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Cima Sasso
 



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Am 11.Juni 2009 in Gegenrichtung begangene Traversierung der Cima Sasso. Bis auf den Hauptgipfel ist die Route einfach und für jeden Wanderer machbar. Ab der Cima Sasso sind alpine Kenntnisse vonnöten. Die Route eignet sich besonders als Traverse vom Casa dell'Alpino auf der Alpe Pra zur Bocchetta di Campo.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

Die Alpe Pra mit ihrem nur am Wochenende (oder eventuell auf Voranmeldung) geöffneten Rifugio wird auf einer offiziell markierten Mulattiera von Cicogna in 1:30 erreicht. Alternativ startet man von Cicogna, wo man im Cà del Pitur Unterkunft findet.

Cima Sasso
Cima Sasso von der Cima di Campo, 21.August 2006


1. Etappe: Alpe Pra - La Colma di Belmello - Cima Sasso (T3; 3:00)

Von Alpe Pra folgt man zunächst dem offiziell markierten Wanderweg Richtung Pogallo bis zu seinem höchsten Punkt am oberen Rand der Wiesen von Alpe Leciurt. Links abbiegend gelangt man auf einen Pfad, der sporadisch orange oder rot markiert ist und über die Colma di Belmello bis auf den Hauptgipfel der Cima Sasso führt. Anzumerken bleibt, dass auf dem Gipfel des Monte Spigo, der von Pfad und Markierung nordseits umgangen wird, die separat beschriebene Route via Alpe Ucciascia einmündet. Ferner erreicht man an verschiedenen Stellen über offenes Gelände in wenigen Minuten die schöne, wenig abseits gelegene Alpe Belmello, wo sich eine stets fliessende Quelle befindet (letztes Wasser!).


2. Etappe: Cima Sasso - Corona di Ghina - Prati di Ghina (T5+/III-; 2:00)

Vom Hauptgipfel der Cima Sasso verfolgt man ohne oder mit nur mit geringen offensichtlichen ostseitigen Abweichungen der Grathöhe des Nordgrats, wobei auch exponierte Stellen zu überwinden sind (I/II; verblasste rostrote Markierungen). Nach Passage eines schönen Felsfensters nehmen die Schwierigkeiten etwas zu und man gelangt in die Scharte vor dem Nordgipfel der Cima Sasso. Ein etwa acht Meter hoher Aufschwung ist mit einem wenig vertrauenserweckenden Fixseil abgesichert. Man packt den Aufschwung rechts an, klettert über die Schneide exponiert hinauf (III-) und findet sich auf dem Nordgipfel (P.1900, Steinmann) wieder.

Cima Sasso
Cima Sasso - Schlüsselstelle am Nordgipfel, 11.Juni 2009

Vom Nordgipfel senkt sich gegen Nordosten ein markanter Sporn ab. Man folgt ihm für wenige Meter und trifft auf ein Weglein, dass zum Nordgrat zurückkehrt, bevor dieser im Erlenmeer verschwindet. Ein sehr steiler Pfad mit wenigen orangen Markierungen macht sich nun die steinige Rinne zunutze, die zwischen dem Nordgrat und dem erwähnten Nordostsporn liegt, um die Erlenbestände zu durchqueren. Sobald man den Abschwung des Nordgrates überwunden hat, und die Grathöhe linkerhand die ersten flachen Abschnitte der Corona di Ghina aufweist, kommt man nicht umhin, die Rinne nach links ins Erlenmeer zu verlassen, um wieder den eigentlichen Nordgrat zu erreichen. Mit etwas Spürsinn lassen sich hilfreiche Tierpfade für diesen sehr pflanzlichen, aber eher kurzen Abschnitt ausmachen. Der nun erlenfreien Gratschneide folgend und die Erhebungen auf offensichtlicher Route umgehend, erreicht man einen zurückgelassenen Rucksack, hinter welchem die Route aus dem Val Caurì einmündet. Man folgt noch ein Stück weit dem Grat bis vor einen ersten Felszacken, vor dem man über die ostseitigen Wiesen auf die Prati di Ghina absteigt. Dort kommt die Route durch die Strette del Casè hindurch, die den Weiterweg vermittelt.

Cima Sasso
Cima Sasso (Nordgipfel) von den Prati di Ghina, 11.Juni 2009

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