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Am
22.April 2007 begangene Route. Auf der Südseite findet man nur noch
Wegreste und die Route ist im wesentlichen unmarkiert. Mann
muss sich orientieren können, doch wird der erfahrene Begeher auf keine
nennenswerten Schwierigkeiten stossen.
Auf der Nordseite ist via Alpe Vandra ein durchgehender Pfad vorhanden, und
die Route ist offiziell markiert. Die Bezeichnung "Passo Crocette" stellt
eine Italienisierung der Kartographen dar; die korrekte Bezeichnung des Übergangs,
die auch auf den Wegweisern Verwendung findet lautet "Pass di Crosit".
Aus
gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und
psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende
Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel
an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner
Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!
Anreise
Pian
di Boit wird
auf dem interessanten Saumweg von Cicogna nach Pogallo und den anschliessenden
markierten Wanderweg in 3:30 (T3)
erreicht. Wer mit dem öffentlichen Verkehr anreist, nimmt eine der Buslinien von
Intra nach Rovegro, Cossogno oder Ungiasca und erreicht via Ponte Casletto
Cicogna in zwei bis drei Stunden zu Fuss.

Monte Torrione von Pian di Boit, 22.April 2007
1. Etappe: Pian di Boit - Pass di Crosit (T4+,
eine Stelle T5; 2:30)
Man verlässt die Lichtung von Pian
di Boit durch den Buchenwald jenseits
der Quelle und steigt einen steilen Hang gerade hinauf. Bereits nach kurzer
Zeit findet man die deutlich sichtbaren Reste eines einstigen Wegtrassees und
Markierungen in Form von Steinmännern vor. Man verfolgt das Trassee durch Laubwald,
alsbald
schwenkt es weiter nach Osten ab, als dies die Landeskarte angibt. Wir
folgten weiterhin dem Trasee durch eine wasserführende Rinne und an den Resten
einer Ruine vorbei. Auf ca 1550m erreicht man freies Gelände. Die zum Zeitpunkt
der Begehung vorhandenen Steinmänner wiesen weiterhin in nordöstliche Richtung
und sollten eher La Piota zum Ziel haben. Über die Reste einer kunstvoll angelegten
Weganlage bogen wir hingegen hier nach Nordwesten ab und erreichten die letzten
Bäume auf ca 1600m, auf jenem Rücken, über den die Landeskarte einen Weg widergibt.
Möglicherweise sind auch Reste dieser Weganlage noch vorhanden, in diesem Fall
könnte der Auf- oder Abstieg dort geringfügig schneller sein. Man beginnt nun
eine lange Querung durch drei Rinnen bis in die Falllinie des Pass di Crosit,
dabei entdeckt man sporadisch Reste des einstigen Pfades. Zu Anfang ist ein
wenig ausgedehnter Erlenbestand zu durchqueren, in der mittleren Rinne befindet
sich eine kurze Stelle im Schwierigkeitsgrad T5, die Reste des alten Pfades
lassen sich jedoch - solange die Vegetation nicht allzu hoch ist - problemlos
erkennen. In der Falllinie des Passes angekommen, steigt man über Gras und
Schutt gerade hinauf bis zum Wegweiser auf der Passhöhe.
2. Etappe: Pass di Crosit - Alpe Vandra - Gurro (T4-;
2:30)
Vom
Pass steigt man auf dem markierten Wanderweg nach Gurro. Anfänglich,
bis zur Alpe Balmo, ist er sehr steil und eher unangenehm zu begehen, insbesonder
nach der Abzweigung ins nahe Rifugio
Lidesh (0:45 ab Pass). Von der Alpe
Balmo steigt er zur Alpe Vandra hin an und fällt dann endgültig
zum Ende der Fahrstrasse vor Pra del Rù. Der alte direkte Weg von
Balmo nach Pra del Rù ist völlig überwuchert, von seiner
Begehung sei ausdrücklich abgeraten.
Auf der Fahrstrasse erreicht man schliesslich über La Piazza das Dorf
Gurro, wo zwei mal täglich ein Bus nach
Cannobio verkehrt.

Cima Lidesh von Alpe Balmo, 22.April 2007