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Valli
Ogliana: Selvanegra - Nancino - Pozzolo |
Alpe Marzone wird auf den Routen Valli
dell'Ogliana I oder Valle di
Cuzzego erreicht. Alternativ kann
man bei der Gemeindeverwaltung in Bèura Fahrbewilligung und
Barrierenschlüssel
für
die Fahrt zur Alpe Marzone
erhalten. In Cardezza findet man Unterkunft im Albergo
delle Alpi, Telefon 0324
36409.

Viper in Alpe Selvasecca, 20.Juni 2010
1.
Etappe: Alpe Marzone - Alpe Selvanegra - Alpe Loraccio
(T3;
2:30)
In
Alpe Marzone folgt man der waagrechten Fahrstrasse und erreicht in
Kürze den Heliport eingangs der Valli dell'Ogliana. Jenseits des
Heliport findet man einen vorzüglichen Pfad mit einer offiziellen
Markierung. Diese Markierung führt bei der nächsten Verzweigung
auf den oberen Pfad, der über Alpe Vadione nach Alpe
Corte führt. Man wählt daher den unteren Pfad, der in
guter Qualität zu den Häusern und Ruinen von Il Crop (zwischen
P.730 und der Alpe Gallina) führt. Dort, wo der Pfad nach Montusa (von
hier in 0:45 erreichbar) beginnt deutlich steiler abzufallen, führt
der gut erkennbare Pfad waagrecht weiter und beginnt sich
dann in den Grund des von Canton Arond herabkommenden Tobels abzusenken.
(Die Pfadsignatur der Landeskarte ist falsch, korrekt ist diejenige
der IGM-Karte, die Verzweigung befindet sich unterhalb von Il Crop
auf ca 830m.) Man überquert den Fluss, was nur bei Niedrigwasser möglich
ist, und findet
jenseits
wieder
einen guten
Pfad der dem von weitem sichtbaren, mitten im Wald liegenden Plattenschuss westlich
ausweicht und in guter Qualität nach Alpe Selvanegra di sotto, ca 940m,
leitet. Westlich
der Gebäude setzt sich der Pfad zwischen ehemaligen Weidemäuerchen
fort und erreicht bei ca 990m weitere, nicht in den Karten eingezeichnete
Ruinen. Hier beginnt eine waagrechte Querung, anfänglich eher schlecht
sichtbar an einer Quelle vorbei, später wieder besser erkennbar, bis
zu den Ruinen von Alpe Selvanegra di sopra. Von hier ab bestehen drei
verschiedene Möglichkeiten:
A)
Über den Rücken, der sich genau über den Ruinen erhebt, findet sich im
Buchenwald der Rest eines Wegtrassees (in der IGM-Karte verzeichnet),
das zu den Ruinen von Alpe La Motta, P.1213 IGM führt. Hier kreuzt
das nur teilweise erhaltene Wegtrassee Alpe Gallina - Canton Arond
- Alpe Loraccio, dem man nach Loraccio (oder via Canton Arond nach
Alpe Corte, 1:30, T4) folgt.
B) Über den Rücken der sich jenseits der unmittelbar östlich von Alpe
Selvanegra di sopra gelegenen Rinne befindet, führt eine deutlichere
Weganlage steil bergan. Sie kreuzt die Route A)
und mündet schliesslich oberhalb von Loraccio in die nach
Alpe Ogliana führende Route. Sie ist wohl Teil der einstigen
Strada delle Vacche von Cardezza über Alpe Selvanegra nach Alpe Ogliana.
C) Schräg durch den Wald aufwärts - wie in der Landeskarte verzeichnet
- gelangt man am schnellsten und kürzesten zu den Ruinen der Alpe Loraccio,
wo die Route von Montusa nach Ogliana kreuzt.

Alpe Selvanegra di sopra, 20.Juni 2010
2.
Etappe: Alpe Loraccio - Alpe Selvasecca - Alpe Nancino di sotto (T5+;
1:30)
Der
nun folgende Abschnitt bietet einige Schwierigkeiten. Er darf nur
mit ausreichender Erfahrung in schwierigem bewaldeten Gelände begangen
werden. Der einstige Pfad ist praktisch verschwunden, lediglich an
einigen Stellen erinnern Reste von Kunstbauten oder Tacche an seine
Existenz. Von den oberen Ruinen in Loraccio folgt man einem sichtbaren
Wegtrassee leicht ansteigend nach Osten in den Buchenwald hinein,
wo es sich rasch verliert. Das erste, von Alpe Ogliana herabkommende
Tobel kann an verschiedenen Stellen überschritten werden. Eine Möglichkeit
besteht oberhalb eines Wasserfalls am Zusammenfluss mit einem Sekundärtobel,
andere Möglichkeiten tiefer unten. Der nachfolgende Buchenwald wird
horizontal etwa auf der Höhenkurve 1200m durchquert, dabei stösst
man auf Köhlerplätze. Das zweite Tobel kann an beliebiger Stelle
gequert
werden. Das dritte und letzte Tobel wird auf 1180m betreten. Oberhalb
einer Stufe erreicht man den Tobelgrund, wo es kein Entrinnen zu
geben scheint. Doch findet sich in der gegenüberliegenden Plattenwand
eine Abfolge
von Tacche, die zuerst rechts, dann links die Platten
erklimmen und ein Mäuerchen oberhalb
der Wand erreichen, wo man sich in dichter Erlen- und Ginstervegetation
wiederfindet. Man steigt gegen die darüberliegende Wand an,
und trifft auf eine (wegen der Ginsterbewuchses schlecht erkennbare)
Bänderabfolge, die waagrecht nach links aus dieser Wand hinaus
leitet. Nach wenigen Metern erreicht man die zuvor nicht einsehbare
Alpe Selvasecca, wo die Schwierigkeiten überwunden sind.

