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Pianezza (Piazzeda)
 



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Die Bezeichnung "Piazzeda" der Landeskarte ist nicht richtig, die korrekte Bezeichnung der Örtlichkeit lautet "Pianezza".

Am 9.April 2010 bzw. 24.Mai 2009 begangene Route, die eine Verbindung von Cuzzago nach Colloro ermöglicht. In Pianezza wird die Route über die Cola Teu gekreuzt. Die Zone ist wasserarm: Zwischen der Alpe Vargia und Pianezza findet sich kein Wasser. Auch die Quelle in Pianezza fliesst nicht immer.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

Im Bahnhof Cuzzago halten die Regionalzüge der Relationen Domodossola - Novara und Domodossola - Milano.

P. 1827 (Moncucco)
P.1827 (Südgipfel Moncucco) von Pianezza, 10.April 2010


1. Etappe: Cuzzago - Alpe Varga - Curtun (T3; 1:30)

Man durchschreitet das Dorf Cuzzago auf der Via Candolini bis zu ihrem Ende, biegt dort rechts ab und nach wenigen Metern bereits wieder hart links und gelangt so auf einen abschnittsweise gepflasterten Saumweg, der zu einem privaten Anwesen obehalb des Dorfes führt. Man umgeht das Anwesen westlich und folgt einem vorzüglichen Pfad bis zur Asphaltstrasse, die man kurz vor ihrem Ende beim Partisanendenkmal von Vardarola erreicht. Aufsteigend erreicht man auf einem kurzen Fahrweg bereits nach wenigen Minuten die gepflegte Alpe Vargia, 436m, in der Landeskarte als "La Mola" bezeichnet. Am oberen Rand der Wiese der Alp befindet sich eine Quelle (letztes Wasser!), dort findet man den Beginn eines blau markierten Pfades vor, dem gefolgt wird. Auf etwa 650m, bei einem Denkmal für einen verunfallten Arbeiter, trifft man auf das Rohr der Wasserleitung (acquedotto) Rio Mulini - Cuzzago und damit auf die Abzweigung ins Vallone dei Mulini. Man überschreitet das Rohr, und folgt - nun ohne Markierungen - dem recht guten Pfad weiter bergan bis man auf ca 760m auf die Verflachung von Curtun trifft. Ruinen und schöne Balma befinden sich etwas abseits, westlich des Pfades.

Curtun
Curtun, 10.April 2010


2. Etappe: Curtun - Pianezza (T4; 1:30)

Von Curtun folgt man weiter dem vorhandenen Pfad, der bald undeutlicher wird, so dass man sich an den regelmässigen Schnittspuren orientiert. Auf ca 820m passiert man die zweite Abzweigung und auf auf ca 920m die dritte Abzweigung ins Vallone dei Mulini (ohne Ortskenntnis schwierig aufzufinden) und gelangt auf ca 1100m auf dem östlichen Sekundärrücken zur Cola Teu zu einer schöne Verflachung mit schwach erkennbaren Resten menschlichen Wirkens, siehe Foto unten. Auf erkennbaren Wegspuren durchquert man aufsteigend eine Schutthalde und trifft danach auf den nun wieder deutlicher sichtbaren Pfad, der in einigen Kehren durch den Wald ansteigt und bald die darüberliegenden steilen felsdurchsetzten Grasflächen erreicht. Rechtshaltend folgt man dem Pfad durch eine kaminartige Rinne hindurch und erreicht allmählich eine der Cola Teu vorgelagerte Kuppe. Über Kuppe und anschliessende Einsattelung hinweg erreicht man die Cola Teu über einen sanften Gras- und Erlenhang, und zwar auf ca 1260m, das heisst wenig unterhalb der Ruinen von Pianezza, aber oberhalb der in der Cola-Teu-Route erwähnten Wegverzweigung auf ca 1240m.

Unbekannte Alp
Unbekannte Alp, ca 1100m (zwischen Curtun und Pianezza), 10.April 2010

3. Etappe: Pianezza - Alpe La Piana (T3; 1:30)

Von den Ruinen geht man entweder zurück zur Wegverzweigung im Sättelchen auf ca 1240m oder direkt im lichten Buchenwald bergab, bis man auf das gegen Alpe la Piana leitende Wegtrassee trifft. Bereits nach wenigen Metern erreicht man eine aufgemauerte Plattform mit der gefassten Quelle von Pianezza (nicht immer wasserführend), und geht waagrecht weiter zum Rio del Teu (ebenfalls nicht immer wasserführend). Man orientiert sich an den vorhandenen Schnittspuren, steigt einige Meter auf und gelangt an jene Stelle auf einem Rücken, wo die Landeskarte die Wegverzweigung nach Alpe la Piana / Alpe la Motta (letzterer ist verschwunden) wiedergibt. Von hier ab findet sich ein durchgehender, überraschenderweise in vorzüglichem Zustand sich befindender Weg, der - wie auf der Landeskarte eingetragen - anfangs auch durch wildes Gelände führend zum Rio Crot hinableitet, zum Schluss mit einigen Gegensteigungen. Dabei passiert man einige ehemalige Wegeinmündungen aus dort befindlichen Weiden. Für die Begehung in der Gegenrichtung ist es daher wichtig zu wissen, stets die untere Wegvariante zu wählen (einige sporadische orange Farbmarkierungen). Der Rio Crot wird unmittelbar oberhalb eines sehr schönen Wasserfalls gequert (siehe Foto); die Querung an dieser Stelle ist bei hohem Wasserstand heikel. Über einen gut erhaltenen, etwas ansteigenden Pfad erreicht man die Gebäude von Alpe la Piana unmittelbar beim Partisanendenkmal. Von hier steigt man in 1:30 nach Colloro ab oder in 2:00 auf die Colma auf.

Rio Crot
Rio Crot bei Alpe La Piana
Foto: Ferruccio Rossi, in-valgrande.it