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Val
Grande: Schluchtweg |
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Man
folgt einem Pfad, der praktisch horizontal Richtung Norden in die
Schlucht weiterführt. Nach 600 Meter steigt der Weg in vier Kehren ca 50m
hinauf, überquert eine plattige Rinne (II-) und setzt sich dann
horizontal fort. Dabei quert man mehrmals die Reste des auffälligen
Trassees, über das einst die Schmalspurbahn von Orfalecchio nach Arca
führte. Gegenüber mündet das Val Manau, kurz darauf endet
das Wegtrassee über
einem Felsband von gut fünf Metern Höhe.
Man
überwindet das Felsband anhand guter Gesimse (II+), trifft auf die
Trümmer der ehemals dort zu findenden Steintreppe und folgt der mit
orangen Punkten markierten und bei einem zu überwindenden Felsvorsprung
(II-) mit mehreren Drahtseilen
ausgestatteten Wegfortsetzung, die leicht aufsteigend Richtung
Nordwesten weiterführt. Dabei passiert man ein ausgesetztes Eck, das
mittels mehrerer Drahtseile gesichert ist (II). Unmittelbar danach steigt
man über eine breite aber steile Rampe, die durch Steinschlag bedroht
ist, auf. Wenig später wird ein tiefeingefressenes Couloir gequert.
Vor dem Rücken
vor dem Val Piana steigt der Pfad nochmals an um sich auf gut sichtbarem,
aber ausgesetztem Trassee
(Stellen II-) in den
Grund
des
Val Piana abzusenken. Der drei Meter eingetiefte Bachlauf wird mittels eines
installierten Seils (II) erreicht. Jenseits findet man
erneut viele Markierungen, die zu einem guten Pfad leiten, der aufsteigend
bis zu
einer wenig ausgeprägten Rippe quert. Über die Rippe - später rechts
davon -
wird ca
120m
aufgestiegen. Kurz bevor man die Colma di Val Piana, also den grossen Rücken
zwischen dem Val Piana und L'Arca erreicht, ist in einer Nische ein manchmal
feuchtes Felsband zu überwinden
(II). Auf dem Rücken finden sich die Trümmer von Gebäuden.
Jenseits auf gutem Pfad in vielen Windungen sofort wieder hinab, wobei am
Anfang ein Couloir
(II-) und anschliessend eine etwas exponierte waagrechte Traverse zu einem
Vorsprung zu überwinden sind. Man
erreicht so den
Rio Valgrande vor den zwei grossen Felszacken von Arca, welche
nebeneinander im Tal stehen. Der Fluss wird hier überquert, was bei hohem
Wasserstand problematisch bis unmöglich wird. Im Falle von
Schwierigkeiten ist es wichtig zu wissen, dass sich hier auf der
orografisch rechten
Talseite etwa fünf Meter über dem Fluss eine grosse Höhle befindet,
welche bei Bedarf als Übernachtungsstelle benutzt werden kann und mit
den nötigsten Gegenständen ausgerüstet ist.

L'Arca
4. Etappe: L'Arca - In La Piana
(T5+,
II; 3:15)
Auf
der orografisch linken Talseite
mündet das Val dell'Arca. Auf seinem Schuttkegel steigt
man etwa 20m auf, um dann nach links auf einen markierten Pfad
einzuschwenken. Man erreicht so den Sattel rechts der beiden Felszacken.
Auf diesem flachen Sattel ist eine Plattform gemauert (Überreste einer einstigen
Seilbahn, vermutlich nach der Stazione Valfredda führend), die
die Gebäudesignatur
L’Arca
auf
der
Landeskarte
darstellt. Die
Markierung (rote Punkte und orange Pfeile) teilt sich hier: Während die
eine gleich wieder an den Fluss hinableitet, führt die andere nach
rechts auf einen Weg hinauf. Es ist unter keinen Umständen
(ausser bei Schnee und Eis) ratsam, dem Fluss zu folgen, auch wenn gewisse
Begeher hier andere Ansichten vertreten.
Mit
Vorteil
folgt
man
daher dem
Weg,
welcher nach ca 100 Metern steil über eine teilweise felsige Rippe hinaufführt.
