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Alpi di Vogogna
 



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Am 20.Mai 2009 bzw. 7.Juni 2010 in entgegengesetzer Richtung begangene Route. Bis Alpe Sui recht steile Route, danach legt sich das Gelände zurück. Diese Route ist keinesfalls eine einfache Wanderung, sondern eine alpine Route. Abschnittsweise wird der Wegverlauf durch die Vegetation bedrängt. Die Region ist ausserordentlich wasserarm.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

In Vogogna halten die Regionalzüge Domodossola - Milano und Domodossola - Novara. Ferner bestehen einige günstige Busverbindungen Domodossola - Vogogna.

Valle d'Ossola (von Alpe Sui)
Valle d'Ossola und Lago Maggiore von Alpe Sui, 19.Mai 2009


1. Etappe: Vogogna - Genestredo - Alpe Pianoni - Alpe Sui (T4-; 1:00)

Links des Visconti-Schlosses in Vogogna steigt man auf einer Mulattiera, auf der ein Sentiero Natura nach La Rocca verläuft, nach Genestredo und zum oberhalb gelegenen Parkplatz auf. Kurz der Asphaltstrasse folgend steigt man vor einem gepflegten Anwesen auf die bergseitige Begrenzungsmauer oberhalb des Anwesens und folgt ihr. So gelangt man auf einen ruppigen, steilen Pfad, der im oberen Teil mit Dutzenden von kleinen Schildchen mit weisen Sprüchen versehen ist, der zum Gebäude von La Cà, ca 560m, führt. Am oberen Rand der Wiese von La Cà trifft man auf eine verblasste offizielle und deutlichere rote Markierungen in Form eines Dreiecks. Sie führen auf einen nicht immer deutlichen Pfad, der die Kapelle auf 610m und die verschiedenen Stafel der Alp um P.697 herum passiert. Schliesslich erreicht man die Ruinen der Alpe Pianoni. Im Wald oberhalb der Ruinen findet man verschiedene wegweisende rote Aufschriften. Man folgt derjenigen Richtung Alpe Sui und gelangt auf einen anfänglich eher deutlichen Pfad mit wenigen verblassten Markierungen, dessen Qualität aber rasch nachlässt. Weiter oben wird es schwieriger, dem einstigen Pfad treu zu bleiben, man achte auf Schnittspuren. Im Abstieg ist dieser Abschnitt sehr schwierig aufzufinden, es ist dann besser nach Capraga (statt Pianoni) abzusteigen, was bei der separaten Route Vogogna - Alpe Corone beschrieben ist. Schliesslich werden die Ruinen der Alpe Sui erreicht, die aussichtsreich auf dem Südwestrücken der La Colmetta liegen. In Alpe Sui ist kein Wasser verfügbar.

Alpe Pianoni
Alpe Pianoni, 7.Juni 2010


2. Etappe: Alpe Sui - Alpe Cortona - Alpe Ciapeu - Alpe Morgagno (T4; 2:30)

Von Alpe Sui folgt man zunächst den roten Wegmarkierungen, die von Capraga heraufkommen und zum Pizzo Lacina weiterführen. Bei 1280m ignoriert man den nach rechts Richtung Alpe Corone wegführenden deutlichen Weg und bleibt der Markierung auf dem Rücken nach La Colmetta treu. Auf 1400m nimmt man links der Route eine alte rot-gelb-rote Markierung mit gelber Pfeilspitze wahr. Die offizielle Wanderroute zum Pizzo Lacina verlassend, folgt man dieser alten Markierung um einen Felsvorsprung herum, trifft auf Mauer- und Treppenreste und findet weitere alte Wegmarkierungen. Sie leiten abwärts zu einem annähernd waagrechten Wegtrassee, das grossteils noch recht gut erhalten ist. Es führt in langer Querung ohne besondere Schwierigkeiten zu den Ruinen der Alpe Cortona, 1396m, die unter einer grossen, eindrücklichen Buche liegen. Auch in Alpe Cortona ist kein Wasser verfügbar.

