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Am
15.August 2006 stiegen Stefan Kaufmann und seine Begleitung von In la Piana über
den Passo Biordo nach Orcesco. Seine Erkenntnisse - nebst Ergänzungen des
Autors dieser Website - sind an dieser Stelle veröffentlicht:
Der Weg folgt ziemlich genau dem Verlauf, welcher auf der Landeskarte eingezeichnet
ist. Die Route erfordert Orientierungsvermögen, bietet aber keine technischen
Schwierigkeiten.
Aus
gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und
psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende
Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel
an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner
Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!
Anreise
In
la Piana lässt sich auf vielen verschiedenen Routen erreichen.
Am einfachsten auf einem der guten Wanderwege von Premosello über
die Colma oder aus dem Val
Loana über die Alpe Scaredi oder
die Bocchetta di Vald. Alternativ und anspruchsvoll auch durch die Schlucht von
Ponte Casletto oder über die Bocchetta
di Valfredda von Nibbio nebst einer Reihe von vielen anderen Möglichkeiten,
die hier nicht erwähnt werden.

Blick von Vald di sopra zur Alpe Biordo, 25.Januar 2006
1. Etappe: In la Piana - Passo Biordo (T4+;
5:00)
Von In la Piana folgt
man dem gut ausgebauten Weg Richtung Alpe Vald di sopra. Bevor der Weg den
Rio Biordo überquert um danach nach der Alpe
Vald di sopra anzusteigen, folgt man deutlichen Wegspuren Richtung Alpe
Vald di sotto auf der orografisch rechten Seite des Tals. Schnittspuren
führen weiter nahe entlang des Flusses, wobei man
die Alpe Vald di sotto links liegen lässt. Auf ca 1250m wird der Fluss
bei der Einmündung des Seitenbaches von der Costa Nera überquert
(Steinmännchen).
Danach folgt man Wegspuren bzw. Schnittspuren am orographisch linken Ufer des
Flusses. Die Wegspuren verlaufen recht hoch über dem Flussbett. Vereinzelt
stösst man auf Überreste alter Wegbefestigungen. Auf ca 1450m beginnt
sich der Wald zu lichten. Drei schwach sichtbare braunrote Pfeile an drei Bäumen
weisen den Weg leicht gegen den Rio Biordo absteigend weiter talaufwärts.
Man erreicht offeneres Gelände mit üppiger Vegetation (Farne u.ä.).
Man geht horizontal weiter über offenes
Gelände und gelangt an das flache Flussbett, welches man über
Steinplatten ungefähr in der Falllinie der Alpe Biordo überquert
(Steinmännchen). Nun auf oder neben dem Weg durch sehr üppige Vegetation
(Farne, Blacken, Brennnesseln) steil ansteigend zur Alpe Biordo. Das am
besten erhaltene Gebäude der Alpsiedlung bietet notfalls eine spartanische
Unterkunft für
2-3 Personen.
Danach auf Wegspuren weiter Richtung Passo Biordo. Zwei Bachrinnen im
Norden der Alpe Biordo werden auf noch gut erhaltener Weganlage (teilweise
durch Erlenbewuchs
bedrängt) gequert. Dann ohne Orientierungsschwierigkeiten teilweise weglos über
die ehemaligen Alpweiden zum Passo Biordo. Hier besteht die Möglichkeit,
den Monte Togano zu besteigen
oder zur Alpe Muschia weiterzugehen.

Alpe Biordo von Alpe Muschia, 26.Oktober 2008
2. Etappe: Passo Biordo - Orcesco (T3;
3:00)
Vom
Passo Biordo auf deutlichem Weg absteigend nach der Alpe Fornale und weiter
Richtung Alpe Miucca. 20 Minuten nach Alpe Fornale zweigt rechts ein
ausgeschnittener Weg ab, der absteigend direkt Richtung Campra führt. Ca
100 m vor dem Rio Antoliva stösst man auf den Weg,
welcher von Alpe Miucca nach Campra führt. Nun auf gutem Weg ohne
Schwierigkeiten über
Campra und La Motta nach Orcesco.
Alternativ verfolgt man den Weg von Fornale bis nach Miucca, und folgt
dann einem guten, blau markierten Pfad durch den Bosco Curbello nach Dalovio
und zur Stazione Coimo (T3, 2:30).
Bei einer Plattform auf 1370m im Bosco Curbello kann man auch gegen Nordnordwesten
abzweigen und entlang von grünen
Markierungen,
viele Überreste einstiger Köhlereri passierend, zu P.933 am verfallenen
Pfad Fronti - Dalovio gelangen. Die Überschreitung des Tobels nach Fronti
ist mühsam und nicht einfach. Von Fronti führt schlussendlich ein guter
Pfad zur Stazione Marone. (Passo Biordo - Stazione Marone T4+,
3:30). Die Landeskarte stellt die Wegesituation im Bosco Curbello nicht
überall korrekt
dar.