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Valli
Ogliana: Cardezza - Montusa - Colma Piana |
Cardezza wird auf einer Fahrstrasse ab Bèura
erreicht, es existiert kein öffentlicher Verkehr. Zu Fuss ab Cuzzego
di Cardezza, das mindestens alle zwei Stunden mit einem Bus ab
Domodossola erreicht wird, in ca 0:30 über
eine schöne, markierte Mulattiera. In Cardezza findet man Unterkunft
im Albergo delle Alpi, Telefon 0324
36409.

Valli dell'Ogliana (von Alpe Gallina), 21.September 2009
1.
Etappe: Cardezza - Alpe Marzone (T2;
1:30)
Von
Cardezza auf die Alpe Marzone existieren verschiedene Möglichkeiten:
Die bestehende Fahrstrasse ist wenig oberhalb Cardezza mit einer Barriere
versehen. Die Gemeindeverwaltung von Bèura erteilt jedoch zumeist die
Durchfahrtsbewilligung und gibt den Schlüssel ab. Zu Fuss bestehen
ebenfalls verschiedene Möglichkeiten, die gebräuchlichste folgt von
der Kirche in Cardezza einem Kreuzweg zu einer Kapelle und führt schliesslich
durch verwilderte Kastanienwälder auf die Fahrstrasse wenig unterhalb
der Alpe Marzone.
2.
Etappe: Alpe Marzone - Il Crop - Alpe Montusa (T3;
1:45)
In
Alpe Marzone folgt man der waagrechten Fahrstrasse und erreicht in
Kürze den Heliport eingangs der Valli dell'Ogliana. Jenseits des
Heliport findet man einen vorzüglichen Pfad mit einer offiziellen
Markierung. Diese Markierung führt bei der nächsten Verzweigung
auf den oberen Pfad, der über Alpe Vadione nach Alpe
Corte führt. Man wählt daher den unteren
Pfad, der in guter Qualität zu den Häusern und Ruinen von
Il Crop (zwischen P.730 und der Alpe Gallina) führt. Stets auf
dem untersten Pfad bleibend erreicht man absteigend die letzte Ruine,
ca 780m, vor dem Rio Ogliana. Ab hier bestehen zwei verschiedene
Pfade um nach Montusa zu gelangen:
A) Bei der Ruine rechts abbiegend gelangt man in Kürze zu
einer neuen Hängebrücke, auf der der Rio Ogliana überquert
wird. Jenseits folgt man einem deutlichen, aber oft steilen und erdigen
Pfad hinauf auf die
Alpe Montusa. Diese
Variante entspricht im wesentlichen der Wegsignatur in der Landeskarte.
B) Man geht hinter der Ruine links, findet einen anfangs noch undeutlichen,
später ausgeprägteren Pfad, der zu P.730 hinabführt,
wo der Rio Ogliana
überquert wird (Drahtseil). Jenseits folgt man einem schönen,
ausgeprägten
Hohlweg über eine schmale Rippe hinauf gegen Alpe Montusa. Beide
Varianten vereinigen sich etwa 70m unterhalb der Alp. Kommt man von
oben, ist die Abzweigung auf die letztgenannte Variante eher undeutlich.
Dieser
Pfad ist jedoch angenehmer zu begehen, allerdings ist die Flussquerung
nur bei niedrigem Wasserstand ratsam.
In Alpe Montusa kreuzt man die separat beschriebene Route
von Bèura nach Alpe Ogliana.
An dieser Stelle sei auch auf die Verbindung
zur Alpe Arvoria eingegangen: Die LK zeigt einen Verbindungspfad
von P.730 nach Arvoria. Die alte IGM-Karte, die einst der
LK als Grundlage diente, kannte jedoch keinen durchgehenden
Pfad, sondern nur die beiden oben angeführten Varianten nach Montusa. Tatsächlich
gibt es heutzutage auch keine direkte Verbindung (mehr) zur Alpe Arvoria,
ohne auf ernsthafte Schwierigkeiten zu stossen.
Die von Arvoria und P.730 ausgehenden Wegreste verlieren sich jeweils
an der Ogliana di Pozzolo, ohne dass eine
ungefährliche Verbindung
möglich wäre. Den Jägern und dem Autor sind dennoch verschiedene
Möglichkeiten bekannt um von Arvoria nach Montusa zu gelangen. Sie
sind teilweise ausserordentlich heikel (T6+/III) und
seien daher nicht näher erwähnt.
Um aus
der Gegend von
Alpe Solià in die Zone von Montusa zu wechseln benützt man
sinnvollerweise
entweder den
Pfad
via
Alpe Flacera oder
denjenigen von Solià dentro nach Alpe Marzone (nicht in der LK verzeichnet).

