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Alpe in Vall
 



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Am 21.Mai 2009 in entgegengesetzter Richtung begangene Route von Colloro über Alpe Lagarasc, Alpe Corpic, Ai Curt, Alpe in Vall und das Tal des Riale del Ponte nach Alpe Ludo Termine. Die Route wird an verschiedenen Stellen von dorniger Vegetation bedrängt. Von Colloro über Ai Curt und Alpe Corpic nach La Colla führt ein offiziell markierter Wanderweg. Man kann auf die Alpe Lagarasc verzichten und dem markierten Wanderweg direkt nach Ai Curt folgen, wodurch sich die Unternehmung um ca 1:30 verkürzt.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

Colloro wird auf einer Fahrstrasse ab Premosello erreicht. Zu Fuss ab Bahnhof Premosello ca 0:45 über die markierte Mulattiera. In Colloro findet man sehr gute Unterkunft im Cà dal Preu oder im Circolo (Tel. 0324 88194).

Riale del Ponte
Das Tal des Riale del Ponte vom Bacino Colloro
Foto: Ferruccio Rossi, in-valgrande.it


1. Etappe: Colloro - Alpe Lagarasc - (Alpe Corpic) - Ai Curt (T4; 3:00)


Auf der Fahrstrasse erreicht man das Trinkwasserbecken von Colloro an der Strassenverzweigung Capraga / La Piana. Man folgt noch wenige Meter der Fahrstrasse Richtung La Piana, und schwenkt dann in den offiziell markierten Wanderweg Richtung Ai Curt ein. Auf 823m gibt die Landeskarte eine Kapelle wieder. Man findet dort nur noch Trümmer, doch kennzeichnen diese Trümmer die Abzweigung nach Alpe Lagarasc. Wer nicht über Alpe Lagarasc gehen möchte, folgt weiter dem Wanderweg und erreicht in Kürze die Routenfortsetzung bei den unteren Gebäuden von Ai Curt. Man folgt nun von den Resten der Kapelle einem verfallenden Wegtrasee waagrecht zum Riale Val di Nass. Das Trassee wird trotz vorhandener Schnittspuren teilweise stark von der Vegetation bedrängt, auch von dorniger. Nach dem Überqueren des Riale steigt man auf eine breite Felsrampe an, die den Zugang zum nächsten Tobel erlaubt. Man überquert auch dieses und erreicht ein Erlenwäldchen. Das Trassee setzt sich von hier - weiterhin stark von der Vegetation bedrängt - gegen Alpe Lut fort. Man verlässt es alsbald, nämlich dort wo die Vegetation ein gutes Durchkommen verspricht. Über eine Felsheidenvegetation steigt man weglos geradewegs gegen Alpe Lagarasc an. Der Steilstufe unter der Alp weicht man etwas gegen Westen aus. Tierpfade weisen oft den günstigsten Weg. Nach der Steilstufe steht man unvermittelt vor den Ruinen der Alpe Lagarasc, 1055m.

Alpe Lagarasc
Alpe Lagarasc, 21.Mai 2009

Von Lagarasc aus lassen sich die alten Wegverläufe nach Ai Curt und Alpe Corpic teilweise noch ausmachen. Derjenige nach Ai Curt querte mehr oder weniger waagrecht durch den Hang zu den oberen Gebäuden von Ai Curt. Der nach Alpe Corpic stieg zuerst in Kehren bis nahezu auf die Höhe der Alpe Corpic auf um dann oberhalb eines Felsabsatzes schwach ansteigend nach Corpic zu queren. (Weitere Wegverläufe gibt die IGM-Karte wieder.) Man wählt die eine oder andere Route und steigt gegebenfalls auf dem markierten Wanderweg hinab nach Ai Curt.


2. Etappe: Ai Curt - Alpe in Vall - Alpe Ludo Termine (T4-; 2:00)



In Ai Curt begibt man sich zu den teilweise renovierten Gebäuden bei P.963 hinab. Sie stehen etwas abseits des markierten Pfades und werden über eine schöne Blumenwiese erreicht. Jenseits der Gebäude - am Waldrand - findet man einen sofort abwärts ziehenden Weg, der anfangs auch in einigen kurzen Kehren, zu den eindrücklichen, teilweise stark überwucherten Ruinen der Alpe in Vall, ca 810m, hinabführt.


Alpe in Vall, 21.Mai 2009

Von In Vall steigt man wieder etwas auf, am besten orientiert man sich an sporadischen Schnittspuren, und überquert auf 829m den Riale del Ponte. Es ist empfehlenswert die korrekte Stelle der Flussüberquerung anhand der spärlichen Schnittspuren an den Erlen zu verifizieren, insbesondere was den Weiterweg angeht. Jenseits des Flusses wird eine vollständig von Brombeeren überhangene Wand auf einem Bändchen waagrecht nach links (Süden) traversiert. Auch dieses Band ist vollständig von Brombeeren eingenommen, was den Alpinisten vor dornige Probleme stellt. Nach dem Band findet sich ein vorübergehend wieder deutlicheres Wegtrassee, das allmählich zur Aufhängung einer Wasserleitung auf dem Sporn zwischen dem Tal des Riale del Ponte und dem von La Colmetta herabkommenden Tälchen hinaufführt. Vor hier ab geht es wieder hinunter bis in den Grund des Tälchens von der La Colmetta, das unterhalb einer hohen Steilstufe durchquert wird. Auf recht deutlichem Weg steigt man nun zu den Gebäuden von Alpe Ludo Termine inferiore, 899m, auf, wo man sowohl die von San Bernardo nach Alpe Ludo Alboc, als auch die von Colloro nach Alpe Pra d'Gatt führenden separat beschriebenen Routen kreuzt. Man kann auf eine dieser Routen wechseln und nach Colloro zurückkehren oder über den oberhalb der Gebäude stehenden Rücken zur noch bestossenen Alpe Ludo Termine superiore, ca 1000m, weitergehen, wo man auf die Route von Sasso Termine nach Alpe Vallard trifft.

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