www.alpi-ticinesi.ch
Bocchetta del Bosco
 



alpi-ticinesi.ch > val grande > escursioni > alta val grande > bocchetta del bosco


Am 27.September 2008 begangene Route. Man beachte auch die separat beschriebene Valfredda-Route, die in Teilen identisch mit dieser Route ist. Im Abschnitt Stazione Valfredda - Alpe Serena ist der alte Pfad noch ausserordentlich gut erhalten, dennoch sind einige nicht ganz einfache Kletterstellen zu überwinden, da die alten hängenden Stege eingestürzt sind.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

Die Höhle der Arca, wo man übernachten kann, wird auf dem Schluchtweg in 2:30 ab Orfalecchio erreicht.


1. Etappe: Arca - Lancone di Valfredda (T4+; 2:00)


Von der Arca folgt man längere Zeit dem separat beschriebenen Schluchtweg. Nach der Querung von La Valletta überschreitet man - wie dort beschrieben - einen Rücken und steigt etwa 80m ab. Man befindet sich nun nur wenige Meter über dem Rio Valgrande. Der Pfad wird noch etwas weiterverfolgt, man überquert eine Rinne und steigt durch steilen Wald und einige leichte Felsen zum Rio Valgrande hinab, der sofort überquert wird. Ohne Schwierigkeiten folgt man dem orografisch rechten Ufer des Rio und überquert die Flussschlaufe unmittelbar vor der Einmündung des Rio Valfredda in einer Doppelquerung zum eingerichteten Biwakplatz des Lancone di Valfredda, 761m.

Lancone di Valfredda
Rückblick zum Rio Valgrande, Nähe Lancone di Valfredda, 27. September 2008


2. Etappe: Lancone di Valfredda - Stazione Valfredda (T5+; 1:30)


Vom Lancone di Valfredda steigt man zunächst orografisch rechts des Rio Valfredda bis zu einer schluchtartigen Engstelle mit haushohen Blöcken. In der Mitte zwischen den Blöcken klettert man hindurch (II) und erreicht wieder einfacheres Gelände. Dem Bachbett folgend oder entlang des nördlichen Ufers (wo sich eine Ruine und Wegreste befinden) weiter aufsteigend erreicht man einen von links herabstürzenden, nicht besonders markanten Wasserfall. Es ist wichtig, diesen Wasserfall korrekt als den Rio Valfredda zu identifizieren. Bei der geradeaus führenden Rinne, die bei der Vereinigung das Haupttal zu sein scheint, handelt es sich in Tat und Wahrheit um ein Sekundärtobel, das in der Nähe der Cima Loviga kulminiert. Dennoch steigt man - auch in Ermangelung anderer Möglichkeiten - zunächst durch das Sekundärtobel an. Sobald gut möglich (die erste Möglichkeit endet unter einer senkrechten Felsstufe), verlässt man es nach links, um über einen anfänglich sehr steilen, aber bewaldeten Hang (T5+) den Rücken zwischen dem Sekundärtobel und dem eigentlichen Val Fredda zu gewinnen. Über den Rücken steigt man auf den noch sichtbaren Resten eines Weges in Kehren weiter auf und erreicht in Kürze die Stazione Valfredda, die Ruinen eines grossen Holzumschlagplatzes und Holzfällersiedlung, ca 1120m.

Stazione Valfredda
Stazione Valfredda, 27.September 2008


3. Etappe: Stazione Valfredda - Bocchetta del Bosco - Alpe Serena (T4+/III-; 2:30)


Von den Ruinen der Stazione steigt man in den darüber gelegenen Wald Bosco Grande und findet das noch gut erhaltene Wegtrassee, das in grosszügigen Kehren und mit orangen Punkten versehen
Höhe gewinnt. Merkwürdigerweise endet die Markierung einige Meter unterhalb der Bocchetta, man traversiert unter dem felsigen Kamm etwas gegen Südwesten und trifft nach wenigen Minuten auf den Übergang der Bocchetta del Bosco, 1465m.

Bocchetta del Bosco
Auf der Bocchetta del Bosco, 27. September 2008

Von der Bocchetta folgt man einer kurzen Treppe abwärts, passiert eine ausgesetzte Stelle mit Resten von Eisenstangen und gelangt auf das einwandfrei erhaltene und sehr breite Wegtrassee, welches in der Flanke allmählich an Höhe gewinnt. Auf halber Strecke zwischen den Punkten 1465 und 1427 gelangt man indessen in nicht einfache felsige Passagen. Die dort einst befindlichen hängenden Stege (pontì) sind eingestürzt. Man folgt dennoch exakt dem einstigen Wegverlauf, dabei überwindet man mehrfach Kletterstellen im II.Grad (eine Stelle III-, auch mühsam oberhalb umgehbar). Sobald man P.1427 hinter sich gelassen hat, gelangt man in einen hochstämmigen Buchenwald und folgt dem nun wieder einwandfreien Trassee. An manchen Stellen ist gar noch die einstige Pflasterung des Weges erkennbar. Auf der Wiese von Alpe Serena angelangt, verläuft sich die Weganlage und man geht ohne Weg zu den Ruinen der Alpgebäude, von wo aus man in je 1:00 auf dem offiziellen Wanderweg zur Colma di Premosello oder nach Alpe Val Gabbio gelangt. Wer in umgekehrter Richtung unterwegs ist, der suche den Wegbeginn in Serena wenig oberhalb der Vereinigung der verschiedenen Wasserläufe, die den Rio Serena bilden (Steinmänner).

Wegverlauf
Wegverlauf vor P.1427, 27.September 2008

Download als PDF

Weitere Fotografien

Zurück