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Val Cornera
 



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Am 19.April 2005 ging ein Bergsturz (Frana) ins Val Nibbio nieder, der übersteigen werden muss, was etwas mühsam, aber ohne technische Schwierigkeiten möglich ist. In der Folge dieses Bergsturzes wurde oberhalb Nibbio ein Ablenkdamm erstellt, der den Zugang zum Tal etwas erschwert. Es ist daher besser, von der Strasse Cuzzago - Nibbio zu starten (im folgenden beschrieben).

Am 18.Mai 2010 begangene Route in einer der wildesten Winkel der Zone des Val Grande. Es ist möglich, die Unternehmung über die Ruinen von I Casali bis auf den Passo del Tita fortzusetzen, Details fehlen.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!
Biwakplätze im Flussbett dürfen nur bei absolut sicheren Verhältnissen bezogen werden! Bei Gewittern muss das Flussbett zwingend sofort verlassen werden!


Anreise

Nibbio liegt an der Strasse von Premosello nach Mergozzo. Mit dem öffentlichen Verkehr reist man zum Bahnhof Cuzzago, und folgt für etwa 20 Minuten der Strasse bis zum, vor Nibbio befindlichen, blauen Ortsschild der Gemeinde Mergozzo.

Val Cornera
Val Cornera, 18.Mai 2010


1. Etappe: Nibbio - Frana (ehem. Balma dei Tri Fòi) (T4+; 2:30)


Zwischen Cuzzago und Nibbio befindet sich die blaue Ortstafel der Gemeinde Mergozzo. Genau hier biegt man in einen Flurweg ein, geht an einem geschlossenen Tor vorbei und überschreitet auf neuer Betonbrücke den Rio di Nibbio. Man folgt nun seinem rechten Ufer einer Baupiste bis zum Eingang der Schlucht, wo man bald auf die verblassten roten Markierungen trifft, die bis zum Bergsturz reichen; man achte jedoch darauf am Ende der Baupiste nicht irrtümlich in den anfänglich guten Pfad Richtung Sasso Grande einzuschwenken. Man folgt nun - entlang der Markierungen - ausnahmslos dem Schluchtgrund, dabei wechselt man entsprechend der Wegspuren und alten Markierungen mehrfach das Ufer des Rio di Nibbio und durchquert oft vergetationsreiches, mühsames Gelände. Man passiert den Wasserfall aus dem Val Cornera, dann die bekannte Felsnadel Ul Frà und erreicht schliesslich auf 550m bei einer Ruine den Beginn des Bergsturzes. Einst befand sich hier eine schwierig zu erklimmende Felsstufe, heutzutage steigt man völlig problemlos über die verfestigten Felsen der Frana an. Anfänglich hält man sich eher an die westliche Begrenzung, später tendiert man gegen die östliche Begrenzung und erreicht in einer grossen Einbuchtung hinter einem haushohen Block der Frana eine riesige waagrechte Felsplatte auf ca 750m, unter der die Balma dei Tri Fòi begraben wurde, vgl. Foto unten. Bliebe man auf der Frana stets am westlichen Rand so erreicht man praktisch problemlos deren oberes Ende, wo die Route von Cuzzago in die Bocchetta di Valfredda einmündet, 2:45 Nibbio - Ende der Frana, 3:15 bis Balma della Vecchia.

Frana
Frana, Bildmitte unten: Haushoher Block in der Einbuchtung, 18.Mai 2010



2. Etappe: Frana (ehem. Balma dei Tri Fòi) - Alpetto Cornera (T5; 1:00)

Jenseits der Felsplatte findet man den Beginn eines Pfades, der über ein Band führt und mit einigen Kletterschritten den darüberliegenden steilen Wald erreicht. Zunächst linkshaltend gewinnt man weiter an Höhe, bevor der Pfad nach rechts zu traversieren beginnt, mit Hilfe eines kurzen Fixseils (II-) ein Felsband erreicht um über dieses Band einen Vorsprung erreicht, hinter welchem man in etwas einfacheres Gelände gelangt. Über das deutlich sichtbare Wegtrassee wird in Kehren steil angestiegen, bis man schliesslich den Rücken über dem Val Cornera erreicht. Jenseits wird sofort wieder ca 20m abgestiegen, bevor man in eine aufsteigende Querung übergeht, die durch wildes Gelände hindurch schliesslich die kleine Ebene von Possa dell'Asino erreicht. Über den darüber stehenden Rücken zunächst gerade hinauf, dann in schwach ansteigender Traverse auf schlecht sichtbaren Wegresten (Steinmänner vorhanden) gelangt man zur Wiese mit den Ruinen von Alpetto Cornera.

Val Fredda
Alpetto Cornera, 18. Mai 2010

Es lohnt sich, jenseits der Ruinen dem Pfad noch wenige Minuten weiter zu folgen, bis zu einem instruktiven Aussichtspunkt, wo sich das gesamte Val Cornera überblicken lässt. Einst führte der Pfad von hier aus weiter zu den Ruinen von I Casali, wo von Norden das Val Muzza einmündet, doch finden sich heute nur noch Reste von Kunstbauten. Von I Casali ist es möglich auf den Passo del Tita zu steigen, Details bei Lorenz oder Ferruccio.

Ul Frà
Frana, Ul Frà, Häuser von Nibbio (10x Zoom), 18.Mai 2010

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