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Corte
del Bosco |
In
Cicogna, das vom öffentlichen Verkehr nicht bedient wird, findet
man im Cà
del Pitur Unterkunft.

Corni di Nibbio von Corte del Bosco, 10.Juni 2009
1.
Etappe: Uccigiola - Val Velina - Corte del Bosco (T5;
2:30)
Zunächst
gilt es die vorhandenen Inkonsistenzen der Landeskarte 285 aufzuklären:
Der heutige Wanderweg Uccigiola - Velina (Baserga, 687m) führt
nicht via Alpe Vota, sondern rund 120m unterhalb der Ruinen hindurch.
Die
Zugänge
nach Vota
sind
komplett verschwunden. Der Pfad von Velina di sopra (P.834) nach Corte
del Bosco ist nicht mehr vorhanden resp. nicht in Benutzung. Stattdessen
existiert eine grosszügige, deutlich weiter östlich verlaufende
Weganlage, die bis an das Val Velina heranreicht, vgl. untenstehende
Variante.
Von Uccigiola folgt man dem Wanderweg, überquert ein erstes Tobel,
umrundet den Rücken auf dem 120m weiter oben Alpe Vota steht und
gelangt in ein zweites Tobel (das von Alpe Belmello herabkommt). Unmittelbar
nach Überschreitung des Baches verlässt man den nun abwärts führenden
Wanderweg und traversiert in Kürze weglos aufsteigend auf den felsigen
Rücken vor dem Val Velina, den man bei einer grossen Plattform mit
Resten
einer
Seilbahnanlage erreicht. Verblasste blaue Markierungen leiten noch
wenige Meter über den felsigen Rücken hinauf, bevor sie in eine waagrechte
oder manchmal schwach ansteigende Traversierung in das Val Velina hinein
übergehen. Die Markierungen verlieren sich bald, man folgt im
steilen, abweisenden Gelände den häufig auftauchenden Resten von Kunstbauten,
die zumeist durch Trittspuren miteinander verbunden sind. Wer die Route
in diesem Bereich verliert, sollte zurückgehen und erneut nach der
Wegfortsetzung suchen, da eine Querung des Val Velina ausserhalb des
alten Pfades kaum möglich ist. Ungefähr auf halber Strecke zwischen
dem Rücken und dem Rio Velina führt der Pfad über einen kühnen
hängenden Steg (pontì) um eine Felsnase herum. Das Bauwerk
erscheint nicht mehr vertrauenserweckend, indessen bleibt keine andere
Möglichkeit
zur Passage. Mit grösster Vorsicht, unter Auslassung der morschesten
Stellen, passiert man einzeln den Steg. Anschliessend gelangt man auf
allmählich besser werdendem Pfad leicht ansteigend zum Rio Velina.
Der Fluss wird gequert, was schon bei mittlerem Wasserstand ein heikles
Manöver erfordert.
Jenseits führt ein gutes Wegtrassee aus dem Val Velina hinaus und trifft
nach wenigen Minuten auf die hier für ein kurzes Stück waagrecht verlaufende
grosszügige Weganlage von Velina nach Corte del Bosco (die - wie
bereits erwähnt - nicht identisch mit der Wegzeichnung der Landeskarte
ist). Man biegt in scharfer Kehre auf diese Weganlage ein und folgt
ihrem Verlauf, die durch ein relativ flaches Trassee mit grosszügigen
Kehren und zurückgestutzer Vegetation gekennzeichnet ist. Weiter
oben wird der Pfad schmäler und steiler, wenig später trifft man bei
den Ruinen von Corte del Bosco ein.
Die Aussicht am Ort der Ruinen ist wegen des Buchenwaldes beschränkt.
Es empfiehlt sich daher ein kurzer Abstecher zu P.1337, der mit einer
überwältigenden Aussicht aufwartet. Der Pfad dorthin ist noch vorhanden;
er führt lediglich durch Buchenwald, und nicht durch felsiges
Gelände wie dies die Landeskarte erwarten lässt. T3, 0:10.

Corte del Bosco, 10.Juni 2009
Variante: Velina - Velina Alta - Corte del Bosco (T3; 2:00)
Vom
Rifugio in Velina Baserga, 687m,
geht man auf dem Wanderweg hinüber nach Velina di sotto, 660m, wo
man zwischen den Ruinen Markierungen in Form eines roten Doppelpunktes
findet. Man folgt ihnen zu den Ruinen der beiden einst grossen Stafel
von Velina Alta, 798m und 834m, schön und aussichtsreich auf einer
offenen Wiese gelegen. Nun ist es wichtig zu wissen, dass der in
der Landeskarte verzeichnete Pfad nach Corte del Bosco nicht mehr
den heutigen Realitäten entspricht, daher geht man wie folgt: Bei
den nördlichsten Ruinen beginnt ein sanft abwärts führender Pfad,
mit
sehenswerten
Resten
eines beidseitigen
Holzzaunes, der zur Quelle von Velina Alta und zu den Ruinen von
Cassinella leitet. Alternativ ist es auch möglich von der Quelle
von Baserga direkt über Pfadreste nach Cassinella zu gelangen, doch
würde man dabei das sehenswerte Velina Alta verpassen. Von Cassinella
sticht man zunächst weglos in den Wald hinauf und beginnt dann ansteigend
gegen das Val Velina zu traversieren. Dabei trifft man auf das breite
Wegtrassee, das sich bald mit der oben beschriebenen Route von Uccigiola
vereinigt.

Velina Alta, 19.Mai 2010
2. Etappe: Corte del Bosco - Alpe Belmello - La Selva
(T3;
2:00)
Auch in diesem Abschnitt entspricht die Wegzeichnung der Landeskarte
nicht den heutigen Verhältnissen. Man verlässt Corte del Bosco über
einen nach Nordosten hin ansteigenden Weg. Im Buchenwald finden sich
verschiedene Farbmarkierungen, die aber bald wieder enden. Das Trassee
wird schliesslich waagrecht und führt - auch mit kurzen Abstiegen -
durch eine Erlenzone hindurch auf die offenen einstigen Weiden des
Talschlusses des Val Velina, ca 1340m. Am Anfang ist auch im Gras noch
das alte Wegtrassee zu erkennen, was bei einer eventuellen Begehung
in der Gegenrichtung von grossem Nutzen ist. An dieser Stelle ist es
nun
möglich,
weglos
über die einstigen Weiden auf die Cima Tuss zu steigen. Andernfalls
überquert man den Rio Velina und steigt dann weglos in beliebiger Routenführung
auf
den
Südwestrücken von P.1632, den man auf 1440m überquert. Jenseits des
Rücken folgt man dem nun wieder vorhandenen Weg, der waagrecht
zu den aussichtsreichen Ruinen der Alpe Belmello führt, wo sich
eine stets fliessende Quelle befindet.
Falls man zur Cima Sasso weitermöchte,
steigt man von den Ruinen geradewegs zur Colma di Belmello hinauf.
Andernfalls folgt man dem sichtbaren
Wegtrassee, das zuerst ansteigt und dann waagrecht auf den Rücken leitet,
über den der Wanderweg Alpe Pra - Cima Sasso führt. Hier
befindet sich jenseits der Wald La
Selva.
Auf dem
in unmittelbarer
Nähe
befindlichen
Monte Spigo mündet die separat beschriebene Route via Alpe
Ucciascia ein. Von La Selva erreicht man in 0:30
die Casa
dell'Alpino auf der Alpe Pra.

Sentiero Corte del Bosco - Alpe Belmello, 10.Juni 2009