Alpe Nancino di sotto, 21.Juni 2010
3. Etappe: Alpe Montusa - Alpe Larzoi - Colma Piana (T4+;
3:00)
Oberhalb
des Rifugio in Montusa beginnt ein recht ausgeprägter Pfad, der
zuerst etwas gegen Norden, dann zurück auf den Rücken oberhalb
der Alp führt und über diesen weiter ansteigt. Auf etwa 1180m
trifft man auf eine Felszeichnung. Von links mündete hier früher
der Pfad von Alpe Flacera ein. Wenige Meter höher zweigt der gut
erhaltene Pfad gegen Alpe Nancino ab. Nach Überschreitung einer
ausgeprägten Rippe und der
dahinterliegenden Rinne erreicht man die gut sichtbare Abzweigung zur
Alpe Nancino di sotto, die etwa 70m oberhalb liegt. Weiter traversierend
erreicht man die plattige, von der Punta Pozzolo herabkommende Rinne.
Man quert sie mit Hilfe einiger Tacche und eines grasigen
Bandes (bei
Nässe eher heikel). Danach steigt man durch eine Mulde auf die
Rippe mit der Wegverzweigung nach Alpe Selvasecca (separat
beschrieben).
Auf der Rippe findet man wieder ein sehr deutliches Trassee vor, das
bereits nach kurzer Zeit - entgegen der Signatur der Landeskarte -
die Rippe
verlässt und nördlich zu einer ersten (nicht verzeichneten)
Ruine aufsteigt. Nach Querung einer kleinen Rinne erreicht man eine
zweite Ruine, die
praktisch gegenüber der Alpe Nancino di sotto steht. Ab hier folgt
man einem sehr ausgeprägten Weg, der in vielen Kehren über
eine schmale und steile Rippe zur in einem schönen Lärchenwald
gelegenen Alpe Larzoi (in den Karten verzeichnet, aber nicht benannt,
P.1598 IGM) führt. Wenig
vor der Alp befindet sich eine Verzweigung: Links gelangt man zur geschlossenen
Jägerhütte
(von
wo
eine weglose anspruchsvolle Querung nach Alpe Nancino di sopra möglich
ist), rechts erreicht man die Ruine der Alp.

Jägerhütte Alpe Larzoi, 21.Juni 2010
Um von der Alpe Larzoi auf die Colma Piana zu gelangen, kann man
jede beliebige Route wählen. Indessen ist das Gelände steil und
zumindest anfänglich von allerlei Vegetation geprägt. Am
einfachsten ist es von der Ruine der Alp zum Rücken zu queren, auf
dem die LK die Wegsignatur widergibt, und über diesen weglos auf
die Colma Piana zu steigen. Wählt man eine andere Route, so steigen
die Schwierigkeiten auf T5 an.
Möchte man nach Alpe Oro delle Giavine weiter, so gehe man über
P.1952,
wo man
auf
die
separat
beschriebene
Route von Pozzolo nach Borgo
delle Valli stösst, und nicht entlang
des einstigen Pfades, da dies - nach einem Waldbrand - äusserst mühsam
wäre.