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Alpe Ucciascia
 



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Am 8. und 10.Juni 2009 begangener Aufstieg über die eindrücklichen Ruinen der Alpe Ucciascia (P.1008, in der Landeskarte nicht benannt) auf den Monte Spigo. Man kann die Route auf die Cima Sasso oder die Cima Tuss fortsetzen. Oder aber in Kürze zum Casa dell'Alpino auf der Alpe Pra absteigen und nach Cicogna zurückkehren.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

In Cicogna, das vom öffentlichen Verkehr nicht bedient wird, findet man im Cà del Pitur oder in Corte Merina Unterkunft.

Alpe Ucciascia
Alpe Ucciascia, 10.Juni 2009


1. Etappe: Cicogna - P.807 (IGM) - Alpe Ucciascia (T5-; 2:30)

Von der Kirche in Cicogna folgt man zunächst dem markierten Wanderweg Richtung Alpe Pra. Nach den letzten Häusern dringt er in den Wald ein und macht bei einer Informationstafel einen Knick nach rechts. An dieser Stelle verlässt man den Wanderweg und geht geradeaus weiter zwischen verschiedenen Ruinen hindurch. Die eingeschlagene Richtung beibehaltend, quert man zwei steile Rinnen und folgt einem breiten, aber steilen Wegtrassee bis zur schönen Alpe Puzz Sec auf dem Rücken zwischen Alpe Casce und Alpe Pra, P.931 (Karte IGM).

Nach Überschreitung des Rückens findet man wieder eine Weganlage, die nun waagrecht dem Hang in Richtung Strusa folgt (einige rote Markierungen). Gleich zu Anfang ist ein etwas abweisendes Tobel zu traversieren. Danach wird der Weg deutlich schlechter und man orientiert sich an den verschiedenen Kunstbauten und roten Markierungen im überraschend felsigen Gelände. Dabei sind auch kurze Gegenanstiege zu überwinden, die oft nicht klar erkennbar sind. 50 Meter nach dem Ende der Farbmarkierungen setzt man im nun etwas einfacheren Gelände zu einer stark absteigenden Traversierung an. Ziel ist es, die Weidemauer am oberen Rand von Strusa, die heute inmitten von Kastanienwäldern steht, P.807 (Karte IGM), zu erreichen, wo die separat beschriebene Route von Montuzzo mündet.

Bei der Weidemauer findet sich wieder ein waagrechtes Wegtrassee mit verschiedenfarbigen Markierungen, das um den von Alpe Pra herunterstreichenden Rücken herumführt und in das nachfolgende tiefeingeschnittene Tobel eindringt. Nach Überschreitung des dortigen Baches trifft man auf eine verzweigende Markierung, und folgt der orangen Markierung nach oben. Sobald man die steilen Tobelränder überwunden hat, trifft man auf ein grosszügiges, in Kehren flach angelegtes Wegtrassee, das indessen durch die Erosion nach einem verheerenden Waldbrand so stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass es nur noch mit Phantasie erkennbar ist. Zudem existieren eine Reihe (vermeintlicher) Abzweigungen. Entweder gelingt es dem Alpinisten, diesem Trassee zu folgen, oder aber man steigt weglos anhand der Landeskarte zu den Ruinen von Ceresa (P.999 IGM). Im letzeren Fall achte man darauf, im unteren Teil nicht zu weit nach links (Südwest) und weiter oben nicht zu weit nach rechts (Nordost) zu geraten, wo das Gelände jeweils steil und felsig wird. Wegreste führen von den Ruinen in Ceresa (P.999 IGM) waagrecht zu den vielen überwucherten Ruinen der Alpe Ucciascia, ein eindrücklicher und geheimnisvoll wirkender Platz.

Alpe Ucciascia
Alpe Ucciascia, 10.Juni 2009


2. Etappe: Alpe Ucciascia - Monte Spigo (T4-; 1:30)

Von der obersten Ruine, wo der Beginn des Wegtrassees ins Val Velina sichtbar ist, steigt man geradewegs in den Wald hinein. ES empfiehlt sich zunächst bis auf eine Höhe von ca 1100m gerade hinauf, oder sogar etwas nach Norden auszuweichen, da hier das Gelände weniger steil und frei von aufdringlicher Vegetation ist. Auf 1100m traversiert man zum vom Monte Spigo herabkommenden Rücken, über den der Aufsteig vollendet wird: Wegreste lassen sich nur an wenigen Stellen noch ausmachen, doch ist das Gelände einfach und die Vegetation hält sich angenehm zurück. Auf ca 1370m kreuzt man die Wasserleitung Alpe Belmello - Alpe Pra. Einst traversierte der Pfad von hier in den östlich des Monte Spigo liegenden Sattel. Doch ist dies heute nicht mehr ratsam; besser steigt man in Kürze auf den Gipfel des Monte Spigo, von wo alte verblasste Markierungen in wenigen Minuten wahlweise in den östlichen oder westlichen Sattel leiten, wo der Wanderweg auf die Cima Sasso hindurchkommt.


3. Etappe: Monte Spigo - La Colma di Belmello - Cima Tuss (T3; 1:30)

Etwas weiter oberhalb, gegen die Colma di Belmello hin, bei ca 1440m mündet die Route via Corte del Bosco ein. Auf dieser Route kann man in wenigen Minuten die Alpe Belmello erreichen, wo sich eine stets fliessende Quelle befindet. Wer weiter auf die Cima Tuss möchte folgt hingegen dem Wanderweg der Cima Sasso bis 1660m. Unter den Felsen der Cima Sasso hindurch erkennt man mit einiger Phantasie die Reste des Pfades, der zuerst absteigend, später wieder sanft ansteigend über Weiden und Schrofen zur Cima Tuss traversiert.

Cima Sasso
Alpe Belmello, 10.Juni 2009

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