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Alpe
Vallard |
Die Alpe Sasso Termine wird auf einer mit
Fahrverbot belegten Strasse ab Colloro erreicht. Zu Fuss
ab
Bahnhof Premosello auf markiertem, die Fahrstrasse meidenden Wanderweg
in ca 2:30. In Colloro findet man sehr gute Unterkunft im Cà
dal Preu oder
im Circolo (Tel. 0324 88194). In
Colloro zurückgelassene Fahrzeuge laufen Gefahr Ziele von Vandalismusakten
zu werden.

Die Weiden von Alpe Vallard,
19.Mai 2009
1.
Etappe: Alpe Sasso Termine - Alpe Ludo Termine (T2;
0:30)
Man
folgt dem erwähnten Mäuerchen waagrecht durch die Wiesen
von Ludo Termine und trifft alsbald auf einen ausgeprägten Pfad,
der zuerst durch Erlenvegetation, dann in Birkenwälder hineinführt
und sanft anzusteigen beginnt. Bei 1060m zweigt der ursprüngliche
Pfad nach Vallard links ab, heutzutage führt dieser jedoch ausschliesslich
nach Alpe Corone, so dass seine Nutzung nur bedingt ratsam ist.
Besser geht man auf dem Pfad Richtung Ludo Alboc geradeaus
weiter und trifft
in Kürze
auf eine freie Fläche, über die man den Rand des von La Colmetta
herabkommenden Tobels, ca 1100m, erreicht, wo die Schwierigkeiten beginnen.

Aufstiegsgelände zwischen Ludo Termine und La Balma, 19.Mai 2009
Befindet sich Lawinenschnee im Tobel, so nutzt man diesen für
den weiteren Aufstieg. Andernfalls ist das Tobel nicht begehbar und
man muss sich
über Felsen und durch viel Vegetation am südlichen Rand bis
auf einen Höhe von ca 1150m hinaufarbeiten, wo man das Tobel überquert
bzw. es verlässt. (Diese Stelle kann auch durch viel Vegetation
hindurch vom oben erwähnten Pfad nach Alpe Corone erreicht werden.)
Man steigt nun den Hang gegen Vallard gerade hinauf, wobei diverse
Felsformationen
zu
umgehen
sind.
Die ersten
50
Höhenmeter
findet man Umgehungen eher links, danach eher rechts. Das Gelände
ist infolge der Vegetation (Birken, Erlen, Heckenrosen, Brombeeren)
nur
äusserst mühsam zu begehen. Auf ca 1320m quert man rechterhand,
wie auf der Landeskarte erkennbar, eine Rinne. Jenseits findet man
- endlich
- einzelne zusammenhanglose Wegfragmente in Form von eingestürzten
Mäuerchen oder Treppen. Eine noch teilweise erhaltene Treppe hilft
über eine etwas höhere Felsstufe hinweg, wonach man auf einem
bewaldeten Vorsprung auf ca 1360m anlangt. Rechts querend, zum Teil
etwas absteigend, findet man alte, völlig überwucherte Wegreste,
die zum von Vallard
herabkommenden Bach hinüberziehen. Unmittelbar jenseits stehen
die Ruinen der Alpe La Balma, ca 1410m, zu denen man weitergeht.

Alpe La Balma, 19.Mai 2009
Für den weiteren Wegverlauf verlasse man sich nicht allzu sehr
auf die alte Landeskarte, die hier sehr unpräzise ist.
Man folgt von den Ruinen dem Fuss eines Felsbandes Richtung Nordosten
aufwärts und trifft nach einigen Minuten auf ein abschnittsweise hoch
in der Luft hängendes, teilweise am Boden liegendes altes Heuseil,
das von Vallard nach Ludo Termine führte. Es ist für die weitere Orientierung
und
Wegstrecke sehr wichtig dieses Seil zu finden. Man folgt dem ungefähren
Verlauf dieses Seils weiter bergauf, bis dies wegen Felswänden schwierig
wird. Unmittelbar rechts befindet sich nun der Rücken, jenseits
welchem die ehemaligen Weiden von Alpe Ludo Alboc liegen. Man steigt
auf diesen Rücken und umgeht die versperrende Felswand jenseits des
Rückens überraschend problemlos, kehrt auf den Rücken und anschliessend
zum Heuseil zurück. Dem weiteren Verlauf des Seils folgend steigt man
noch etwas weiter aufwärts, um es nach einer grasigen Rinne definitiv
nach links zu verlassen. In Kürze erreicht man somit die Ruinen des
untersten
Stafels von Alpe Vallard, ca 1540m. Man rechne bis hierher mit einem
erheblichen Zeitaufwand, bedingt durch die komplexe Orientierung und
die Mühsamkeit
des Geländes und der Vegetation: Der Autor benötigte am 19.Mai 2009
im Abstieg von Vallard nach Ludo Termine fast fünf Stunden um die obligatorischen
Durchschlüpfe aufzufinden.

Alpe Vallard, unterer Stafel, 19.Mai 2009
3.
Etappe: Alpe Vallard - Pizzo Lacina (T5-;
1:00)
Vom
unteren Stafel hat man nun endlich offenes Gelände vor sich.
Man steigt stets nordöstlich der vom Pizzo Lacina herabkommenden
Rinne weiter auf, dabei passiert man eine Reihe weiterer Ruinen und
erreicht
schliesslich auf ca 1670m die oberste Ruine, die sich nahe beim Rücken
der Vallard von Ludo Alboc abtrennt, befindet. Dem darüber befindlichen
Steilaufschwung weicht man südseits aus und kehrt auf den Rücken
zurück, über den man die Gipfelbesteigung des Pizzo Lacina
(LK: Pizzo La Cima) vollendet. Die Wanderwegmarkierungen von Prata
und von Colloro
führen indessen
nur
bis zum südlichen Vorgipfel.
Man erreicht diesen, indem man den vorhandenen Gratfelsen auf
der Seite von Vallard ausweicht. Auf dem Gipfel trifft man ferner
erneut auf die Route via Alpe Pra d'Gatt.

Alpe Vallard (oberer und mittlerer Stafel) vom Pizzo Lacina,
19.Mai 2009