloir hinauf, welches bei ca 1850m
auf dem Südwestgrat der Föpia endet. (Von hier sind Querungen
gegen Rozzera möglich.) Man quert auf Grasbändern in die Wandmitte zurück,
und steigt durch Couloirs auf den Ostgrat der Föpia aus. - Auf ca 1500m ermöglicht
eine lange Querung auf abschüssigen Grasbändern zu P.1530 zu gelangen,
wo
ein
Weglein
beginnt, das nach Rozzera hinabführt.
Von Brione und von Motta führen Pfade mit diversen Varianten nach Rozzera hinauf,
vgl. Landeskarte. Der Pfad von Motta ist weniger gebräuchlich und teilweise von
der Vegetation beeinträchtigt. Im oberen Teil führt er durch wildes Gelände,
fixe Seile und Tacche helfen durch die Steilstufen. Beim obersten noch genutzten
Gebäude in Rozzera beginnt der interessante Pfad, welcher durch das Valegg della
Rozzera zum
Rifugio
Scorpion (nähe P.1707) hinaufführt. Wegspuren und Farbmarkierungen
führen weiter zu P.1860 und in einer langen Traverse unter die Südwand des Poncione
d'Alnasca.
Von hier kann man - entlang diverser Seile - anspruchsvoll durch das Valegg del
Pian zu P.2106 hinaufsteigen, wo man das Val d'Agro erreicht.
Oder aber - sehr anspruchsvoll und heikel - über äusserst abschüssige und exponierte
Grasbänder
zur
Alpe
Agazzoi
(P.1733)
traversieren.

Föpia vom Rifugio Scorpion (P.1707)
Von Brione-Piee erreicht man auf unmarkiertem, aber eher gutem Pfad durch das
wilde Valegg di Gann, wo einige Ketten vorhanden sind, Piano
del Vald. Hier trifft man auf den offiziell markierten Wanderweg von Ganne über
Alpe di Sgióf und Corte di Starlaresc auf den Passo Deva. Ein etwas besserer,
aber unmarkierter Pfad führt via Matar nach Alpe di Sgióf, es sollte sich dabei
um den einstigen Viehweg handeln. Dieser Pfad steigt nach Matar rund 60 Meter
in den Grund eines Tobels ab. Dort befindet sich eine Verzweigung: Nach rechts
führt ein sehr ruppiger und steiler, aber interessanter Pfad direkt nach Corte
di
Starlaresc am
Lago
del Starlaresc di Sgiòf. Von hier führen verschiedene Pfade, siehe Landeskarte,
auf
den Passo Deva, die Grathöhe respektive die Cima del Masnee. Ein weiterer Pfad
führt auf die Motte Belle und setzt sich bis zum Sattel P.2013 über der Alpe
Scimarmota fort, nach welcher aber kein Abstieg möglich sein dürfte.
Von Frasco führt eine asphaltierte, mit Fahrverbot versehene Strasse
nach Monte Valdo. Gute Wege führen von hier nach Vèld und über Cazzài
bis Corte di sopra. Motóm wird über einen bescheidenen Pfad über den
Rücken, auf dem es liegt, sowohl von unten als auch von oben erreicht.
Von Gerra (Verzasca) leitet ein guter Weg über Vèld und Conscina nach
Corte di sopra, wo er sich als Pfadspur bis auf den Gipfel des Poncione
della Marcia fortsetzt. Der Pfad Gerra/Croce - Vèld wird nicht mehr benutzt,
er verfällt zusehends und ist nicht mehr gut erkennbar. Die
Erreichbarkeit
der
weiter
südlich
gelegenen
Monti (Mött, Vald di Balitt, Pianca und Piee dell'Oga) ist teilweise beim benachbarten
Val d'Osura beschrieben oder nicht bekannt.

Poncione d'Alnasca und Föpia
von Piano del Vald, 9. Mai 2007
Auf der orografisch rechten Talseite befinden sich zwischen Lavertezzo und Corippo
einige aufgegebene Monti im steilen Gelände. Diese Zone wird sehr selten
besucht:
Von der Ponte dei Salti in Lavertezzo führt ein nicht besonders ausgeprägter
Pfad wie in der LK vermerkt zum Rustico in Mött Coa. Östlich liegt
der Graben
des Valegióm, der mit Hilfe alter Seilreste gequert werden kann. Setzt
man die Querung fort (nur sporadisch Wegreste), so gelangt man zu den Ruinen
von
Bianco, die auch von der Ponte dei Salti über Crona erreicht werden können.
Auf
der weiteren Traversierung sind nun wieder regelmässig Reste der einstigen
Weganlage
vorhanden. Über P.849 traversiert man auf der Höhenkurve 840m nach
Croi, wobei der ausgesetzte Durchschlupf bei der Koordinate 123000 nicht verpasst
werden
darf (Weg vorhanden). Von Croi steigt man in das südseits gelegene Tobel
hinab,
durch welches die Gemeindegrenze Lavertezzo/Corippo verläuft und trifft
auf einen
recht guten Pfad durch eine fast senkrechte Wand, der bald in etwas
einfacheres
Gelände leitet. Dort wird der Pfad allerdings undeutlich. Schliesslich gelangt
man
waagrecht nach Ruöra ob Corippo. Bei der Begehung in Gegenrichtung stösst
man
vermehrt auf Orientierungsschwierigkeiten.

Winziges Hüttlein in Bianco, 26.Oktober 2010