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Via di Lizza
 



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Am 8.April 2010 begangene Rundtour um den Marmor-Steinbruch von Candoglia. Die Route ist in der vegetationsfreien Zeit nicht übermässig anspruchsvoll, erfordert aber dennoch eine gute Ausrüstung und ein souveränes Bewegen im Gelände bis T4. Das Betriebsgelände des Steinbruchs wird auf der vorgestellten Route verbotenerweise für einige Meter angeschnitten, was an arbeitsfreien Tagen unproblematisch ist, da der derzeitige Abbaubereich nicht betreten wird. An Arbeitstagen ist der Steinbruch indessen durch steiles, dornenreiches Geländes zu umgehen. Es sei daher empfohlen, diese Unternehmung an einem Wochenende auszuführen, oder aber als Nachmittagstour, so dass man den fraglichen Bereich erst nach Arbeitsende erreicht. Bei Nässe nehme man Abstand vom Abstieg über die sehr steile Via di Lizza.

Zur Methode des Steintransport über die Via di Lizza, dem Lizzatura, findet der Interessierte hier weitere Informationen.



Anreise

Candoglia liegt an der Strasse von Mergozzo nach Premosello. Im Bahnhof halten seit langer Zeit keine Züge mehr. Es existiert kein sinnvoller Busverkehr. Daher reist man mit Vorteil an den Bahnhof Ornavasso (Linie Domodossola - Novara) und erreicht Candoglia in nur 20 Minuten zu Fuss über eine neue Hängebrücke über den Toce.

Via di Lizza
Im Abstieg auf der Via di Lizza, 8.April 2010


1. Etappe: Candoglia - Vercio (T2; 1:30)

Beim südlichen Dorfende von Candoglia, bei der Gelateria via-à-vis, biegt man in die Via S.Andrea ein. Nach den Häusern findet man den Beginn des guten und gepflegten Pfades, der anfänglich rot, später gelb markiert via Cuvetta und Alpe La Piana im Tal des Rio Candoglia an Höhe gewinnt. Rund zehn Minuten bevor man in Vercio anlangt nimmt man die ebenfalls gelb markierte Abzweigung nach Alpe Margossogno wahr. Es empfiehlt sich jedoch zuerst Vercio mit seiner Kirche einen Besuch abzustatten.

Eine andere Möglichkeit um von Candoglia nach Vercio zu gelangen, besteht von der Kirche Sant'Andrea über eine nicht in den Karten verzeichnete aufgegebene Mulattiera, die die einstige Alpe I Quarter, ca 580m (in der Landeskarte verzeichnet, aber unbenannt) berührt. (etwas mühsam, im Wald ob S.Andrea nicht ganz einfach zu finden, T3, 2:00)


2. Etappe: Vercio - Alpe Margossogno (T4-; 1:00)

Von Vercio geht man auf dem regulären Weg Richtung Candoglia etwa zehn Minuten wieder zurück. In einer Kehre zweigt der gelb markierte Pfad nach Alpe Margossogno ab. Anfangs ist er gut ausgebaut und unterhalten, später - nach einer Abzweigung zum unterhalb gelegenen Häuschen von Alpetto - wird er undeutlicher, bleibt aber gelb markiert. Nach der interessanten Querung einer Felswand gelangt man bald zu den ersten Ruinen der Alpe Margossogno und wenig darauf zur Kehre einer alte Mulattiera, die in der Landeskarte als Fahrstrasse wiedergegeben ist. Hier endet die gelbe Markierung. Man folgt der Mulattiera bergauf ohne in den Steinbruch einzudringen, und gelangt zu weiteren, zum Teil noch recht gut erhaltenen Ruinen der Alpe Margossogno, siehe Foto.

Alpe Margossogno
Alpe Margossogno, 8.April 2010

Wegspuren rechterhand folgend werden erneut Ruinen erreicht, die von der Wasserzuleitung des Steinbruchs durchquert werden. Nun linkerhand durch ein Tälchen hinauf erreicht man den alten, nicht mehr genutzten Steinbruch und den Stafel Sciresola der Alpe Margossogno. Über den Rücken, von den einstigen Abbauzonen bedrängt, führt ein Weglein mit verblassten Markierungen in wenigen Minuten zum Stafel Curt Per. (Der Pfad setzt sich von hier, nur anfänglich deutlich, gegen Alpe Corte Lorenzo fort; seine Begehung ist jedoch nicht trivial.) Man kehrt auf gleicher Route bis zu den auf obenstehendem Foto gezeigten Ruinen zurück.


3. Etappe: Alpe Margossogno - Via di Lizza - Candoglia (T4; 1:30)

Von einer Kehre der Mulattiera wenige Meter unterhalb der am besten erhaltenen Ruinen von Alpe Margossogno führt ein Weglein steil hinab zu einem aufgegebenem Betriebsgebäude des Steinbruchs. Jenseits des Gebäudes ignoriert man eine mehrsprachige Verbotstafel (nur an arbeitsfreien Tagen möglich!) und folgt zunächst der Fahrstrasse, die von Candoglia heraufkommt. Es wird ein kleiner aufgegebener Marmorbruch aus den 40er und 50er Jahren durchquert und bereits in der zweiten (nicht in der Landeskarte eingezeichneten) nach Nordwesten gerichteten Kehre verlässt man das Gelände des Steinbruchs wieder. Zunächst ist ein guter Pfad vorhanden, der sich bald verliert. Durch steilen Wald, über Schutt und einstige Abbauhalden gelangt man auf gemauerte Plattformen rund 70m unterhalb der Fahrstrasse. An diesem Platz wurden einst die Marmorblöcke für ihre Fahrt über die Via di Lizza vorbereitet. Am Fusse der Mauern begibt man sich auf die unwahrscheinlich steile Via di Lizza, der man vorsichtig abwärts folgt. An verschiedenen Stellen erlaubt ein einstiger Betriebsweg bequemere Varianten neben der eigentlichen Lizza. Auf etwa 360m befindet sich etwas abseits der Lizza - nördlich - eine sehenswerte Balma. Sobald man im Wald unweit von Albo in flacheres Gelände gelangt, verlässt man die Via di Lizza, und gelangt über ein Weglein oberhalb eines Wasserreservoirs hindurch zur Kirche La Concezione und damit zurück nach Candoglia.

Via di Lizza
Steilheit der Via di Lizza

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