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Pizzo
del Lesino |
Die
Bocchetta di Saltir wird auf separat beschriebenen
Routen von Bèttola oder von Orfalecchio erreicht.

Cima Corte Lorenzo, Torrione di Bèttola, Tre Croci, Türinell,
von La Teia,
02.April
2005

Von La Teia geht man ohne Probleme
über den Grat bis zur Vereinigung mit dem Rücken zwischen dem
Becken der Alpe Rodüra und dem Val Piana, wo die Schwierigkeiten
beginnen. Man folgt nun exakt der - oft mit Erlen besetzten - Gratlinie über
alle Erhebungen der eigentlichen Corni di Nibbio hinweg. Die Route ist
mühsam
und ausgesetzt, aber eindrücklich. Der Abstieg von der letzten
Erhebung oberhalb des Passo del
Tita weist
im
oberen Drittel die heikelste Passage auf. Dort wird es an einer bestimmten
Stelle notwendig, auf einem Grasband ca 10 Meter in die senkrechte
Flanke über dem Val
Cornèra hineinzuqueren, um über ein anderes Grasband zur
Gratkante zurückzukehren. Nach Überwindung dieses gut 15m hohen
Absatzes gelangt man in Kürze zur tiefsten Stelle im Grat, dem Passo
del Tita, ca 1590m.
Blick ins Val Cornèra, von La Teia, 02.April
2005
Vom Passo del Tita verfolgt man weiter den
Grat, anfänglich durch Erlenbestände, später durch Wacholder-
und Alpenrosenzonen hindurch. Dabei trifft man gelegentlich auf pfadartige
Tierspuren,
die den günstigsten Durchschlupf vermitteln. Auf einer Höhe
von ca 1680m trifft man auf eine versperrende turmartige Erhebung.
Am besten
überklettert
man das Gebilde etwas von der Val-Piana-Seite her (II). Alternativ
kann man auf einem unerhört exponierten Band mit Trittspuren den
Turm auf der Seite des Val Cornèra umgehen (T6+, heikel). Vom
Sattel jenseits steigt man mühsam rund 60m durch Alpenrosen auf,
um auf den oberen einfacheren Gratabschnitt zu gelangen. Bei kaum noch
vorhandener Vegetation
folgt man dem nun einfachen Grat, wobei einzelnen Schwierigkeiten etwas
gegen das Val Piana ausgewichen wird. Interessanterweise trifft man
in diesem Abschnitt sporadisch auf sehr verblasste alte rote Markierungen.
So gelangt man auf den mit einem kleinen Steinmann gekrönten Hauptgipfel.
Man kann den Grat weiter verfolgen und erreicht in Kürze einen
etwa gleich hohen Nebengipfel, wo man senkrecht über dem Talschluss
des Valle di Nibbio und über der Bocchetta
di Valfredda steht.
Der Abstieg dorthin scheint schwierig zu sein.

La Teia, vom Aufstieg zum Lesino, 30.April 2005