Am
20./21.April 2007 begangene Route. Bis Teggia folgt
man dem offiziell markierten Wanderweg, der durch das Val Marona und La
Soliva nach Pian Cavallone führt.
In Teggia wird in den äusserst wilden und schwierig zu begehenden Pfad
nach Pobbie eingeschwenkt. Die weitere Wegstrecke über Corte Morgin
bis nach Curgei gestaltet
sich wieder deutlich einfacher. Aus
gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und
psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende
Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel
an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner
Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!
Anreise
In Cicogna, das vom öffentlichen Verkehr
nicht bedient wird, findet man im Cà del
Pitur Unterkunft.
Von der Strassenkehre am unteren Dorfrand von Cicogna folgt man zunächst
der Strada Sutermeister Richtung Pogallo bis zur Verzweigung in Vircolla. Hier
wechselt
man auf den
offiziell
markierten
Wanderweg, der in interessanter Routenführung zur Brücke P.506 (Ponte
Borlino) über
den Rio Pogallo und dann über Corte Borlino und Tregugno (LK: Tregagno)
nach Teggia hinaufführt.
Wer von Pogallo kommt, kann Tregugno auch ab der in der Landeskarte verzeichneten,
nördlich von Tregugno
über den Rio Pogallo führende Ponte del Calenesc erreichen. Diese
Route ist anspruchsvoll, aber eindrücklich, man verfolgt sie anhand der
Angaben der Landeskarte. Weitere Informationen finden sich bei der separat
beschriebenen Route zur Alpe Pianezza.
Vom Rio Pogallo bis Tregugno 0:30, T5.
Bei der mittleren Häuseransammlung von Teggia findet man den schlecht sichtbaren
Pfad, der weitgehend waagrecht zum Rio Marona führt. Man durchschreitet dabei
wildes und sehr steiles Gelände, an einer Stelle ist der Pfad weggebrochen,
einige Kletterschritte sind nötig (II). Der Fluss lässt sich in der Regel
problemlos überschreiten. Jenseits erblickt man oberhalb die Reste einer winzigen
Wegkapelle. Durch sehr steiles und feuchtes Gelände, das mit viel Laub bedeckt
ist, erreicht man diese Kapelle auf einem Vorsprung. Von hier ist zunächst
kaum eine Wegfortsetzung sichtbar. Es ist zwingend notwendig die Reste des
Pfades wieder aufzuspüren. Man findet den weiteren Pfad sehr weit oben
im Hang wieder. Über umfangreiche und interessante Kunstbauten traversiert
man nun
aufsteigend gegen Pobbie weiter. Nach der Durchquerung einer Rinne trifft man
erneut auf die Ruinen einer Wegkapelle. Ohne weiteren Aufstieg gelangt man
nun auf das waagrechte und eher breite Wegtrassee, das durch eine senkrechte
Felswand hindurchführt. Kurz vor deren Ende ist der Weg weggebrochen, die
Stelle muss sehr ausgesetzt kletternd überwunden werden (T6, II+, heikel).
Wenige Schritte später sind die Ruinen von Pobbie erreicht. Verfehlt man
den Pfad gelangt man ausnahmslos in ausserordentlich heikles Gelände der
Schwierigkeitskategorie
T6+/ZS.
Von
Pobbie folgt man dem gut erkennbaren Wegtrassee bis unterhalb der Ruinen
von Corte Morgin, 993m. Man überquert den Rio Pobbie und folgt zunächst
dem schwach erkennbaren Pfad Richtung Varola bis zum nächsten Rücken, über
den man weglos zu den Ruinen von Il Casà, 1129m, aufsteigt. Hier trifft
man auf den vorzüglichen
Weg nach Fontane Gemelle, das seinem Namen vollauf gerecht wird, und in
einem sumpfigen Quellgebiet liegt. Beim Quellgebiet wird man verleitet auf
den gut sichtbaren und deutlich ausgeprägten Pfad einzuschwenken, der
sanft absteigend direkt nach Varola führt und in der Landeskarte nicht
verzeichnet ist. Weiter
oben
findet man hingegen den verzeichneten Pfad nach Pian la Carica, der sich,
wiederum in der Karte nicht vermerkt, in akzeptabler Qualität durch
den Buchenwald bis nach Curgei fortsetzt.