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Val
Gabbio - Via alta |
Alpe Basciòt liegt am offiziell markierten
Wanderweg von In la Piana nach Alpe
Vald di sopra. Von beiden Unterkünften in je 0:45 erreichbar.

Alpe Ceresa: Blick nach Mottàc, 25.Dezember 2006
1.
Etappe: Alpe Basciòt - Alpe Ceresa - Alpe Monticello (T5-;
2:00)

Von
Monticello folgt man nur kurz dem Wanderweg Richtung In la Piana bis
über eine wasserführende Rinne hinweg. Unmittelbar danach nimmt man
das abzweigende Wegtrassee wahr, welches waagrecht durch den Buchenwald
bis zu einem Rücken führt, von wo sich auf In la Piana hinabsehen lässt.
Unerwartet steht man nun äusserst steilem, felsdurchsetztem Gelände
gegenüber. Der Pfad lässt sich indessen nicht beeindrucken, durchschreitet
in guter Qualität auf schmalen Bändern diese in der Landeskarte im
Detail nicht korrekt widergegebene Zone und gelangt zu P.1266 (Karte
IGM), nämlich jene Stelle wo sich auf den verfügbaren Karten die Wegsignatur
nach Val Gabbio abzusenken beginnt. (Von diesem Pfad nach Val Gabbio
sind - zumindest von jener Stelle aus gesehen - keine Überreste sichtbar,
das Gelände scheint jedoch eher einfach zu sein.)
Man verlässt P.1266 schwach ansteigend gegen die Alpe
Casarolo hin, und wird alsbald schwachen Wegresten gewahr. Man folgt
diesen unterbrochenen Resten so gut es geht, dabei passiert man verschiedene
schöne Aussichtspunkte ins Val Gabbio. Gelengt man in steileres, felsdurchsetztes
Gelände, so ist man zu tief. Man sollte bis gegen 1320m ansteigen, zwei
Ruinen passieren, um dann allmählich wieder an Höhe zu verlieren, und
so die Ruine bei P.1292
(Karte IGM) zu erreichen. Hält man sich an diese Vorgaben, so kommt
man gänzlich ohne ernsthafte Schwierigkeiten durch die Flanke, obwohl
dies die Landeskarte eher nicht erwarten lässt. Bei P.1292
beginnt ein deutliches Wegtrassee, das recht steil in die von
Mottàc herunterkommende Rinne hinabführt, um sie auf einem Bändchen
wieder zu verlassen und weitgehend waagrecht in zunehmend besserer
Qualität zu den Ruinen von Alpe Casarolo führt. Hier findet man
auch die neue Gedenktafel, die an das Massaker
von Casarolo am 22.Juni
1944 erinnert.
In Casarolo kreuzt man ferner den einstigen Pfad Alpe
Valgabbio - Alpe
Mottàc, der von unten kommend noch in guter Qualität erhalten ist.
Nach Mottàc
hingegen ist er praktisch völlig verschwunden, indessen ist das
Gelände nicht schwierig, man kann relativ unproblematisch weglos hinaufsteigen.

Zwischen Monticello und Casarolo (nahe P.1292 IGM), 2.Mai
2008
3.
Etappe: Alpe Casarolo - Alpe Scrivalone - Alpe Valli di sotto (T4+;
1:30)
Von
Alpe Casarolo folgt man einem mit Steinmännern markierten, mässig
ausgeprägten Pfad, der zuletzt in einigen Kehren zum Rio Ragozzale
hinabführt. Man überquert den Fluss an steinschlaggefährdeter Stelle und
steigt wenige Meter zur unmittelbar gegenüberliegenden Alpe
Scrivalone auf.
Von Scrivalone geht man talaus und trifft in Kürze auf eine Verzweigung:
Links führt der in der Landeskarte verzeichnete Pfad nach Alpe
Valgabbio,
rechts traversiert ein meist ausgeprägter Pfad durch steiles Gelände
allmählich aufwärts auf den untersten Teil der Costa Rondino,
um sich von dort zum offiziellen Wanderweg Valgabbio - Quagiui abzusenken,
den man wenig vor Alpe Valli di sotto erreicht. Dieser Pfad ist mit
reflektierenden Markierungsknöpfen gekennzeichnet. Man überquert
den Talfluss wenige Meter unterhalb der eingestürzten Brücke
und
trifft
bei den Ruinen von Valli di sotto ein.
4. Etappe: Alpe Valli di sotto - Alpe Crot di sotto - Colletta
(T5+; 2:00)
Bei
der südlichsten Ruine in Valli di sotto schwenkt man auf einen
ausgeprägten Pfad ein, der durch steiles Gelände zunächst allmählich
an Höhe gewinnt, dann aber in kleinen, steilen Kehren wieder in
die Nähe des Rio Valgabbio hinabsteigt - so wie in der Landeskarte
korrekt
widergegeben. Anschliessend gewinnt man wieder an Höhe, entdeckt
das deutliche Trassee wieder, passiert eine Ruine und tritt in
interessanter, abenteuerlicher Wegführung in das Tobel ein,
das vom Monte Grassino herabkommt. Der Bach wird gequert und auf
dem begrenzenden Sporn findet sich die
Fortsetzung der guten Weganlage. So erreicht man in Kürze
erste Ruinenreste, nämlich
ungefähr an
jener Stelle wo die Landeskarte die Verzweigung nach Crot di sopra
angibt. Den guten Weg weiter verfolgend wird ein weiteres Tobel
traversiert bis zu einer Kehre mit Steinmann. Folgt man der Kehre,
so findet man sich auf jenem Pfad wieder, den die IGM-Karte nach
Crot di sopra widergibt. Geht man indessen geradeaus weiter, so
gelangt man praktisch weglos in wenigen Minuten zu den Ruinen von
Crot di sotto.

Alpe Crot di sotto, 3.Mai 2008
Zunächst schwach ansteigend, dann horizontal querend gelangt man
auf eher schwach ausgeprägtem Wegtrassee an eine Kreuzung: Von
unten kommt in vielen Kehren ein Weg herauf, mutmasslich von Alpe
Valgabbio, der sich nach oben, vermutlich nach Alpe Crot di sopra
fortsetzt. Man ignoriert diese Weganlage und geht horizontal weiter.
Der Pfad ist nun mehrfach unterbrochen, und die Fortsetzung muss
jeweils gesucht werden. Nach der Querung einer plattigen Rinne
erreicht man den felsigen Rücken, der sich von Crot di sopra gegen
Alpe Valgabbio absenkt, siehe Landeskarte. Steinmann. Eine schmale,
teilweise verwachsene Spur, führt in den jenseitigen steilen und
teilweise ausgesetzten Hang. Nach Passage eines Vorsprungs steigt
man etwa fünf Meter durch ein laubverfülltes Couloir ab und findet
sich am Fusse der in der Landeskarte verzeichneten Felswand wieder,
ca 1170m. Ab hier sind keine Wegspuren mehr sichtbar, was die Routensuche
in Gegenrichtung enorm erschwert bis verunmöglicht! Anfänglich
sind im dichten Wald noch einige niedrige Felsstufen zu überwinden
oder zu umgehen, dann gelangt man in einfacheres Gelände und steigt
gegen die Colletta an. Kurz davor sind mit etwas Phantasie wieder
einzelne Wegfragmente wahrnehmbar.