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Alpe Büsen
 



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Am 20.April 2007 begangene Route. Die Ruinen von Büsen liegen in aussichtsreicher Lage unterhalb merkwürdiger Felsformationen am Südwestgrat des Pizzo Marona. Ein Besuch ist lohnend, aber eher aufwändig. Eine Begehung in umgekehrter Richtung birgt orientierungstechnische Probleme.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

Den Ausgangspunkt, den Grund des Val Marona, ca 960m, erreicht man auf dem offiziell markierten Wanderweg von Cicogna über Tregagno und Teggia (T4, 2:00) oder von Pian Cavallone über die nicht in der Landeskarte verzeichneten Ruinen von La Pascola (1387m) und La Soliva (T4, 2:15).

Felsszenerie in Büsen
Felsszenerie in Büsen, 20.April 2007


1. Etappe: Val Marona - Rosciola - Büsen (T5; 1:30)

Vom Grund des Val Marona, ca 960m, etwas unterhalb der Stelle, wo der markierte Wanderweg den nicht immer wasserführenden Rio Marona überquert, steigt man gegen Norden eine steile Schutthalde hinauf, und trifft in Kürze auf die Reste eines mit Steinmännern markierten steilen Wegtrassees. Man folgt dem Trassee sehr steil bis unter die begrenzende Felswand und beginnt dann aufsteigend auf nunmehr gutem Pfad zu den Ruinen von Rosciola zu traversieren. Hier, in wilder Lage zwischen senkrechten Felswänden, findet man viele grosse Mauern, die dem steilen Gelände Terrassen abrangen.
Von der grössten Hütten geht man etwas nach Westen und trifft auf das anfänglich gut erhaltene Trassee des Pfades nach Büsen. Es führt indessen durch hohes Gras, und bei spriessender Vegetation dürfte das Verfolgen desselben eher anspruchsvoll sein. Zunächst quert man zwischen den Felswänden hindurch nach Westen, abschnittsweise exponiert. Dann verfolgt man den Pfad steil bergauf, über Abfolgen von grasigen Rinnen und Bändern bis zu einer Art aussichtsreichen Kanzel, wo der Blick in den Hintergrund des Val Marona frei wird. Über eine grasige Rampe steigt man rechts haltend hinauf und erreicht in Kürze weniger steiles Gelände, ca 1300m. Hier nimmt allerdings auch die Wegqualität deutlich ab, und man steigt zwischen nur noch vereinzelten Felsbändern auf sporadischen Wegfragmenten hinauf bis zu den Ruinen von Büsen. Im Abstieg dürfte diese Route eher schwierig zu finden sein.

Büsen
Die Ruinen von Büsen gegen den Pizzo Marona (Vorgipfel, P.1885), 20.April 2007



2. Etappe: Büsen - Alpe Casarù - Pogallo (T4; 1:45)

Von Büsen steigt man zur auffallenden Felsformation in Form eines grossen Blockes auf einem Türmchen (siehe Foto ganz oben) hinauf. Hinter diesem Gebilde trifft man auf die Reste des alten Pfades, der über zwei Sättelchen hinüber auf den Südwestgrat des Pizzo Marona unterhalb P.1477 leitet. Ab dort ist kein Pfad mehr vorhanden, doch ist nun auch das Gelände bis hinab zum Rio Pogallo durchweg einfach, wenngleich abschnittsweise etwas steil. Anhand der Angaben in der Landeskarte gelangt man problemlos zu den Ruinen der Alpe Casarù und weiter zum oberen Stafel von Casale dei Galli, 863m. HIer mündet die separat beschriebene Route von Tregugno und Alpe Pianezza ein. Über einen wenig ausgeprägten Rücken wird unterhalb der Ruinen weiter abgestiegen, bis dieser steiler wird. Linkerhand führt ein ausgeprägter Pfad in ein Tälchen mit verfallenen Trockenmauern hinein, durch das man den unteren Stafel, 775m, erreicht. Wenig unterhalb trifft man auf den markierten Wanderweg von Pian di Boit, überquert die Brücke P.760 und gelangt in Kürze nach Pogallo.

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