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Alpe Saler
 



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Am 4.Mai 2008 begangener Aufstieg in die eindrückliche Alpe Saler mit ihren 21 Ruinen und weiter nach Alpe Curtet. Die Route erfordert in erster Linie Schwindelfreiheit. Der gute, ebenfalls eindrückliche und ausgesetzte Pfad La Colla - Alpe Curtet ist offiziell markiert und wird daher hier nicht beschrieben.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

Colloro wird auf einer Fahrstrasse ab Premosello erreicht. Zu Fuss ab Bahnhof Premosello ca 0:45 über die markierte Mulattiera. In Colloro findet man sehr gute Unterkunft im Cà dal Preu oder im Circolo (Tel. 0324 88194).

Alpe Saler
Alpe Saler, 4.Mai 2008


1. Etappe: Colloro - (Alpe Lagarasca) - Alpe Lut - Alpe La Motta (T2; 2:30)

Zur Vermeidung der mit einem Fahrverbot belegten Fahrstrasse von Colloro nach Alpe La Piana steht auch folgende Variante zur Verfügung: Beim Bacino/Wasserreservoir ob Colloro (ca 610m, bis hierher Pkw-Fahrt gestattet) wählt man zunächst den offiziellen Wanderweg Richtung La Colla - Alpe Curtet und folgt ihm bis zu den kaum mehr erkennbaren Resten einer Kapelle auf ca 820m. Hier beginnt ein recht guter, waagrechter Pfad, der - neuerdings wieder grosszügiger ausgeastet - überraschend wildes, aber nur mässig steiles Gelände quert. Wenige Minuten nach Querung des zweiten Tobels (jenes, welches direkt von den Gebäuden von Lagarasc herabkommt), gelangt man an eine Verzweigung: Das anfänglich eher ausgeprägtere obere Trassee führt nach Lagarasc. Man bleibt hingegen auf dem unteren Weglein, das praktisch waagrecht bis zu den schönen Terrassen oberhalb der Alpe Lut leitet. Bei den Quellfassungen existiert erneut eine Verzweigung: Der untere Pfad führt zum Wasserreservoir bei der Alpe Lut. Wählt man den oberen Pfad, bleibt man den schönen Terrassen treu, an deren Ende eine ausgeprägte Mulattiera ansetzt, die zur Fahrstrasse zwischen der Alpe Lut und der Alpe La Piana leitet. Beim Bau der Fahrstrasse nahm man indessen keine Rücksicht auf die Einmündung dieser Mulattiera, so dass die letzten Meter mühsam und ruppig sind. (In der Gegenrichtung ohne Ortskenntnis daher kaum aufzufinden.) In der Regel mündet man in der Nähe der offiziell markierten Abkürzung zwischen zwei Strassenkehren.


2. Etappe: Alpe La Piana - La Colla (T4+; 1:30)

Bei den letzten Häusern der Alpe La Piana verlässt man den markierten Wanderweg zur Colma und verfolgt einen guten Pfad zur Alpe Agaroli. Beim ersten Haus dieser Alp biegt man scharf links ein und verfolgt den deutlichen, aber schmalen Pfad ins Tobel des Riale Curtet. Jenseits setzt sich der Pfad in interessanter, exponierter Routenführung über einen felsigen Rücken fort. Schliesslich erreicht man einen steilen Buchenwald und die Wiese von La Colla, wo man den neuerdings offiziell markierten Wanderweg Colloro - Alpe Curtet berührt. Im Abstieg suche man den Beginn des Pfades am unteren Ende der Wiese und halte sich dann nach rechts auf den steilen Rücken zu.


3. Etappe: La Colla - Alpe Saler (T5+; 1:00)

Von La Colla verfolgt man den anfänglich sehr ausgeprägten Pfad, der unterhalb einer Felswand nach Norden wegführt. Nachdem man einen Brunnen passiert hat, beginnt sich der Pfad auf schmalen, sehr ausgesetzten Bändern durch die Felswände zu schlängeln, die den Durchschlupf zum Riale Curtet zu verunmöglichen scheinen, dabei durchschreitet man auch einen natürlichen Felsbogen ("Porta Saler"). In der anschliessend erreichten grasigen Mulde, lässt sich zunächst keine Wegfortsetzung erkennen. Etwas höher, dort wo die Wasserleitung Riale Curtet - La Colla aufgehängt und verankert ist, nimmt man jedoch Mauerreste wahr. Über diese Reste von Kunstbauten gelangt man zur Wasserfassung am Riale Curtet. Steigt man von hier nach links über einen Grashang auf, so erreicht man in Kürze die Ruinen von Saler di sotto. Über Wegreste liesse sich von dort problemlos in etwa 20 Minuten der Sentiero Curtet an jenem Sattel erreichen, wo er von der Colloro-Flanke in diejenige des Riale Curtet wechselt.

Zurück zur Wasserfassung am Riale: Man überschreitet den Bach und steigt nach rechts auf, tritt in eine grasige Rinne mit Treppenresten ein und verfolgt diese bis zu einem Sättelchen. Jenseits traversiert man zu einem weiteren Bach und steigt dann in beliebiger Routenführung über die offenen, aber steilen Weiden zu den 21 Ruinen der Alpe Saler, die einer Festung gleich in unglaublicher Lage über den Abgründen thronen.

Alpe Curtet
Alpe Curtet, 4.Mai 2008

4. Etappe: Alpe Saler - Alpe Curtet (T5; 1:00)

Von Alpe Saler verfolgt man einen noch erkennbaren Pfad, der waagrecht unterhalb der die Weiden begrenzenden Felswand entlangführt, zwei Ruinen passiert und einen Sattel erreicht. Vom Sattel kann man die nahen Gebäude der Alpe Curtet sehen. Man steigt wenig ab, und verfolgt die Wegreste die sich allmählich ins Tobel des Riale Curtet absenken, um ihn bei der Einmündung des nächsten Tobels zu erreichen. Ab hier ist kein Pfad mehr vorhanden, das Gelände aber vergleichsweise einfach und übersichtlich. In beliebiger Routenführung gelangt man nach Curtet, wo man über den markierten Wanderweg nach Colloro zurückkehren kann oder ohne alpine Schwierigkeiten auf die Cima Saler steigt.

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