![]() |
Alpe
Riazzoli - Valle Aperta |
In
la Piana lässt sich auf vielen verschiedenen Routen erreichen.
Am einfachsten auf einem der guten Wanderwege von Premosello über
die Colma oder aus dem
Val Loana über die Alpe
Scaredi oder die Bocchetta di Vald. Alternativ und anspruchsvoll
auch durch die Schlucht von Ponte Casletto
oder über die Bocchetta di Valfredda von
Nibbio nebst einer Reihe von vielen anderen Möglichkeiten, die
hier nicht erwähnt werden.
1.
Etappe: In la Piana - Alpe Riazzoli (T6;
2:00)
Vom
Forsthaus In la Piana geht
man auf Pfadspuren zu einigen Ruinen am Riale Pirin (Bach der aus dem Tälchen
zwischen Mottàc und Ceresa kommt). Nur wenige Schritte oberhalb
des Zusammenflusses mit dem Riale Pirin überschreitet man den Rio
Fiorina. Bei mittlerem Wasserstand wird ein heikles Manöver notwendig,
bei hohem Wasserstand ist die Querung nicht möglich. Ein Drahtseil
spannt sich etwa fünf Meter über dem Fluss, welches gegebenenfalls
zur Nachführung des Gepäcks benutzt werden kann. Über Reste
alter Kunstbauten gelangt man auf eine Terrasse etwa 40 Meter über
dem Fluss. Hier finden sich verschiedene Ruinen, insbesondere wenn man
die Terrasse absteigend nach rechts weiterverfolgen sollte. Man geht indessen
geradeaus weiter den Hang hinauf. Bereits nach wenigen Metern schwenkt
man auf schwache Trittspuren ein, die den unangenehm steilen Buchenwald
nach links aufwärts queren. Man versucht den Spuren treu zu bleiben,
und trifft sehr sporadisch auf Reste von Stützmäuerchen und einzelne
Markierungen in Form von Steinmännchen. Die Querung insgesamt ist
heikel und erfordert abschnittsweise grosse Vorsicht. So gelangt man auf
die schöne Wiese mit den Ruinen der Alpe Riazzoli. Möglicherweise
gibt es eine bessere Variante, um von In la Piana nach Riazzoli zu gelangen,
immerhin geben die verfügbaren Karten den einstigen Pfad weiter oben
im Hang an.

Alpe Riazzoli
2. Etappe: Alpe Riazzoli - Alpe Portaiola (T4-;
1:00)
Von den Ruinen in Riazzoli steigt man gerade in den darüber befindlichen
Buchenwald hinauf. Anfangs ist kein Weg sichtbar. Doch bald trifft man auf
eine recht grosszügige Weganlage, die in gut sichtbaren Kehren den Hang
erklimmt. Man passiert die Abzweigung zum oberen Teil der Costa dei Riazzoli,
deren Pfad sich augenscheinlich in bescheidenem Zustand befindet, und gelangt
in aufsteigender Rechtsquerung, zum Schluss in einigen Kehren zu P.1358 (Karte
IGM) auf der Costa dei Riazzoli. Der Übergang ist mit einem kleinen
Steinmann markiert und darf nicht verfehlt werden, nur hier kann die Costa
dei Riazzoli problemlos überschritten werden. Jenseits schwenkt man
auf einen recht guten Pfad ein, der zwischen senkrechten Felsabsätzen
dahinquert um sich letztendlich im sanften Buchenwald kurz vor der Alpe Portaiola
zu verlieren. In der Gegenrichtung ist der Pfadanfang schwierig auszumachen,
man sollte mit einer gewissen Systematik vorgehen, und eher höher als
tiefer suchen.
3. Etappe: Alpe Portaiola - Alpe Campo di sotto - Colle Languria
- Valle Aperta (T5-; 2:00)
Von Portaiola geht man auf dem guten Pfad weiter bis zum Ufer des Rio Portaiola,
den man hier überschreitet. An dieser Stelle metzelten am 21.Juni 1944
deutsche Truppen dreissig Partisanen nieder. Jenseits - bei Ruinen - findet
man den Anfang von Markierungen, die bald auf einen eher guten Pfad leiten,
der unter Felswänden hindurch, Richtung Alpe Campo di sotto führt.
Man überschreitet den 'Rio Campo' anhand verblasster roter Pfeile und
gelangt in Kürze zu den überwucherten Ruinen von Campo di sotto.
Von hier steigt man gerade in den Buchenwald hinauf und trifft alsbald auf
die Pfadreste, die in den Colle Languria, einem Sattel über dem Valle
Aperta führen, ca 1540m. Auf ihm findet man eine alte Flasche. Vom Colle
wendet man sich nach Süden und traversiert nun weglos den einfachen
Hang. Bald überschreitet man einen kaum ausgeprägten Rücken.
Ungefähr dort wo die Vegetation (Erlen) dichter und unangenehmer wird,
beendet man die Traverse und steigt gerade in den Grund des Valle Aperta
hinab, zuletzt überquert man eine Blockhalde. Man erreicht den Riale
bei P.1324 (Karte IGM). Augenscheinlich ist die Traverse zum Pizzo Lazzaretto
von hier aus einfach. Ebenfalls machbar, aber anspruchsvoll und mühsam,
dürfte der Anstieg zum Corno del Pedùm (P.1869) sein. Diese Routenfortsetzungen
bedürfen weiterer Erkundigungen.

Im Valle Aperta, Cima Pedùm