Am
12.August 2007 begangene Route.
Aus
gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und
psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende
Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel
an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner
Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!
Anreise
Cicogna kann nur mit dem eigenen Pkw erreicht
werden. Wer
mit dem öffentlichen Verkehr anreisen möchte, und
sich kein teures Taxi leisten mag, der nimmt einen der seltenen Busse nach
Cossogno und gewinnt auf der alten Mulattiera über Alpe Miunchio
und Ponte Casletto Cicogna in 3:30.
1.
Etappe: Cicogna - Cappella Cima Selva (T2,
1:30)
Man
verlässt die engen Gassen von Cicogna durch die Via delle alpi und
steigt auf einem schönen Hohlweg zu den oberen verlassenen Gebäuden
von Vircolla. Hier trifft man auf den Anfang der zunächst absolut
waagrechten dahinziehenden Mulattiera Richtung Braco. Die Mulattiera
besass offenbar einst eine
ungewöhnliche Breite von zirka vier Metern und war mit vielen eindrücklichen
Kunstbauten ausgestattet. Leider verfällt sie mehr und mehr, immerhin
wird gelegentlich noch die Vegetation zurückgestutzt. An einer bestimmten
Stelle verlässt man das waagrechte Trassee (dessen Fortsetzung in
Kürze nach Alpe La Gana und weiter nach Catto führt, häufiger Verhauer),
und schwenkt auf den teilweise gepflasterten Teil ein, der nun in gleichmässiger
Steigung an Höhe gewinnt. Schliesslich wird
die Kapelle Cima Selva am Rande der Alpe del Braco erreicht, wo man den
offiziellen Wanderweg Pogallo - Alpe Pra kreuzt.
2.
Etappe: Cappella Cima Selva - Alpe Vogogno - Alpe Cavrua (T4,
eine Stelle T5+/II; 2:00)
Man verlässt den Wanderweg sofort wieder bei der Kapelle und folgt
einem grün markierten Pfad, zunächst waagrecht im Wald unterhalb
der Ruinen von Braco hindurch, später schwach ansteigend, an der
Wasserfassung für
Cicogna und verschiedenen in der Landeskarte eingezeichnete Ruinen vorbei.
Man achte darauf nicht in den allmählich abwärts führenden Pfad nach
Corte del Musso und Corte del Piano zu gelangen, der gleichfalls eine
gute Qualität aufweist. Durch ausgedehnte Buchenwälder
gelangt man schliesslich zur Wiese mit den Ruinen der Alpe Vogogno.
Man verlässt die Alp über ein breites Wegtrassee, das sich
zunächst absenkt,
und in eine Rinne hineinführt, wo sich eine Verzweigung befindet.
Man wählt hier den oberen Pfad und gelangt waagrecht oder wenig
ansteigend in ein Tobel, wo der Pfad nur noch schwach ausgeprägt
ist. Man orientiert sich an den Resten der Kunstbauten und an alten Schnittspuren.
Nach der
Überquerung des Baches im Tobel gelangt man an ein eher neues Drahtseil,
das über eine felsige Stufe hilft (6 Meter T5+/II)
um ein waagrechtes Grasband inmitten einer senkrechten Felswand zu erreichen.
Man
folgt dem nunmehr guten Pfad über das Band und weniger ausgeprägt,
aber sporadisch
markiert durch den anschliessenden Buchenwald und erreicht die offene
Fläche der Alpe
Cavrua, wo der gute und inoffiziell markierte Pfad von Pogallo einmündet,
der den Weiterweg in die Strette del Casè vermittelt.

Ruinen der Alpe Cavrua
Foto: Ferruccio Rossi, in-valgrande.it