Man verlässt die nunmehr nach Alpe Marona hinabführende alte Wanderwegmarkierung und steigt über Lichtungen in der Erlenvegetation nordostwärts zu einer weiteren Ruine an. Von hier an ist zunächst kein weiterer Wegverlauf sichtbar. Man steigt daher weglos bis auf eine Höhe von ca 1450m, wo man in einer waagrechten Querung zum Tobel, das vom Pizzo Lacina herabkommt (meist kein Wasser), Reste der alten Weganlage wiederfinden sollte. Jenseits des Tobels ist eine mit Buchen bestandene steile Rampe zwischen den Felsen sichtbar, über die der weitere Aufstieg erfolgt. Beim Zugang zur Rampe und auf der Rampe selbst entdeckt man Reste von Kunstbauten. Oben angekommen traversiert man nun etwas aufsteigend in das unmittelbar vor der Alpe Morgagno liegende Tobel hinein. Jenseits leitet ein natürliches Felsband mit Wegspuren aus ihm wieder heraus. Über den anschliessenden Grashang mit diverser Vegetation kann man zu den Ruinen der Alpe Morgagno traversieren, oder - weniger mühsam - direkt auf den oberhalb befindlichen Rücken steigen, über den die offizielle Wanderwegmarkierung Prata - Pizzo Lacina verläuft. Man erreicht diese Markierung in der Regel unweit der Ruinen der Alpe Ciapeu, 1587m und ca 1560m, die man zwischen den Erlen besuchen kann. Entlang des Wanderweges steigt man in Kürze zu den Ruinen der Alpe Morgagno, 1471m, ab. Weder in Alpe Ciapeu noch in Alpe Morgagno ist Wasser verfügbar.

Alpe Morgagno
Alpe Morgagno, 20.Mai 2009

3. Etappe: Alpe Morgagno - Alpe Loro - Alpe Vaudo (T4; 1:00)

Vom Wegweiser auf der Alpe Morgagno geht man waagrecht nach Nordosten in die Erlenvegetation hinein und trifft zuerst auf Schnittspuren, dann auf ein allmählich besser werdendes Wegtrassee. Vor einer Rinne mündet zuerst von oben ein Wegtrassee (von Alpe Ciapeu, völlig überwachsen), dann von unten ein anderes (nach Alpe Vaudo). Man überquert die manchmal wasserführende Rinne, umgeht einige Erlen und steht unvermittelt vor den Ruinen von Alpe Loro, 1481m.

Über die Rinne zurückkehrend, schwenkt man nun in das oben erwähnte, abwärts führende Wegtrasee ein, das gegen Südwesten zieht und auf ca 1430m eine nicht verzeichnete Ruine erreicht. Man wechselt die Richtung und steigt gegen Norden auf nicht immer gut sichtbarem Weg weiter ab. Nachdem man eine Rinne durchquert hat, erreicht man einen steilen Rücken. Man folgt dem Rücken geradewegs bergab und trifft alsbald auf ein noch recht gut erhaltenes Trassee, das sich in vielen Kehren steil zu den Ruinen der Alpe Vaudo, 1201m, absenkt.

Alpe Vaudo
Alpe Vaudo, 20.Mai 2009


4. Etappe: Alpe Vaudo - Alpe Prasain (T5; 1:30)

Von den Ruinen von Vaudo kann man versuchen den von Ferruccio Rossi beschriebenen Weg durch den Passo della Lociascia zu finden. Alternativ geht man von den Ruinen waagrecht durch nicht immer einfaches Gelände zu P.1179, wo man auf den markierten Wanderweg Prata - Pizzo Lacina trifft. Vom Weg Vaudo - P.1179, der auf der alten Landeskarte eingezeichnet ist, findet man nur sehr sporadisch letzte Reste. Etwas oberhalb von P.1179 steht ein Wegweiser, man kann von hier auch auf markiertem Wanderweg über Alpe Ciresola nach Alpe Marona gehen und via Alpe Cremosina nach Capraga zurückkehren oder nach Vogogna absteigen.

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