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Sasso
Grande |
Der Ausgangspunkt der Unternehmung ist die
blaue Tafel der Gemeinde Mergozzo an der Strasse Cuzzago - Mergozzo,
einige hundert Meter westlich von Nibbio. Man erreicht diese Stelle,
indem man den Zug bis zum Bahnhof Cuzzago nimmt und von dort in 20
Minuten der Hauptstrasse folgt.

Aufstieg über die Linea Cadorna, 9.April 2010
1.
Etappe: Nibbio - Sasso Grande (T4+;
1:30)

Von
den Ruinen folgt man weiterhin den allmählich verblassenden, roten
Markierungen, die alte Wegfragmente und Schwachstellen zwischen den
Felsgürteln
ausnutzend gegen den Mot Gianin ansteigen. Vor der letzten Felsbastion,
ca 1050m, traversiert man links etwas absteigend in die Flanke, umgeht
einen Felssporn und findet sich in einem Erlenmeer wieder. Unter den
Erlen
liegt das noch gut erhaltene Trassee, das - oberhalb der Felsstufe
- zurück auf den Rücken führt. Weglos erreicht man in Kürze die Ruine
auf dem Mot Gianin mit der eingemeisselten Jahreszahl 1859.
Von hier
erhält
man instruktive Einblicke ins Valle di Nibbio und in die ausgedehnte
Flanke des Pizzo Proman, in deren Mitte sich noch eine Stütze
der einstigen Seilbahn Cuzzago - Bocchetta di Valfredda - In la Piana
erhalten hat.

Seilbahnstütze in der Proman-Wand (10x Zoom vom Mot Gianin), 23.März
2011
Von der Ruine am Mot Gianin steigt man nur noch wenige Meter weiter auf und schlägt sich dann in die Erlenvegetation. Mittels waagrechter Querung (Wegreste, ganz vereinzelt alte Schnittspuren, später weisse Markierungen) erreicht man eine Felspassage unter senkrechter Wand unmittelbar vor dem Rücken, der die Täler von Balangeri und Pianezza trennt (vgl. Wegsignatur IGM-Karte). Auf guten Gesimsen durch die Wand hindurch (II-) und auf dem Rücken eine Felsstufe abkletternd (II) erreicht man angenehmes offenes Gelände. Bei 1130m biegt man bereits wieder vom Rücken ab und traversiert in das Tal des Riale Balangeri hinein (Wegrest, kurze exponierte Traverse). Sobald gut möglich steigt man steil, aber ohne alpinistische Probleme zum Grund der Rinne ab. Man folgt der Rinne weiter abwärts (einige Erlen) und trifft bald auf verblassende rote Markierungen, die weiter durch die Rinne hinablotsen, bis sie auf ein steil abwärts führendes Wegtrassee führen, dass in die westliche Nachbarrinne hinüberleitet, und diese über Felsbänder gleich wieder zu einem Ruinenplatz verlassen. Vom Ruinenplatz folgt man den roten Markierungen durch einen steilen Wald hinüber zum Ende der Strada Cadorna ob Cuzzago, ca 860m, wo die Route nach La Vugia (P.1381, Karte IGM) vorbeikommt.