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Alpe Riazzoli - Valle Aperta
 



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Am 22./23.August 2006 im Abstieg begangene Route. Die Route ist hier in Aufstiegsrichtung beschrieben. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Zugang nach Riazzoli von In la Piana aus recht anspruchsvoll ist.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!


Anreise

In la Piana lässt sich auf vielen verschiedenen Routen erreichen. Am einfachsten auf einem der guten Wanderwege von Premosello über die Colma oder aus dem Val Loana über die Alpe Scaredi oder die Bocchetta di Vald. Alternativ und anspruchsvoll auch durch die Schlucht von Ponte Casletto oder über die Bocchetta di Valfredda von Nibbio nebst einer Reihe von vielen anderen Möglichkeiten, die hier nicht erwähnt werden.


1. Etappe: In la Piana - Alpe Riazzoli (T6; 2:00)


Vom Forsthaus In la Piana geht man auf Pfadspuren zu einigen Ruinen am Riale Pirin (Bach der aus dem Tälchen zwischen Mottàc und Ceresa kommt). Nur wenige Schritte oberhalb des Zusammenflusses mit dem Riale Pirin überschreitet man den Rio Fiorina. Bei mittlerem Wasserstand wird ein heikles Manöver notwendig, bei hohem Wasserstand ist die Querung nicht möglich. Ein Drahtseil spannt sich etwa fünf Meter über dem Fluss, welches gegebenenfalls zur Nachführung des Gepäcks benutzt werden kann. Über Reste alter Kunstbauten gelangt man auf eine Terrasse etwa 40 Meter über dem Fluss. Hier finden sich verschiedene Ruinen, insbesondere wenn man die Terrasse absteigend nach rechts weiterverfolgen sollte. Man geht indessen geradeaus weiter den Hang hinauf. Bereits nach wenigen Metern schwenkt man auf schwache Trittspuren ein, die den unangenehm steilen Buchenwald nach links aufwärts queren. Man versucht den Spuren treu zu bleiben, und trifft sehr sporadisch auf Reste von Stützmäuerchen und einzelne Markierungen in Form von Steinmännchen. Die Querung insgesamt ist heikel und erfordert abschnittsweise grosse Vorsicht. So gelangt man auf die schöne Wiese mit den Ruinen der Alpe Riazzoli. Möglicherweise gibt es eine bessere Variante, um von In la Piana nach Riazzoli zu gelangen, immerhin geben die verfügbaren Karten den einstigen Pfad weiter oben im Hang an.

Alpe Riazzoli
Alpe Riazzoli

2. Etappe: Alpe Riazzoli - Alpe Portaiola (T4-; 1:00)


Von den Ruinen in Riazzoli steigt man gerade in den darüber befindlichen Buchenwald hinauf. Anfangs ist kein Weg sichtbar. Doch bald trifft man auf eine recht grosszügige Weganlage, die in gut sichtbaren Kehren den Hang erklimmt. Man passiert die Abzweigung zum oberen Teil der Costa dei Riazzoli, deren Pfad sich augenscheinlich in bescheidenem Zustand befindet, und gelangt in aufsteigender Rechtsquerung, zum Schluss in einigen Kehren zu P.1358 (Karte IGM) auf der Costa dei Riazzoli. Der Übergang ist mit einem kleinen Steinmann markiert und darf nicht verfehlt werden, nur hier kann die Costa dei Riazzoli problemlos überschritten werden. Jenseits schwenkt man auf einen recht guten Pfad ein, der zwischen senkrechten Felsabsätzen dahinquert um sich letztendlich im sanften Buchenwald kurz vor der Alpe Portaiola zu verlieren. In der Gegenrichtung ist der Pfadanfang schwierig auszumachen, man sollte mit einer gewissen Systematik vorgehen, und eher höher als tiefer suchen.

3. Etappe: Alpe Portaiola - Alpe Campo di sotto - Colle Languria - Valle Aperta (T5-; 2:00)


Von Portaiola geht man auf dem guten Pfad weiter bis zum Ufer des Rio Portaiola, den man hier überschreitet. An dieser Stelle metzelten am 21.Juni 1944 deutsche Truppen dreissig Partisanen nieder. Jenseits - bei Ruinen - findet man den Anfang von Markierungen, die bald auf einen eher guten Pfad leiten, der unter Felswänden hindurch, Richtung Alpe Campo di sotto führt. Man überschreitet den 'Rio Campo' anhand verblasster roter Pfeile und gelangt in Kürze zu den überwucherten Ruinen von Campo di sotto. Von hier steigt man gerade in den Buchenwald hinauf und trifft alsbald auf die Pfadreste, die in den Colle Languria, einem Sattel über dem Valle Aperta führen, ca 1540m. Auf ihm findet man eine alte Flasche. Vom Colle wendet man sich nach Süden und traversiert nun weglos den einfachen Hang. Bald überschreitet man einen kaum ausgeprägten Rücken. Ungefähr dort wo die Vegetation (Erlen) dichter und unangenehmer wird, beendet man die Traverse und steigt gerade in den Grund des Valle Aperta hinab, zuletzt überquert man eine Blockhalde. Man erreicht den Riale bei P.1324 (Karte IGM). Augenscheinlich ist die Traverse zum Pizzo Lazzaretto von hier aus einfach. Ebenfalls machbar, aber anspruchsvoll und mühsam, dürfte der Anstieg zum Corno del Pedùm (P.1869) sein. Diese Routenfortsetzungen bedürfen weiterer Erkundigungen.

Im Valle Aperta
Im Valle Aperta, Cima Pedùm

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