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Türi (Baita dul Can)
 



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Am 22.März 2011 begangene Route von Nibbio zur Baita dul Can, die sich rund 200 Höhenmeter westlich unterhalb des P.1132 (Piana del Türi) befindet. Auf der IGM-Karte sind die Ruinen verzeichnet, aber nicht benannt. Von dort setzt ein wenig bekannter, aber noch erhaltener Pfad durch sehr steiles Gelände ins Val Cornera an.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

Nibbio liegt an der Strasse von Premosello nach Mergozzo. An Schultagen (incl. Samstag) verkehrt ein Bus um 07:09 Uhr ab Vogogna via Premosello nach Nibbio. Ferner gelangt man regelmässig an den Bahnhof Cuzzago und erreicht von dort in 30 Minuten entlang der Strasse den Ausgangspunkt zwischen Nibbio und Bèttola.

Alpe del Türi
Baita dul Can, 22.März 2011


1. Etappe: Nibbio - Baita dul Can (T4+; 3:00)

Der Anstieg beginnt auf etwa halber Strecke der Strasse zwischen Nibbio und Bèttola bei einem Steinabladeplatz. Dort zieht ein deutlicher Pfad nach Nordosten in den Wald, welcher mit roten und gelben Punkten markiert ist. Der Pfad leitet weiter durch bewachsene Blockhalden nach Nordosten aufwärts bis kurz vor den Rio Fighera. Dort biegt er nach links um in die Felsen (hölzernes Gedenkkreuz am Einstieg). Nun erst schräg nach links, später nach rechts aufwärts auf durchgängig vorhandenem Pfad durch die vegetationsdurchsetzte Felsflanke aufwärts. Ungefähr 15m unterhalb der Ankunft auf der Linea Cadorna, bei ca 405m befindet sich die unscheinbare Abzweigung nach Türi (Wegmarkierung an Baum). Man folgt einer nicht gut erkennbaren Wegspur (Steinmänner) mit etwas Auf und Ab bis zu einer breiten Rinne, wo die Weganlage deutlicher wird. Über den teilweise eingehauenen Weg quert man die Rinne und trifft auf eine im Brombeergestrüpp versteckte Ruine. Ab hier steigt die Weganlage, zum Teil recht exponiert, mit Hilfe von einigen Kunstbauten im Zickzack über den felsigen Rücken an. Bald beginnt sie nach Osten, zurück zur weiter unten gequerten Rinne abzudriften. Man muss die Weganlage hier verlassen, denn die neuerliche (interessante und exponierte) Querung der Rinne führt lediglich zu einer Kaverne aus Cadorna-Zeiten um dort zu enden. Das Wegtrassee nach Türi liegt im folgenden Abschnitt unter dorniger Vegetation, so steigt man am besten gerade den Hang hinauf und erreicht nach Durchsteigung einer steilen grasigen Rinne einen grossen Steinmann mit der deutlichen Wegfortsetzung. Die nun folgende Querung durch sehr steiles Gelände ist exponiert und verlangt etwas Vorsicht, doch ist das Trassee weitgehend erhalten. Anschliessend trifft man auf rote Markierungen (und Schnittspuren), die in Kehren - mehr oder weniger entlang des alten Weges - die Route bis zu den Ruinen der Baita dul Can, ca 930m weisen.

Sentiero Türi
Sentiero Türi, 22.März 2011


2. Etappe: Baita dul Can - Alpetto Cornera (T5+; 1:30)

Von der Baita dul Can steigt man nur wenige weitere Meter auf und trifft auf der nächsten Kuppe auf den Beginn eines zunächst nicht sehr ausgeprägten Wegleins mit Schnittspuren, das gegen die Flanke des Val Cornera hinabzieht. Auf dem nächsten Rücken angelangt, sucht man die Fortsetzung rund 15m tiefer bei einer Birke und folgt im weiteren einem ausgeprägten Weg, der sich langsam gegen das Val Cornera absenkt. Bald erreicht man eine steil abfallende, exponierte Rampe. Die Wegqualität leidet, doch kommt man ohne grössere Probleme hinunter und setzt die Querung anhand der Schnittspuren fort. Einige nun folgende Wegabschnitte im sehr steilen Gelände erfordern besondere Vorsicht; schliesslich gelangt man auf 770m an den Rio Cornera, der überquert wird. Jenseits wird unter eine Felswand angestiegen (links befindet sich ein Sprügh). Im folgenden finden sich nur noch sehr wenige Wegreste und nur sporadisch wegweisende Schnittspuren, so dass die optimale Route schwierig zu finden ist. Die Felswand wird rechts umgangen, und auf den darüberliegenden Sporn gestiegen. Vom Sporn umgeht man die nächste Stufe wiederum rechts und steigt durch steiles Gelände mit Wegresten gegen einen zweiten höheren Sporn. Bevor das Gelände felsig wird, biegt man rechts ab, und steigt zu einer ausgeasteten Traverse, über die man nach links zurückkehrt. Am Ende der Schnittspuren hält man sofort wieder hart rechts, später links, und gelangt auf einen dritten Sporn in wildem Gelände. Von hier scheint kein einfaches Weiterkommen möglich, indessen kann man überraschend einfach über ein felsig-grasiges Band rechts schräg aufwärts traversieren (Wegreste) und erreicht weniger steiles Gelände. Anhand von Trasseeresten hält man schliesslich links aufwärts und erreicht in Kürze die Ruinen von Alpetto Cornera, wo die separat beschriebene Route hindurchkommt. (In Gegenrichtung sehr schwierig aufzufinden.)

Val Cornera
Val Cornera, 22.März 2011

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