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Cima
Pedùm,
2111m |
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Ungewöhnlich wilder, zerrissener Felsgipfel
im Zentrum des Nationalparks. Erstbesteigung durch Carlo Sutermeister und
Enrico Weiss zusammen mit dem Führer Giacomo Benzi von Cicogna am 21.
Juli 1882. Die vielen turmartigen Nebengipfel und die allseits abfallenden
tobelartigen
Täler
verleihen dem Berg ein ernsthaftes Ambiente. Man unterscheidet folgende Erhebungen:
Östlich des Hauptgipfels der Cima Pedùm befindet sich der
Mittelgipfel, die Cima Centrale del Pedùm (ca 2100m). Es
folgen in gleicher Richtung die Cima Est del Pedùm (Ostgipfel, ca
2100m), die Bastione del Pedùm und der tiefe Einschnitt der Forcella
di Val Cavrì, gefolgt vom
separaten Gipfel der Cima di Campo (P.2053). Im Anschluss folgt der
Einschnitt der Forcella di Ghina mit der darauf folgenden Corona di Ghina.
(Die Forcella di Ghina ist nicht identisch mit P.1893.) Unmittelbar westlich
des Hauptgipfels steht der Torre Liquefatta, südlich gefolgt vom
markanten Picco del Pedùm. Weiter westlich folgt hingegen der Colle
della Lontananza und die Scoglio del Pedùm (2028m).
In manchen Quellen wird die Scoglio del Pedùm mit P.1869 gleich
gesetzt, was aber nicht korrekt ist. P.1869 wird korrekterweise als Corno
del Pedùm bezeichnet. Dahinter bricht das sehr zerklüftete
Gelände nach Ganna Grossa (1484m) ab. Nordwestlich des Hauptgipfels
findet sich der Torre della Desolazione (ca 2100m) und
nordöstlich die Cima Oscura (2093m).
Pedùm-Massiv von Nordost
Foto: Ferruccio
Rossi

Foto: Ferruccio
Rossi

Cima Pedùm, Torre Liquefatta,
Colle della Lontananza, Scoglio del Pedùm, 11. Februar 2006
Foto: Ferruccio Rossi
Vom Rifugio Bocchetta di
Campo lässt sich der Hauptgipfel wie folgt erreichen: Man steigt auf
einem Pfad gegen Südwesten bis zur Quelle des Rifugio Bocchetta di Campo.
Von hier verfolgt man weiter den Pfad, der an den Fuss der Nordwand des Gipfels
führt.
Man geht an der Mündung des von der Hütte aus gut sichtbaren Couloirs
vorbei.
20m später steigt man über eine exponierte felsige Stufe (II-) in die
Wand ein, und gelangt auf einem Pfad durch Alpenrosen sehr steil in den Sattel
zwischen
dem nordöstlichen Vorgipfel Cima Oscura und dem Ostgipfel (Cima Est del
Pedùm).
Von hier ab begeht man ein sehr ausgesetztes Band, das Ost- und Mittelgipfel
traversiert
und sich anschliessend steil in eine Scharte 20m unter dem Hauptgipfel hinaufschwingt.
Von der Scharte über den Grat hinauf. T5+,
1:00 vom Rifugio Bocchetta di
Campo.
Die Cima Oscura, der Ostgipfel und die Bastione del Pedùm
sind
vom Sattel am Beginn des Bandes an
der Route des Hauptgipfels aus
ohne grössere Probleme erreichbar. Der Mittelgipfel ist in nicht ganz einfacher
Kletterei
(III+)
von
der Scharte 20m unterhalb des Hauptgipfels zu ersteigen. Der
Torre
Desolazione
lässt
sich
absteigenderweise
vom Hauptgipfel erreichen (II). Die
Cima
di
Campo kann ohne alpine Schwierigkeiten von der Forcella di Ghina erreicht werden.
Zu
den übrigen
allesamt schwierigen Vorgipfeln
liegen
aktuell keine gesicherten Besteigungsinformationen vor. Ivan Guerini bestieg
einen Teil
der
vorgelagerten
Türme in den 1970er
Jahren.

Scoglio del Pedùm, Colle della Lontananza, Cima Pedùm (davor: Picco
del Pedùm), Bastione del Pedùm,
Forcella di Val
Caurì, Cima di Campo, Forcella di Ghina, Corona di Ghina, 27. April
2005