Dort wo
die
Rippe schwierig zu begehen wird, quert man nach links, um über eine
komplizierte Abfolge von Terrassen und Rinnen anhand von Farbmarkierungen
und Steinmännern zur Wegfortsetzung jenseits des steilen Tales
von La Valletta zu gelangen. Im folgenden ist der Weg wieder
eindeutiger, er steigt noch etwas an um einen Rücken zu überschreiten,
und senkt sich dann ca 80m ab. Mit einigem Auf und Ab
gelangt man letztlich ins Val di Agalitt und gleich darauf vor und über
den Lancone di Valfredda, die Stelle des Zusammenflusses von Rio Valgrande
und Rio Valfredda. Über
eine Grasrampe zieht der Pfad in steilen
kurzen Kehren
zu P.903 hinauf. Anschliessend sind einige sehr steile und teilweise ausgesetzte
Hänge auf gutem Pfad zu traversieren. Man erreicht
so
die
Stelle,
wo
man
auf
einen
tiefen
See,
genannt Lanca del Grup dla Sèca, eingeklemmt
zwischen zwei Felstürmen in der Schlucht, hinabblickt. Es handelt sich dabei
um die Stelle, wo bei Flussbegehungen ein kompliziertes Manöver zu dessen
Umgehung notwendig wird. Kurz
darauf
muss
über eine ausgesetzte zwei Meter hohe Felspassage (II) und ein anschliessendes
sieben Meter hohes Kamin (II-) mit den Resten einer Treppe abgestiegen
werden.
Diese Stelle war
in
der
Gegenrichtung schwierig zu erkennen, ist aber seit Weihnachten 2006 eindeutig
markiert. Wer die Stelle (im Abstieg) verpasste, was sehr häufig geschah,
gelangte
stattdessen
in
eine unerhört
ausgesetzte Passage mit einem Fixseil (T6+),
vor der viele Begeher im Abstieg kapitulierten.
Man
folgt
dem
nunmehr
wieder
deutlichen
Weg
und
erreicht in Kürze das Val Negra, unmittelbar nördlich von P.1058. Der
Eintritt in das Tobel ist recht ausgesetzt und zweimal mit einem Seil gesichert
(II).
Nach
der Überquerung des Baches
im
Tobelgrund sind vier Meter Fels in einer Art Verschneidung zu überwinden
(II),
um
aus
dem
Tobel
herauszugelangen.

Rio Valgrande
Im weiteren Verlauf steigt der Weg im Bereich von wenigen Metern
häufig Auf und
Ab, wobei er an manchen Stellen undeutlich ist. Es ist jedoch wichtig
zu wissen, dass er dennoch praktisch durchgehend vorhanden ist. Wer ihn hier
trotzdem verliert, der gehe besser wieder etwas zurück und suche die
Fortsetzung etwas tiefer oder
höher. Insbesondere in der Gegenrichtung gelangt man gerne auf einen
falschen Pfad, der nach kurzer Zeit oberhalb der Lanca del Grup dla Sèca
im Flussbett endet. Nach kurzer Zeit steigt der Pfad endgültig
etwa 70m zum nunmehr Rio Fiorina genannten Fluss hinab. An
der
Stelle
der
Flussüberquerung sind Reste von grossen Drahtseilen zu erkennen. Auf der
anderen Flussseite ist der einstige Pfad durch Hochwasser zunächst weggerissen.
Man steigt bei der Flussquerung an beliebiger Stelle gleich wieder 15m auf,
um auf eine Terrasse mit
der
Wegfortsetzung
in Richtung
Norden
zu
gelangen.
Auf
der
Terrasse und beim
nächsten einmündenden Seitental weisen mehrere Tafeln auf die
Gefährlichkeit des Schluchtweges hin. Man folgt diesem flachen
Seitentälchen durch einen Buchenwald und gelangt so auf den Pfad von
In la Piana nach Val Gabbio, wenige Schritte südlich der
Wiese
mit
dem
Forsthaus und dem neuen
Biwak von In la Piana.
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