Alpe Selvasecca, 20.Juni 2010
Jenseits der Ruinen findet
sich ein unterbrochenes Wegtrassee, das schwach gegen eine Felswand
ansteigt. Zuerst am Fuss der Felswand traversierend, später
in sie hineinsteigend
folgt man den nicht immer gut erkennbaren Trasseeresten und erreicht
schliesslich den Rücken nördlich der Alpe Selvasecca. Über
den Rücken
steigt man weitere 30m an und erreicht den guten Pfad Montusa - Larzoi,
über den die separat beschriebene Route Valli
dell'Ogliana I verläuft. Über den Pfad steigt man in
eine Mulde ab und folgt ihr abwärts, bis das Wegtrassee in das
von der Punta Pozzolo herabkommende Tobel einschwenkt. Über
ein Grasband und einige Tacche gelangt man in den Grund. Jenseits
folgt man einem
ausgeprägten Pfad, der zuerst etwas aufsteigend, dann waagrecht
und absteigend bis zur Wegverzweigung unterhalb Alpe Nancino (di
sotto)
führt. (Von hier aus lässt sich das Rifugio
in Montusa in 0:45
erreichen.) Dem weitgehend erhaltenen Wegtrassee folgt man zuerst
in Kehren steil bergauf, dann in waagrechter Traverse zu den
Ruinen von Alpe Nancino di sotto.
3. Etappe: Alpe Nancino di sotto - Alpe Nancino di sopra
(T4;
1:00)
Oberhalb
der Ruinen der Alp findet man den Beginn des nicht durchgehend
sichtbaren und abschnittsweise in schlechtem Zustand
befindlichen Wegtrassees nach Alpe
Nancino
di sopra.
Indessen ist das Gelände technisch nicht schwierig, so dass man ohne
besondere Probleme bis zum vegetationsfreien Rücken auf ca 1700m aufsteigt,
hinter dem sich das nach Flacera abfallende Tobel befindet. Im Abstieg
begangen ist dieser Abschnitt orientierungstechnisch sehr anspruchsvoll,
da man in der Regel den korrekten Rücken verfehlt und dazu neigt entlang
der (nur in der IGM-Karte verzeichneten) Gemeindegrenze in unwegsames
Gelände abzusteigen. Für diesen Fall ist es gut zu wissen, dass
von P.1598 (IGM) nochmals ein (anderes) Wegtrassee absteigend zurück
zum Hauptweg traversiert. Vom offenen Rücken auf 1700m traversiert
man waagrecht zu den Ruinen der Alpe Nancino di sopra. Das breite
Wegtrassee ist noch erhalten, liegt aber mehrheitlich unter Erlenbeständen.
Es ist ratsam wenige Meter höher zu traversieren, wo ein problemloses
Durchkommen möglich ist.

Alpe Nancino di sopra, 21.Juni 2010
4.
Etappe: Alpe Nancino di sopra - Porta
Pozzolo - Rifugio Pozzolo (T4-;
1:15)
Links der Ruinen setzt sich das ungewöhnlich breite Wegtrassee fort. Es ist jedoch auch hier wieder stark von Erlen und Birken bedrängt. Mit Vorteil holt man daher zunächst grosszügig nach Westen gegen den Rücken aus, kehrt jedoch sehr bald zu ihm zurück, nämlich sobald es die Vegetation zulässt. Man traversiert eine felsige Rinne und findet in der anschliessenden steilen Gras- und Schrofenflanke ein sehr grosszügig und flach angelegtes Trassee, das in Kehren zur Porta di Pozzolo ansteigt. Hier trifft man auf die separat beschriebene Route vom Rifugio Pozzolo nach Borgo delle Valli. Ihr folgt man in umgekehrter Richtung in Kürze zum Rifugio Pozzolo.