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Am
3.November 2006 begangene Route.
Der einstige Pfad ist in weiten Abschnitten zwar noch vorhanden, doch ist
seine Begehung oft mühsam, auch wenn keine technischen Schwierigkeiten
zu erwarten sind.
Aus
gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und
psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende
Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel
an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner
Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!
Anreise
Die Colma wird
auf dem markierten Wanderweg von Premosello oder aus dem Val Loana über
die Alpe
Scaredi und In la Piana erreicht.

Alpe Grassino, 3.November 2006
1.
Etappe: Colma - Alpe Grassino-Alpe Crot di sopra (T4+;
1:30)
Von der Colma folgt
man dem sichtbaren Pfad Richtung Grassino. Sein Trassee ist weitgehend gut
erhalten, er führt durch wildes Gelände, zunächst bis auf eine von der Colma
gut sichtbare Kanzel und senkt sich dann allmählich zu den Ruinen der Alpe
Grassino. Auch im weiteren Verlauf bis zum Ostnordostrücken des Monte Grassino
ist das alte Trassee noch erhalten. Über den Rücken steigt man auf Trittspuren
bis auf eine Höhe von ca 1600m ab, wo der Rücken zerklüfteter wird und der
alte Pfad nach Norden in die Flanke abschwenkte. Weglos gelangt man durch Alpenrosen-
und Wacholderbestände, zum Schluss durch einen Buchenwald zu den Ruinen
der Alpe Crot di sopra.
2. Etappe: Alpe Crot di sopra - Cortevecchio - Alpe Quagiui (T4;
2:00)
Von
Crot di sopra gelangt man auf das Wegtrassee, das nach Cortevecchio führt.
Kurz darauf passiert man eine weitere - in der Landeskarte eingezeichnete
- Ruine. Das nachfolgende felsige Tobel wird anhand der Überreste der
Weganlage durchquert. Ab hier finden sich zunächst keine weiteren Wegfragmente
mehr, doch orientiert man sich relativ problemlos an den vielen vorhandenen
Schnittspuren
an der Vegetation. Sobald man den Rücken mit der Gemeindegrenze Premosello
/ Bèura-Cardezza hinter sich gelassen hat, trifft man auf eine vorzügliche
Weganlage, die erst etwas absteigend, später absolut waagrecht durch
den Wald bis zur freien Fläche vor Cortevecchio zieht. Durch Alpenrosenbestände
erreicht man aufsteigend die Ruinen dieser Alp. Anhand von Trittspuren -
oder auch weglos - gelangt man durch Alpenrosen und Wacholder zu den verstreuten
Ruinen der Alpe Quagiui und trifft auf die von Alpe Val Gabbio heraufkommende
und hier endende offizielle Wegmarkierung.

Alpe Quagiui, 3. November 2006
3.
Etappe: Alpe Quagiui - Alpe Fornale - Alpe Oro delle Giavine (T5-;
2:00)
Von
Quagiui traversiert man auf dem offensichtlichen Wegtrassee bis zum zweiten
in der Landeskarte verzeichneten Bach, der vom Pizzo
della Rossola herabkommt.
Anhand der nun nur noch sporadisch erkennbaren Weganlage traversiert man
einen steilen Hang und gelangt auf
den Nordostrücken von P.1958 der Colma Piana. Ab hier ist der alte Pfad
zunächst wieder deutlicher erkennbar, nämlich bis zur Verzweigung oberhalb
der Ruinen von Alpe Fornale. Der weitere Verlauf nach Oro delle Giavine
führt durch eine Waldbrandzone, der Pfad ist praktisch vollständig verschwunden,
das Gelände sehr mühsam, auch wenn keine technischen Schwierigkeiten vorhanden
sind. Wir zogen es letztlich vor, noch vor dem Erreichen der Ruinen von
Oro delle
Giavine
direkt auf
die
Colma
Piana
hinaufzusteigen,
was aber auch nicht viel weniger mühsam ist. Ansonsten erreicht man in
Oro delle Giavine die separat beschriebene Route
Pozzolo - Borgo delle Valli. Wir gelangten letztlich über die Punta Pozzolo nach Ragozzale, doch
lässt sich die Querung auch über Alpe Loc nach Ragozzale vervollständigen.
Technische Schwierigkeiten sind auch hier nicht zu erwarten, doch dürfte
das Gelände ebenfalls mühsam sein. Immerhin ist die alte Weganlage auf
weiten Strecken noch sichtbar.
Alpe Oro delle Giavine von der Colma Piana, 3. November 2006