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"Via panoramica Val d'Ossola" VI
 



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Tag 2
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Mit leiser Ironie vom Autor so betitelte Höhenquerung im Val d'Ossola. Man lasse sich nicht täuschen: Die vorgestellte Route hat nichts mit einem bequemen Wanderweg zu tun! Vielmehr ist sie eine Route für den erfahrenen Val-Grande-Alpinisten.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Sechster Tag: Rifugio Pozzolo - Trontano

Die letzte Etappe der "Via panoramica" bietet eine einfache Höhenquerung auf bestehenden Pfaden vom Rifugio Pozzolo via Alpe Corte Vecchio - Alpe Menta - Alpe Rina - Alpe di Nava - Alpe Drisioni - Alpe Arsa - Alpe Cerisola - Alpe Gambatorta nach Trontano. Ab dem Passo di Nava kann man alternativ auch dem offiziellen Wanderweg via Rifugio Parpinasca nach Trontano folgen, doch ist die hier vorgestellte Route nicht länger oder schwieriger, aber aussichtsreicher.

Alpe Drisioni
bei Alpe Drisioni, 17.November 2007


1. Etappe: Rifugio Pozzolo - Alpe Corte Vecchio - Alpe Menta (T4-; 2:00)

Vom Rifugio Pozzolo steigt man zu den Gebäuden der Alpe Pozzolo und findet dort einen guten, waagrechten Weg zur Alpe Corte Vecchio. Hinter den Gebäuden dieser Alp führen zwei verschiedene Pfade nach Nordosten weg: Ein wenig ausgeprägter, etwas abwärts führender Pfad (er führt zum Sasso Miscioi) und der zu wählende aufwärts führende, ausgeprägte Weg, der den Nordwestgrat der Testa del Parise auf ca 1740m erreicht. Jenseits des Grates setzt ein langer, schmaler, aber durchweg ausgeprägter Pfad an, der mit einigem Auf und Ab zu den Ruinen der Alpe Menta leitet. (Auf den untersten Weiden dieser Alp, in der Nähe von P.1462, befindet sich eine aufgelassene Goldmine. Die separat beschriebene Route durch das Val Menta kommt dort vorbei.)

Alpe Menta
Alpe Menta, 29.Mai 2011


2. Etappe: Alpe Menta - Alpe Rina - Alpe di Nava (T3; 1:15)

Von Alpe Menta über Alpe Rina bis zum Passo di Nava (wenige Meter vor der Alpe Nava) folgt man dem gut markierten Wanderweg. Am Passo vom Wanderweg links abbiegend erreicht man in Kürze über ein waagrechtes Weglein die Ruinen der Alpe di Nava, 1730m. Hier münden die separat beschriebenen Routen über die Costa dei Pianezzoli und aus dem Val Menta ein. Alternativ bleibt man ab dem Passo di Nava bis Trontano auf dem markierten Wanderweg, was aber keinerlei Vorteile bietet und weniger aussichtsreich ist.


3. Etappe: Alpe di Nava - Alpe Drisioni - Alpe Arsa - Alpe Cerisola (T4-; 1:15)

Am (meist trockenen) Brunnen hinter den Ruinen beginnt ein steil abwärtsführender Pfad, der alsbald erneut den Wanderweg erreicht, dem man indessen nur kurz folgt. Dort, wo der offizielle Wanderweg definitiv in die Flanke nach Parpinasca einbiegt, bleibt man auf dem Rücken und erreicht Alpe Drisioni. Im Sattel nach dieser Alp mündet von links die separat beschriebene Route von Alpe Crischiovo, nach rechts führt eine andere offizielle Markierung erneut nach Parpinasca. Auch hier bleibt man wiederum am Rücken, überschreitet P.1487 und erreicht ohne weitere Probleme die Ruinen der Alpe Arsa und diejenigen, der nur wenige Meter tiefer gelegenen Alpe Cerisola.

Alpe Drisioni
Alpe Drisioni, 17.November 2007


4. Etappe: Alpe Cerisola - Alpe Gambatorta - Trontano (T3; 1:30)

Man folgt dem Richtung Varione abfallenden Rücken noch einige Meter und entdeckt den nach rechts, durch einen steilen Hang hinabführenden Pfad nach Alpe Gambatorta. Von hier bis Trontano verbleiben keine besonderen Schwierigkeiten, man orientiert sich an der Landeskarte. Im Bahnhof verkehren regelmässsig Züge nach Domodossola, gelegentlich nach Locarno.

Alpe Saltir
Trontano, 21.Mai 2011

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