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Alpe
Taccarello |
Prata (di Vogogna) liegt an der Hauptstrasse
zwischen Bèura und Vogogna. Der Circolare (Ringbus) verkehrt zwischen
dem Bahnhof Domodossola und Prata täglich alle zwei Stunden.

Sentiero Taccarello
Foto: Ferruccio Rossi, in-valgrande.it
1.
Etappe: Prata - Alpe Sasso Alto - Rigulun (T3;
1:30)

Von
Rigulun folgt man einem guten Pfad bis zum Rio di Prata. Auch von Alpe
Prasain führt ein anderer guter Pfad, über den die "Via
panoramica" führt, hierher. Mit Hilfe eines Drahtseils steigt man zum Bach ab und
findet jenseits nur
noch
eine
bescheidene,
verwachsene Weganlage vor, auf der man in Kürze zur in der Landeskarte
verzeichneten Verzweigung vordringt: Man biegt rechts ab und sieht
sich dichter Vegetation und weglosem Gelände ausgesetzt. Man schlägt
sich dennoch ohne alpine Probleme bis zu den auf der Landeskarte verzeichneten,
aber unbenannten Ruinen der Alpe Uccellino, 1010m, durch.
Es ist wichtig zu wissen, dass die Landeskarte für den Weiterweg
nach Alpe Taccarello ungewöhnlich unpräzise bis falsch ist.
Anstatt den Aufstieg in der Mitte des Hanges nach Taccarello zu suchen,
begibt
man sich auf den Gratrücken über dem Rio di Prata und findet
dort eine ausgeastete Route vor. Man folgt dem Rücken (an verschiedenen
Stellen scheinen Querungen nach Alpe Vaudo möglich) bis von links
das originale Wegtrassee aus dem Erlendickicht hinzustösst. Ab
hier ist die alte Weganlage praktisch noch durchgehend vorhanden, wenngleich
in sehr
schlechtem Zustand: Zunächst verlässt man den Rücken
nach links und gelangt über eine buchenbestandene Rampe in einigen
Kehren unter einer Felswand zurück auf den Rücken oberhalb
einer Felsstufe. Nun setzt die Weganlage zur Überwindung einer
hohen Felsstufe an. Dazu bedient sie sich interessanter Kunstbauten
und weicht in die Flanke
des Rio di Prata aus um schliesslich oberhalb der Stufe auf den Rücken
zurückzukehren. Über Treppenreste und Mäuerchen geht
es über den Rücken
weiter aufwärts bis schliesslich die Weganlage zur nahezu waagrechten
Querung zur Ruine der Alpe Taccarello, 1360m, ansetzt.

Alpe Taccarello
Foto: Ferruccio Rossi, in-valgrande.it
3.
Etappe: Alpe Taccarello - Colla Bassa (T5+;
2:30)
Um
Alpe Taccarello zu verlassen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten
an: Man kann dem alten Pfad folgen, der einst nach Alpe Aurinasca
führte, heute aber weitgehend verschwunden ist. (Der erste Teil dieser
Route ist identisch mit der unten beschriebenen.) Oder man kann über
die oberhalb der Ruinen befindlichen ehemaligen Weiden auf den Grat
zwischen der Colla Bassa und dem Pizzo delle Pecore aussteigen, was
Ferruccio
Rossi hier erwähnt.
Eine dritte Möglichkeit ist der Ausstieg auf den Wanderweg Alpe Aurinasca
- Colla Bassa, den man beim Sättelchen auf ca 1430m erreicht. Diese
Möglichkeit ist im folgenden beschrieben:
Von der Ruine der Alpe Taccarello folgt man zunächst dem einstigen
Weg Richtung Alpe Aurinasca, der nur am Anfang ein kurzes Stück weit
sichtbar ist, nämlich bis zu einer ersten Bachüberquerung. Nach dem
Bach finden sich zunächst keinerlei Wegspuren, weiter vorne erkennt
man eine versperrende Felswand. Man steigt unter diese Felswand und
traversiert an ihrem unteren Ende über eine sehr abschüssige Felsheide
(heikel, II-, einzelne Schnittspur, Tacche). Im folgenden sind einzelne
sporadische Wegfragmente sichtbar, der Weiterweg erfordert aber gutes
Orientierungsvermögen: Man übersteigt eine Felsrippe (Treppenrest)
und gelangt in das folgende Tobel, wo man stark absteigt, um über
ein gut sichtbares rampenähnliches Band (mit einzelnen Schnittspuren
an der Vegetation) dieses wieder zu verlassen. Der einstige Weg stieg
nun in das dritte Tobel hinab, um jenseits über Wiesen aus ihm herauszutraversieren,
was mit etwas Phantasie zu erkennen ist. Indessen führt die hier
beschriebene Route zum Wanderweg Aurinasca - Colla Bassa hinauf.
Es empfiehlt sich den weiteren Routenverlauf spätestens vor hier
aus ausführlich zu studieren: Man durchquert das Tobel etwas oberhalb
des Standortes über ausgedehnte Plattenschüsse und steigt auf ein
sehr schmales auffälliges Grasband aus (3 Meter III-). Man folgt
dem horizontalen Grasband bis an sein Ende und steigt steil in ein
Birkenwäldchen an. Die eingeschlagene Richtung beibehaltend erreicht
man die felsigen Aufschwünge, die den Westrücken der Colla Bassa
tragen. Unterhalb des Aufschwunges traversiert man nach links auf
einem Tierpfad einen sehr steilen Grashang, an dessen Ende eine grasige
Rinne zu einem Buchenwäldchen hinaufführt. Die darüberliegende Felswand
wird linkerhand über ein ansteigendes Felsband überwunden (exponiert,
II-), worauf man in steile Grashänge mündet, die in Kürze zum Sättelchen
ca 1430m leiten, wo der unmarkierte Wanderweg Alpe Aurinasca - Colla
Bassa hindurchkommt.