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Alpe Corte Lorenzo
 



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Am 7.April 2010 begangene Rundtour von Albo auf die auf dem Südwestsporn der Cima Corte Lorenzo gelegene Alpe Corte Lorenzo, ca 1050m. Die Flanke wurde in früheren Zeiten intensiv genutzt, wovon viele Ruinen und verfallende Wegreste zeugen. Heutzutage wird die Zone nur noch von Jägern und einigen Liebhabern wilder Routen aufgesucht. Oberhalb Mundasc ist kein Wasser verfügbar.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

Albo ist mit dem öffentlichen Verkehr kaum erreichbar: Wer in Vogogna oder Premosello nächtigt, kann den Schulbus um 07:09 Uhr (fährt auch samstags) benutzen, ansonsten bleibt nichts anderes übrig, als mit dem Zug zum Bahnhof Ornavasso zu fahren und via Candoglia zu Fuss in etwa 30 Minuten nach Albo zu gelangen.

Alpe Corte Lorenzo
Alpe Corte Lorenzo, 7.April 2010


1. Etappe: Albo - Alpe Corte Lorenzo (T4+; 2:15)

Unmittelbar jenseits des letzten Hauses von Albo (an der Strasse Richtung Bèttola) findet man einen Pfad vor, der über einige Felsstufen hinweg an Höhe gewinnt. Auf etwa 300m lässt man die Abzweigung Richtung Alpe Corte links liegen. (Über diese Abzweigung wird später zurückgekehrt, sofern man nicht nach Bèttola absteigt.) Man quert einen Bach und trifft auf die im Jahr 2009 renovierte, wenige Meter unterhalb des Pfades stehende Kapelle von Vardarola. Weiter über einen Rücken aufsteigend werden die Ruinen der Alpe Vardarola erreicht, wo sich der Pfad verliert. Ohne besondere Orientierungsschwierigkeiten steigt man durch den Buchenwald weiter an, wobei man sich am in einigem Abstand fliessenden Rio Albo orientieren kann. Über Mundasc wird Balmesc erreicht, wo zuhinterst in einer schönen Balma eine Quelle fliesst (letztes Wasser). Die Route wird hier undeutlicher, doch findet der Begeher nun häufiger Schnittspuren, vereinzelte Mauerreste und schliesslich einzelne Farbmarkierungen, die allmählich nach links auf den Rücken von La Piana leiten, wo man auf die Ruine von Corte Giovanna (Curt Sgiuna), ca 840m, trifft. Von hier ist zunächst keine Wegfortsetzung sichtbar. Man steigt gegen den Rio Albo haltend auf und trifft unter einer felsigen Zone erneut auf Schnittspuren und Wegreste, die alsbald auf ansteigenden Bändern in die felsige Zone eindringen. Auf dem in der Landeskarte sichtbaren Sporn angelangt, zeigt sich abermals keine Wegfortsetzung. Am besten steigt man ungefähr auf dem Rückens zwischen den Felsbändern über steiles Gelände direkt hinauf und erreicht damit die schöne Terrasse mit den Ruinen der Alpe Corte Lorenzo, ca 1050m, wo die separat beschriebene "Via panoramica Val d'Ossola" hindurchkommt. Die Schwierigkeit dieses letztens Abschnitts ist stark von einer günstigen Routenwahl im wenig übersichtlichen Gelände abhängig.

Cima Corte Lorenzo
Cima Corte Lorenzo (von Alpe Corte Lorenzo), 7.April 2010


2. Etappe: Alpe Corte Lorenzo - Unbekannte Alp - Albo / Bèttola (T4+; 2:30)

Solange die Vegetation nicht spriesst erkennt man in Alpe Corte Lorenzo die Reste eines Wegtrassees, welches nach Norden bergan zieht und bald den Rücken erreicht, der von der Alpe Corte heraufstreicht. Von diesem aussichtsreichen Ort kann man ausgiebig die Zone Saltir und Lavatta studieren. Ebenso lässt sich der hier beginnende Aufstieg durch die Westflanke auf die Cima Corte Lorenzo einsehen. Unterhalb des Standortes, auf dem Rücken zwischen Corte Giovanna und Alpe Corte erblickt man auf 840m die Ruinen einer unbekannten Alp, die man im weiteren Abstieg aufsuchen kann. Über den Rücken wird ohne weitere Probleme abgestiegen, abschnittsweise sind Schnittspuren und Reste eines Wegtrassees vorhanden. Auf 850m biegt man links ab: Eine waagrechte Traverse mit Schnittspuren (mehrere Varianten) und Wegresten führt hinüber zur erwähnten unbekannten Alp auf 840m. Dabei ist in der Mitte der Traverse ein felsiges Tobel mit Brombeerbeständen zu überwinden (mühsam). Von den Ruinen der unbekannten Alp steigt man direkt weiter ab und trifft bald auf Schnittspuren und rote Markierungen, die zum Teil sehr steil zu den Ruinen einer weiteren Alp auf ca 580m hinabführen. Eine rot markierte Pfadspur traversiert von hier nach Westen und trifft auf den grossteils erhaltenen Pfad der von Albo heraufkommt und zur Linea Cadorna weiterführt, die auf etwa 600m erreicht wird. Der Abstieg über die alte Militärstrasse nach Bèttola ist sehr interessant, derjenige nach Albo jedoch etwas kürzer. Für die Rückreise verkehrt an Schultagen um 15 Uhr ein Bus von Bèttola und Albo nach Intra.

Linea Cadorna
Linea Cadorna (ob Bèttola), 7.April 2010

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